Die 14. Rinderlehr. 109
Gib ein Exempel des Bemäntlens.
Einer hatte gestohlen ; der bringtvor/ er habe viel Kinder/ gebe nichtszu gewännen/ rc. -Oder einer härteein Haß ; erzchlte eine gantze Histori/wie ihn diser/ und jener beleydiget ha-be/ rc. Solche bemäntlen nicht alleinihre Sünd/als hätten sie recht gethan/sonderen es wird manichsmahi imBeichtstuhl der Zorn/ und Haß er-neueret/ indem sie es erzchlen.wie muß sie Demüthig scpn?
Man solle nicht beichten/ als wannMan nur der Wohlredenheit halber dor-ten wäre / die Beicht halb predigen /oder aus einem Buch eylends daher le-ftte/ mit zierlichen / frembden / ihmesonst ungewohnten Worten / rc. Istja ein närrische Sach/ Hoffart treiben/oder wollen gesehen seyn / wo sich selbsteiner anklagt.
wie muß sie Aury sepn?
Nichts solle darunter vermischt wer-den/ daß nicht zur Beicht gehöre: Alsunnvthige Umständ/ allerley Geschwätz/und wunderfitziges Fräglen / als wannman mit dem heiligen Sacrament Kurtz-E 7 weil