Meß-Gebeth. 119
fallen lassen von einer tödtlichen Angstund Traurigkeit, welche dir den blutigenSchweiß hat ausgetrieben, in Anse-hung meiner» und der ganzen WeltSünden, und daraus erfolgenden ablerschmerzlichsten Tods. Ach! nichtssolle mich fürohin betrüben, als alleindie Sünde, die einzige Ursache alles Ue-bels. Du bist verrathen worden vondeinem eigenen Jünger, durch daSFreundzeichen eines Kußes, alsdannwie ein unschuldiges Lämmlein gebun-den, und zu den ungerechtesten Richternfortgerissen worden. An allem diesembin ich schuldig durch meine Sünden;erbarme dich meiner! sie reuen michvon ganzem Herzen!"und bitte dichkniefällig um Verzeihung.
Zweyte Anmmhung,
Zu Christo in der Geißlung.
HErr JESU Christe! wie we-he wird es deinem jungfräulichenHerzen gethan haben, da du von denunverschämtesten Henkersknechten dei-ner Kleider beraubet, an eine Saul ge-
bun-