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Ein heydnischer Jüngling hatte fürdie erwähnte Tugend eine so hohe Schä-tzung und Liebe, daß er etwelche seinerMitschüler heimlich bestellen, und be-solden ließ, die ihm täglich öfters eini-ge Unbilden anthun mußten, damit erdurch so eine Uebung sich sechsten in al-len Umständen zu beherrschen, und dieLugend der Sanftmuch lernen möchte.
Eben so war auch der weise So-k'ates, noch in seinen Hähern Jahrengesinnt Als man ihn gegen einenMann zum Zorne reihen wollte, weil ihmdieser für seinen Gruß nicht gedankthrtte, sagte er: „ Wäre es wohl klug,„ wenn ich mich darüber erzörnte, daß„ ein andrer nicht so höflich ist , als„ ich? "
Ein andersmal, als dieser Philo-soph mit Verleumdungen hart herge-nommen wurde, sagte er: „ Wenn„ das Böse, das man von mir spricht,„ wahr ist, so dient es mir zu meiner„ Besserung : wenn nicht, so rührt es„ mich auch nicht: denn man spricht„ sodann nicht von mir. „ —
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