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Der sanftmüthige Christ / von Matthias v. Schönberg, der Gesellschaft Jesu
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Ein heydnischer Jüngling hatte fürdie erwähnte Tugend eine so hohe Schä-tzung und Liebe, daß er etwelche seinerMitschüler heimlich bestellen, und be-solden ließ, die ihm täglich öfters eini-ge Unbilden anthun mußten, damit erdurch so eine Uebung sich sechsten in al-len Umständen zu beherrschen, und dieLugend der Sanftmuch lernen möchte.

Eben so war auch der weise So-k'ates, noch in seinen Hähern Jahrengesinnt Als man ihn gegen einenMann zum Zorne reihen wollte, weil ihmdieser für seinen Gruß nicht gedankthrtte, sagte er: Wäre es wohl klug, wenn ich mich darüber erzörnte, daß ein andrer nicht so höflich ist , als ich? "

Ein andersmal, als dieser Philo-soph mit Verleumdungen hart herge-nommen wurde, sagte er: Wenn das Böse, das man von mir spricht, wahr ist, so dient es mir zu meiner Besserung : wenn nicht, so rührt es mich auch nicht: denn man spricht sodann nicht von mir.

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