74 Die «klösterliche Disciplin.
gicssung der Gaaben ist der Brunnen deß leben«dtgen Wassers/ welches hie den Durst milteret/und in dem kunfftigen gany und gar außlöschet.
Diß ist die beste Behausung / in wel-cher die Tugend zur Herberg ist; unddiß ist das allerfürtrefflichste Kloster/welches vilmehr die gute Sitten/danndie hohe Mauren außziehren.
Den Stand eines Closters thut gar schön auß«legen der -Heilige Oorockeug: (/) Eieber/sagt er: Was gedunckt euch / daß dieKlöster seyen ? Gedunckt uns dann nicht/sie seyen ein Leib/ und Glieder under einandern?Die jenige / welche die Sachen verwalken / undregieren / werden an stakt deß -Haupts geachtet»Die/welche umbsehen/und verbesseren/vcrlrctkendie Stell der Augen: Welche nützliches Gesprächund Red vorbringen / die verrichten das Ambtdeß Munds: Welche aehorsamb sind/die habendie Stell der Ohren: Welche arbeiten / die wer«,den den Handen verglichen: Welche andern diLAntwort bringen/und da und dorthin zur Dienst««illfahriakeit abgeordnet werden/ die verwaltendrn Dienst der Füssen. Dahero hat einjeder sein Ambts-und Diensts-Ver-richtung/doch also/ (n) daß sie in allenDingen nachfolgen der Regel/ nach
deren