86 Die Llöfferlichc Disciplin.
Es ist an gewisses Zeichen einer unvollkomnenLiebe/ wann das Geirunh deß Obern schnei! ge-neigt ist zu straffen/ und kaum kan erbctten wer-den/ Gnade zu ertheilen. Solle dann/sagst du/der jenige der dir zubelehlen hat / nicht geförchketwerden ? das sen weit hindan r aber nran solleihn also förchten / daß er dannoch mehr gcl'cbkwerde. Wer will lieb und werch gehalten seyn/der muß auch die Liebe suchen. Der Vndergcbnewird sich ab der gesuchten Liebe erf ewen/und die-selbe hinwieder erstatten / dann der einzige/ undeigene Werth der Liebe/ ist die Gegen - Liebe. (/>)
Nichts ist dem Menschen unanstän»digers/als dle jenige nicht lieben / vcndenen er zum lieben geforderet wird.Wer vermercket/ daß er geliebt wird/der wird auch eine gute Forcht an sichnehmen. Die Knechtische Forcht isteine Anzeigung eines geringen undverächtlichen Gemüths. Ein vortreff-liches Gemüth lieber Kindlich / oderhasset.
GOtt hak im alten / und sonst harten Gesa,;die herrische Weiß zu regieren durch den L^ecirie-lem v^wsrffen / (-?) da sie ihrer Heerdmit Strenghett und Macht befahlen.Deßwegen spricht Lernaröus: EtN guter
Prä-