Die klösterliche Disciplin. 97
eine Drsach grosser Dnruhe (^) Die Le»,-^/S^/sche Regel/die fürtremblich we-gen ihrer Bescheidenheit berühmt ist/schliesset als Untüchtige vom Regi-ment alle auß/die unruhiger/und wil-der Arth sind. (§) Der Abbt soll seinanbefohlneHeerd nicht betrüben/nochauch auß eignem freyen Gewalt etwasUnrechts ordnen/sonder allzeit geben-cken / daß er von allen seinen WerckenGott Rechenschafft geben muß/ (/)und über die ein sehr hartes Urtheilgehe/die das Regiment führen/ja auchdie Schuld der Hirten in diser Weltsehr genau gerichtet werde.
(«) Obwohl aber der Abbt wacht-bar seyn soll/daß die Haltung der Re-gel ungeschwacht erhalten werde/so istdannoch die Liebe die rechtmäßige Ur-sach/ daß man in der Regel -h^«/re.
Die Regel deß Heil. LeneöiQ, wird billich derLiebe nachgesetzt / die eine Regel Gottes ist. Sosey es dann/O) daß bißweilen der Buch-staben der Regel der Liebe aufweiche/wan es die Nothwendigkeit erfordert.Deßwegen / damit ich alles in kurzem Begriff
G abhandle/