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Erneuerte Ehren-Zierde des heiligen Priesters und Martyrers Johannes von Nepomuck : Domherrn in der Erzbischöflichen Stiftskirche zu St. Veit in Prag des Königreichs Böheim auf das fünfzig-jährige Jubel-Fest seiner Heiligsprechung, welche geschehen von Seiner Päpstlichen Heiligkeit Benedictus XIII. im Jahr 1729. den 10. Tag Merzens bestehend in kurzer Betrachtung seiner Tugenden, Wunderwerke, und mächtigen Schutzes, wie auch in anmüthigen Andachten, und Gebethern zu diesem allgemeinen Vater der Armen, und Betrangten
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hätte» Gutes zu wirken, die Armen zu ftrösten, und nach seiner Zuneigung ^ ZBarmherzigkeit zu erweisen. Solche KAmtspflichten hat er so heilig erfüllet, ^ ddaß der kaiserliche Hof seine Klugheit Eund unbefangene Gerechtigkeit, die Ar- Tmen seine Güte und Erbärnisse loben Lmüßten. Johannes wußte die Worte j Cdes Erlösers, welcher auch einem kalten » hLrunk Wassers, den man einem Be-»trdürftigen reichte, die Belohnung ver- Aheißen hat; und daß alle den Armen er/ Lwiesene Wohlthaten Christus als Ihm Asechsten erwiesen anrechnete. Er woll- vte also nach dem Beyspiele des gütigsten e«Heilands ein Vater der Armen seyn; l»ler wollte wie der barmherzige Sama- dlritan keinen Nothleidenden verlassen, jpSein Herz war so mitleidig, so lieb- Hreich, daß er solches keinem Bekränzte»schließen konnte. Wie ist aber die Lie-he in jener Herzen, welche ohne Mitlei-Kden die große Noth der Armen sehenkönnen ? welche überflüssig zeitliche Gu-! h.ter besitzen, und dennoch die Hungeri- ^gen, dieUebelbekleideten, die Krankemohne Hilfe lassen, und mit rauhen Wor-ten von sich treiben ? '

U. Der