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Das Licht der Heiligkeit, im Licht der Herrlichkeit : das ist: Lob- und Sitten-Rede auf den heiligen Johannes von Nepomuk den 18.Mai 1781 an der Bruderschafts-Feyerlichkeit in der Kirche des heiligen Kreuzes nächst St.Gallen / von Johann Michael Aichmüller, Ss. Theol. & Ss. Canon. Cand. Pfarrherrn zu Oberglatt im Doggenburg
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angenehme Morgenlicht, das den vollen Tag verkündet, oder:sehr ähnlich jener Wolkensaule, so den Jsraeliken aus EgyptenCanaan vorgeleuchtet hat, und von welcher Lüorn. 3 l.ap. an-merket , daß sie rückwärts unter die Egyptier hinein gefeuert,vorwärts aber dem Volke GOttes schimmerende Stralen zuge-worfen habe-

O er war nicht einer von jenen artigen Predigern, die ausvorgeblicher Bescheidenheit, in der That aber aus menschlichemAnsehen, oder aus Furcht eines Schadens, oder vieleicht nochaus schlimmern Ursachen einigen die Wahrheit nicht reden därsfen, andern nicht wollen; sondern er war einer, wie das Lichtder Welt , Christus selbst, der ohne Ansicht der Person,allen gleich die Wahrheit predigte, so einer, dem die jenige selbst»welchen sonst die Sprache des Evangeliums nie gefallen will ,das ruhmvolle Zeugniß geben musten : Meister ! wir wissendaß du Wahrhaft bist, und den Weg GOttes in der Wahr-heit lehrest, und nimmst dle Person Ntchr an.

Mann könnte also auch von ihm auf den Buchstaben jeneWorte sagen, die einst der weise Lobredner Sirach vom EliaSLrracL. sagte : Er ist erstanden wie ein Feuer, und seine WortejkF. brannten wie eine Fackel; aber man müste dennoch aufden Ge-danken nicht fallen, als wenn Johannes seinem Feuer das gehö-rige Maaß nicht zu geben wüste: Nein! sondern sein Feuer warzugleich ein besonderes Kunstfeuer, daß, wenn es auch da undDort ausspritzt, trifft, und brennt, seine Schönheit, seine Rei-he, seine Ergvtzlichkeit hat, nein beßer zu sagen, gleich dem2. Feuer des heiligen Geistes, welches, wenn es auch zwe, schnei-L. L? ecnd durchbricht , Wahrheit, angenehme Ueberzeugung, Hoch->H>oc-. schätzung der Tugend» ein unwiderstehlich moralisches Gefühl»und Vergnügen zurücke läßt, wie denn die böhmischen Kroni-cken so gar von dem erboßten Könige Wenzeslaus eben das be-richten , was das Evangelium vom Herodes in Ansicht Johan-Mrrc. nes des Täufers sagte: Er selbst habe gegen den Johan*2o. nes im Anfange eine Ehrfurcht getragen, er habe ihn

selbst öfter, und gern augehöet, und Viel gethan, was evgehört harte.

Himmel! welche Wirkungen mußten also nicht die RedenJohannis in leicht beßern Herzen gehabt haben? Wie viele

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