Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Achatesnimmt denChristlicheGlauben«n/ «nl»wird ge,taufft.

Der Schweitzern Apostel. rz

Handen kommen/ dann ein frommeGOttsförchtige Persohn ( welche sichin Zeiten bek einreissenden verenderun-gen von dem wahren CütholischenGlauben nit wolte lassen abwendig ma-chen ) sich des H- Gebein annähme /selbe mit Andacht/ auf daß sie nichtdurch Brand oder Verwerffung verm-ehret werdcnmöchten/ aus der Kirchenzu sich genehmen / ein Zeitlang heim-lich aufbehalten/ endlich um das Jahr1554. Ungefährlich der Edle HerrRu-dolffHaaß / des Rahtö zu Lucern/ei,Nes gar alten Geschlechts / sich Geschäff-ten halben an dife Ende begeben/ undum Thun/ Berner-Gebiets / zu ei-nem frommen Landmann ankommen /allda under andern Reden er dem HerrnRudolfs Haaßen disen köstlichen Schatzeröffnete/ den er zu Hauß hätte in ei-nem Sack/ bekrafftigteauch solches mitEydspflichten daß es wahre Reliquien/und Gebein des H. Beati seyen / under / und seine Vor - Eltern haben sol-che in Abfall / und grosser Verände-rung des Glaubens aus St. Beati-Äirchcn gesiöhnet/ damit ihnen nicht

Unehr bewisen wurde/ seyen sie in ei-nem Sack an einem ehrlichen 0rth auf-behalten worden. Hierauff übergabder Laudmann Herr Rudolff Haaßenzwey zimmlich grosse Gebein/ und et-lich Stücklein/ und Parlicul von St.Beato / mit Bitt solche an ein Christ-lichen Orth/ und Kirchen zugeben/wel-ches ihme der Herr versprochen / ver-ehret ihme auch zur Danckbahrkeit soköstlichen Schatzes / Landsbrauch nach /mit einem par Hosen. Als hernach Ru-dolff wider gen Luccrn in fein Vatter-land gelangt/ verehret er diese H Re-liquien in die Pfarr-und Stiftskirchenalda / zu S- Leodegari im Hoff genannt.Da sie noch heutigen Tag ehrlich auf-gehalten/ und mit alter bewehrter Ca-tholischer Andacht täglich/ sonderlichaber den 9. Tag Maij/ darauf desHeiligen Beati Festag begangen wird/herrlich verehret: Und neben andernHeylthummer an S. Matthäk des H.Apostels/ und Evangelisten < Tag / inbesagter Kirchen im Hoff/ mäniglichenöffentlichen mit grosser Ehrembie-tung gezeigt wird.

Mtze Mens/ md Vtervens

Beschreibung des H. Emsidlcrs/ undBeichtigers Matts / so ein Jüngerauch lieber Gefährt des SchwcitzcrischenApostels S. Beaten war.

Staube um das Jahr Christi n s. Ungefährlich den 9. Maij.

Von ihme schreiben k ?. kerru, Osnilms 8. 7 In St. Beatiben/ aus welchem dann die Histona gezogen. Item bl-snciu Outiimsll-vus im ersten Buch am l5. Capitel ckc rebus ttelvettorum.

»Ae»)Ns ist gleichwol nicht wis- treuer Mitgesell. Unlüng hernach watsend was Stands/ Lands/ Achates vonS. Petro dem Oberstenund Nahmen Achates vor Apostel geweyhet zu einem Diacon /seinem Taust/ und ange- oder Evangelier/ der nach St. Paustnommnen Christlichen Regel müßte zur selben Zeit ein guteGlauben gewesen / ist auch Zeugnuß haben seines aufrechten Wan-zubesorgen werde solches nicht bald in dels/ mit dem Geist/ und WeißheitBüchern gefunden werden / weil es in erfüllet/ schamhasttig/ der die Geheim- 'Die sechszehen hundert Jahr daß Acha- nuß des Glaubens mit reinem Gewis-res gelebt/ und gestorben/ und noch sen trage / und der wol probiert wäre.nit ruchtbahr worden. In annemm- Als nun St. Beams in das Schwel-ung des H Tauffs ward er Achates tzerland zuziehest/ und das H. Evan-genennet/ daß so viel heist / 'als ein ge- gelium zu Pregigen von St. Petro be-

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