Achates)ttchl a„SGehorsamniilS BattinrSchwei-tzerlaiid-
Von seinenTugenden/und Hei»ligkit-
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selch bekommen/ war unser Achates alsein Gefährt / und Jünger ihme zugeben/der dann seinem Meister für/ und fürauf der Reiß von Rom aus/ und indisem Land treulich anhieng / und bey-wohnete / demselben hat St. Beatusvilvertraut/ ja auch seinen köstlichenPalast/ das ist/ die arme Zell oderHole in der Flüe durch sein letstes Te-stament verschafft/und verlassen. Somuß auch grosse/ feste/ und innerlicheLieb / und Freundschafft zwischen Visenbeyden GQttes Dienern gewesen sein/dieweil der H. Beatus sich desselbigeNJüngers biß an sein End Vätterlichangenommen/ und er der Jünger hin-gegen alle kindliche Treu/ und Dienstihme/ als dem Vatter/ biß in dieGruben erzeigt/ und geleistet hat. Esmögen die Heydnische Poeten von ih-rem Achate / nemmlich des berühmtenAencä getreuen Anhänger/ und Mit-gesellcn/ fabuliren/ und erdichten wassie wollen: Wie vil löblicher / und Gott-seeliger war diser Achates/ so vom H>Geist erleuchtet/ mit dem heylsamettTauff Wasser begossen/ under den er-sten Christen zu Rom auferzogen/ undihm H. Evangelio/ und allem Christ-lichen Werfen wohl gegründ / mit derGab der Iungfrauschafst geziert / vilMühe / und Arbeit in dem Weingar-ten des Herren mit Biato überstanden/und sich deßselbigen ApostolischenAmts/und Stands theylhafftig gemacht. Sogäbe ihme auch GOtt sonderliche Gnadbey dem gemeinen Volck/ daß es ihnegern hörte/ voü ihme den Weeg GSt-tes lernete / sein Frommkeit groß hiel-te / und von seinen Tugenden / wie öst-lich/ vil Guts sagte:dieweil er/als einFruchtbahrer Baum/ mit vil gutenFrüchten des Geist geziert bey ihmblühete. Der Eydelkeit war er Feindso wol als sein Meister/ der Welt garabgestorben / übet sich ernstlich in demGebett/ vergas nicht der ApostolischenArmuth/ trachtete nur nach den Geist-lichen/ und ewigen Gütern/ dieneteSt. Beato gleichwie Elisüus dem gros-sen Propheten Ella.
Als er nun seinem Meister die Au-gen zugethon / und seinen H. Leib zu Von sei,der Erden bestattet hette/ ist er auch EUseinem Befelch nachkommen/ daß er Werben/sein Wohnung in der vorgemeltenHö- und Be.lefür sich brauchte/ hielte discs Orth sräbnvß.für ein sonders kostbahrliches Erb / soihme von seinem Meister / und Vatterauß Hertzlicher Liebe geschenckt/ undverlassen. Da nun G-Ott den Acha-ten lang auf Erden probiert / und ver-sucht/ auch bestandhafft erfunden /
Glauben / und Treu / GOtt/ und denMenschen gehalten / da erlangt er sei-nes Hertzens-lang gewünschte Vegird/nehmlich daß er zu seinem fast geliebtenMeister in jene Welt gehn/ aus derGefängnuß des sterblichen Leibs schei-den/ und mit Christo ewiglich Lebenmöchte. Derhalben vor seinem Todtberufst er etliche seiner guten bekanten/und Freund / begehrt von ihnen / siewollen ihme ihr Christliche Treu bewei-sen/ und seinen Leib nach verloffnemEnd seines Lebens niergens anderstwobegraben/ als allein bey dem Cörperseines würdigen Meisters. Diß warnun ein Warzeichen/und klare Be-kantnuß / daß ers mit Beato durch-aus hielte im Glauben / Hoffnung/und Liebe / auch daß er mit demselbennit allein hie auf Erden/ sonder auchdort im Himmel ein unzertrenliche Lieb/und Gemeinschäfft behalten wolte. Dar-auf verhiessen ihmselbige gute Freund/so ihne hertzlich lieb / und werth hetten/seinem Willen / und begehren genugzuthun/ wie es dann nachmahlen be-schehem Dann so bald Achates GOttseinem Schöpffer sein H. Seel seelig-lich aufgäbe / ward er von gemeltenFreunden zu der Erden bestattet/ nieohne Vermessung viler Zähern/ undTraurigkeit des Hertzens/ nachdemsieein solchenGottseeligen geliebten Mann/Evangelien und Kirchendiener verkeh-ren. Welcher ihnen / und vil andernmit Wort / und Wercken nützlich mdem Land lange Zeit sieissigvorgestanden war.