S Luciusnimmt denChristlichenGlauven<m/ undlasset sichTaugen.
C Luciusverlassetsein König-reich denChristlichenGlaubenz »verkün-den.
Ick Von H. Beichtiger/ und König Lucko
es Camdenus in Nennio verdolmet-schet) König in Britannia oder Engel-land erwählt/ um das i? 9 -Jahr Chri-sti zur zeit Papst Soteris/ und Käy-fer Marcij Aurelij Antonini Philosophi:Ein Sohn Königs Cöilli/ ein EnckelMarij Marcij oder Mannst/ ein Uren-ckel Arviragi 5Tönigin zu grossen Bri-tannien/ war von Jugend auf einesfrommen/ redlichen/ und aufrechtenGemüths / dem Christlichen Glauben /und Christen Menschen wol geneigt /und viel günstiger als den verblentenHeiden/ und abgöttischen -Opfferwer-cken. Dvrffte doch schwerlich den Christ-lichen Glauben annehmen/ aus ob an-gezogenen Ursachen/ biß er eygentlichbericht worden / daß vil Rathsherren/Ritter/ und Patritijoder Geschlechterzu Rom discn Glauben angenommen /und ohne alle Scheu öffentlich bekanten.Derowegen alle Forcht hindan gesetzt /schickte König Lucius Anno i8z. seineehrliche Legaten oder Gesandten nemm-lich Elvanum / und Meduinum/zweenfürnehme Englische Herren/ nachRoMzu dem Papst Eleutherio/ ihne zuer-suchen/ und zu bitten / in eigner Perfohnin Engelland zuschissen/ oder aber andereChristliche gelehrte/und eyfferige Mänetverordnen/den Christlichen Glaubenumständlicher/ und klärer zupredigen/und zuentdeckcn. Also waren von ge-sagtem Papst Eleutherio zween vor-nehme Männer Fugatius/ undDona-tianus(oder Damianuswieihn anderenennen ) nach Britannia zum KönigLucio abgesant/ und so viel underwisen /daß er samt seiner Schwöster Emerita/und der seinigen auch ein grosse MängLUnderthanen / den H. Laufs annahmen/Christlich/ und Tugenthafft lebten /und täglich in dem Glauben / Und gu-ten Wercken zunahmen.
Nachdem nun wie gehört S. Lu-cius den H. Laufs empfangen/ und inallen Glaubens Articlen genugsam un-derwisen / ward er durch dem H. Geistentzüd/ und angetriben/ die Welt/und sein Königreich zuverlassen/ Unddie Gnad des wahren Glaubens so ih-me aus Göttlicher Barmhertzigkeitmit-getheilt worden auch andern Heiden/und Ungläubigen durch Predigen/Er-mahnungen/ und Exempel mitzuthei-len. Sonderlich weil er sahe daß nachdem sein Königreich durch geistlicheSeelsorger/ auch durch die Seinigewol versehen/ und wol angeordnet/ ermit gutem Gewissen solches verlassentönte; und deßwegen bey frembden /und verblenten Heiden grösseren Nutz/und Frucht schaffen/ als eben zuHauß. Derowegen der H. Luciuswillige Armuth auf sich nähme/ und
in Pilgersweiß auß Engelland/ überMeer in Franckreich/ von dannen inBayeren / auch an den Lech sich bege-ben/ und da er also vil Lands durchzo-gen / vil Mühe / und Ungelegenheit /auch Arbeit außgestanden / doch nichtohne Geistlichen Nutz / und pflantzungdeß Christlichen Glaubens; käme erauch endlich in die Nider Rhätia/unddaselbst in die Statt Augspurg/ da erden Saamen der Christlichen Lehr ge-saet; dardurch dann viel Heiden zudem allein seeligmachenden Glaubenbekehrt worden in deren Zahl war Cam-pestinus mitsamt den Seinigen/ undgantzen Haußgesind / der einer der für-nehmsten Herrn der Statt war: dieübrige Bürger aber der Statt / so indem Heidenthum verharreten / habeneinen mächtigen Haß auf Visen GQtt-seeligen Lehrer gemorsten/ und ihnemit ungebürlichen schändlichen Wortenschmählich angetast ; darbey es nichtbliben/ sonder haben mit Steinen nachihm gemorsten / und endlich in einenliessen Galgbrunnen oder Sod aestür-tzet/ auß welchem ihne etliche Christ-gläubige/ als er halber Todt war/wi-derum herauß gezogen/ und seiner/nach ihrem besten vermögen / gepflegt/und zu der Gesundheit geholffen.
Demnach aber Lucius jetzund seinKrafft so viel erholet hatte/ daß erwandern möchte; zöge er von Ang-spurg (nach dem er seine bekehrte Schäf-iein gestärckt/ und getrost/ auch an-dern befohlen)hinauf in die alte grau-en Rhätien/ in welcher Reiß er überderkucAnriorutn, und Mionum Rhein-gäuer/ Und Eschener Gebürg/ undü-ber den Bühel / ob dem jetzt das SchloßGuttenberg/ gezogen; dannen her esdaselbsten noch heutiges Tags OivusOivi 1-uciji St. Luciö Steig genanntwird. Von dannen zöge er Mit sei-ner leiblichen Schwester S. Emerita /und käme an das Orth/ und Platz/danachmahlen die Statt Chur erbaue» /machte ihme ob den beyden SchlössernSpinöil/ und Marsvil(Dorn in Au-gen / und Krieg in Augen genennt/Undder Römischen Landpfleger Wohnungwar/in einem Berg/ bey tausend Schrit-ten von den Schlossern ) ein Wohnung/so noch S- Lucis-Löchlein zu diser Zeitgenannt wird. In diser Holm bereit-leren dise beye heilige Geschwisterte sichsiben gantzer Lag mit Casteyung ihresLeibs/ Fasten/ und andächtigen eyftftrigen Gebett; damit sie nützlich denChristlichen Glauben verkündigen/ undeinem so groben/ wilden Nolck predi-gen könten. Darauff tratte der H.Apostolische Mann Herfür / und mitsanfften Worten verkündigte er den Al-
kommt inBayer- .lind / »nkAugspurg.
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S küeiUsjiecht inBündenkommt gckChur.
Predigetden Christ«lichenGlauben