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<7lp. ».Von St-Maurilij /und seinerGesellschaftV-'tdr»land / undHerkvnkn-
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Egopien-
Von dem H. Ritter Mauritio/
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Gypten das alte/ und viel-geloble Land/ Den Tag-reiß von Sicilia gelegen /wäre vor Zeiten so groß /und weit/ daß es zwantzigtausent Stäkt hatte; soFruchtbahr / das es ein offnes Korn-Hauß der Welt hiesse/ und die umli-gende Bölcker zu Hungers-zeitenerneh-ren/ und erhalten könte. Und solleLhebea die Hauptstatt des gantzenLands gewesen sein/ hiesse bey denGriechen L.x«-7-o/t7rv/w>- darum / daß siemit hundert Porten / oder Thoren ge-waltiglich befestiget/ und geziert war;auß welcher auch das gantze EgyprischeLand seine König erwvhlte / und nachS. Hieronymi Meynung solle die Land-schafft Thebais eben die jenige seyn/soim alten Testament lerra äsllen ge-heißen/ und von dem grossen Patriar-chen Jacob / und Kindern Israel be-wohnet worden. Zu Visen unsern Zei-ten ist dife grosse Statt Theben gantzzerstört/ und zerfallen / so dann nichtweit von Akayr ( die dann auch Ba-pylon/ und MemphiS geheißen) gele-gen. Cs ist auch beweißlich daß derChristliche Catholische Glaub/ durchS- Marcum den H. Evangelisten / understen Alexandrinischer, Bischofs/ beyder Apostel-Zeiten in Egypten/ undzu Thebea verkündiget worden / wieS. Hieronymus bezeuget.
Auß disem EgyprenLand/ und inder Statt Thebea ward St. Mauriti-us / und sein glorwstrdige Gesellschafftmeistentheils gebohren/ und herkom-men/ deßwegen sie auch in allen Histo-rien Thebani/ oder Thebaidi genenntwerden. Und ob gleichwol unbewußtwas Stands / Namens / Gewalts /und Ansehens St. Mauritij/ und sei-ner H. Gesellschafft Elteren / und Vor-fahren gewesen / ist doch nit zu zweiffeln /das-Mauritij/ Candidi/ Secundi/In-nocentij/ Epuperij/ Victoris/ Con-stantini/ und andern Befelchs haberndiser gantzen Legion Eltern fürnehme/und grosses ansehens zu Lhebea Leutgewesen : Sie auch / ihrer Kinder be-ende Jugend der gestalt angelegt / daßsie mehr lob »is als tadlens verdienten /und habe Mauritius von Iudend aufein sondere Neigung zu Kriegssachengehabt/ und sich / als ein rechter Kriegs-Held erzeigt. Zu Visen Zeiten erhubsich in Egypten ein grosse gefährlicheEmpörung/ darauf nicht ein geringerJammer/ und Eilend in Stätten/undFlecken entstanden/ weil sich ein aus-ruhn,eher Hauptmann mit NammenAchilles / sechsten ausgeworffen widerdie Römer/ und Römische Reich/undein grossen Haussen zu sich gezogen /
fürnehme Statt/ und Plätz eingenoh-men/ und das Land rebellisch gemacht;also das beyde Römische K'äyser / Dio-cletianus/ und Maximianus/ mit ge-waffneter Hand / gesagten Achiliem zuüberziehen/ gezwungen wurden/ undgewaltiglich überwunden/ doch nichtohne mercklichen Niderlag deß Käyser-lichen Kriegs-Heers/ straffte daraufdie fürnehmsten Egyptischen Stäkt /stürtzte ihre Mauren zu Boden/ son-derlich in Alexandria/ Caspo / undBusiride; Thebea aber hielte sich all-zeit zu dem Römischen Reich / deßwe-gen sie bey dem K'äyser grossen Gunsterlangten / also daß er diser Statt dasgantze Egyptische Land vertraute zu re-gieren/ und in schuldiger Gehorsam-keit gegen den Römern zuschalten. Undzu diesem fürnehmen erwöhlte K'äyserDiocletianus Mauritium zum Oberstenüber alle Thebeer daß er mit seinerThebaischen Legion/ und Volck/ inEgyptenland verbleiben solte/ die Em-pörungen ab zustellen/ den Friden zuerhalten / und gute Policey Anzustel-len.
Als nun nach so grosser Aufruhr /wie gesagt/ das gantze Egypten-Land/durch den K'äyserlichen Gewalt/ widergestillet/ und durch den teuren RitterMauritium in die Ruhe kommen / hatSt. Mauritius bey seiner gantzen The-baischen Legion so vil vermögen / diemeistentheil alle gute Christen/ und imChristlichen Glauben gebohren/ auchdamahlen ohn ferr von dem H. LandPalestinä im Winterleger hielten/ undlagen/ daß sie sämtlich auß gutemEyf-fer/ und Andacht/ dem AllmächtigenGOkt zu Ehr?/ und zu ihrer Seelö Heyl/ein Christliche Wallfahrt nach Jerusa-lem/ und dem heiligen Land/ für sichnahmen/ die H. Plätz unserer Erlö-sung/ und Seeligkert Christlich zu be-suchen : da sie dann der Gottseelige Bi-schofs Zambda von Jerusalem angetrof-fen/ sonderlich empfangen / und imChristlichen Glauben underwisen/ wel-che nit getaufft waren/ wurden vonih-me getaufft/ und so wol die neu getauf-te / als alte Christen/ in allen Glau-bens stucken underwisen / und aufge-munderet/ darzu dann ihnen grossenAntrib gab/ und erweckte/ dieBesu-chung der H. Oertern / und Plätzen /daran GOttes-Sohn Christus JEsusunser Seelen Heylgewürcket / die Mar-ter gelitten / und mit seinem kostbahr-lichem / und Rosenfarben Blut uns er-kauffet; damit war die gantze Lhebai-sche Legion zum Christlichen Glaubenbekehrt/ und von dem H. BischofsZambda getaufft/ daß erschallete baldim gantzen Egyptenland / und käme
Gk. Moritzwird vomKäyscrium Ober«sie» bestelltüber die Le-gion.
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Haltet gutRegiment/und liehtmit den sei-nen in dasH. Land.
werden al-le Christen/lind ge-kauK.