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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Und seiner gantzen Thebeischen Legion. Lk

so ftöliche Mähte von der Legion nach nenten/ und sich gegen den Kayserlichk

Thebea in d,c Stakt. Eben zuk sel- Gesandten ungehorsam erzeigten/ daß

den Zeit reifere « Christlicher An-- beyde Käyser gezwungen/sich nach Rom

dacht in das H. Land der Evel-Ge- zubegeben/ Rathzupflegen/ undnoth-

Ankvnimis bohren/ Krvm/ und Andächtige An- wendige Mittel für die Hand zunehmen/

«erÄt toninus von Placents / ein Itailäner/ das entzünde Feur in Galsia zustillen/

ins Avi. daß er die berühmte H. Oerter inn-und und darneben den Christlichen Glauben

Land. um Jerusalem besticht// undverehrete: zu verfolgen/ja wo möglich/gantz auß-

welcher da er nun ein Zeit lang um die zutllgen/ zu solchem End blibe Käyser

H. Matt/ und in Orient verharrete/ Drocletianus in Jtalia/ und solle Ääy-

schaffte er grossen Nutz mit seinem Gott- ser Maximianus mit der Kriegsmacht

stetigen Wandel / und Christlicher Lehr/ in Franckreich reisen / die Aufruhr zu-

und Predigen/ daß er unzahlbahren stillen/ und die Rädlführer an Leib/

Leuthen an ihren Seelen geholffen/ und und Leben straffen. Dieweil aber die

die Christliche Religion scheinbahrlich Kriegsmacht Maximiniani nicht also

erweitert worden. Er Antoninus vec- starck war/ ein solches angezündtes Feur

nähme auch wie in Egypren Land ein zustillen / beruffte Diocletianusdie The-

Lhebeische Legion/ so alle Christen / basscheLegionaußEgypten/underdemund zwischen ernandern gar einträchtig/ schein daß man ihrer höchlich Mangel-und GOttftelig lebten/auch den Christ- bahr were/ ein so schwere Empörunglichen Glauben öffentlich auß,breiteten/ wider das Römische Reich zustillen. Daund nicht wenig zierten/ daß durchih- doch beyde Käyser auß mehrerm Haß

ren unsträflichen Wandel viel Volckzu zum Christlichen Glauben/ und dlser

dem wahren Glauben/ und Luß be- ThebaischerLegion / so alle Gottseeligekehrt wurde ; deßwegen er Antomnus Christen / und bey allen ein guten Nah-bewegt/ in Egyptenland zöge / und bey men erlangt hätten / wegenihres Glau-dem Obersten Hauptmann S. Mauri- benS/ und unsträfflichenWandels/austtio so vil vermögen / daß er thue / gleich- serhalb ihres Vatterlands zuvertilgen /wohl ein Frembdling / in das Register zu todten/ oder von dem waren Glau-der Thebeischen Krr/gö Leuth einschri- ben zubringen/ Vorhabens weren.Diebe / und einverleibte. Da war durch Käysersiche scharpffe Schreiben kommMittel/ und Exempel Amonini/ wie beyden Hauptleuthen Mauritio/ undman liset/ vil Guts in dem Läger der Secundo in das Läger/dise beyde Feld-Lhebeer beschehen/ und der Christlich Obristen trugen der Käyser begehrenDttundut Glaub weit bekannter worden. Es der Legion für / daß man ein neuen Zugtiecht von käme auch in diese H. Thebaische Le- in Italiam / und von bannen in Franck-Kayscrs gion der Edle Secundus / so S. Mau- reich von ihnen begehre / damit etlicherÄür,»?' "tij Mutter Bruder / ein gebohrner ungehorsamer Persohnen Aufruhr /«m. Thebens / und an Käysers Drocleriant und Rebellion / mit Heers- Gewalt /Hoff/einer aus dem fürneymstm Herrn gedämmet wurde. Darauf sich diewar. Dieweil aber Secundus ein gantze Thebaische Legion einhälliglichChrist/ und sahe wle der Käyser wtder anerborte / den einigen Allmächtigendie Christen unsinmglich wütete/ und GOtt / und dem Käyser ihren bereitentyrannisierte / auch mchr verschönere sei- Dienst zuerzeigent und nach Zurüstung/nen ansehenlichen Kammerherren/ be- was auf solche weite Reyß vonnöthen/" Zehrte ein gnädige Urlaub vom Käyser/ zogen sie mit Christlichem Hertzen vonsich wider nach seinem Vatterland gen ihrem Vatterland/durch Egypten/derThebea zubegeben. Daß war ihme mächtigen Meer-Statt Alexandria zu;vergont/ mir solcher Bestallt/ daß er daselbsten sich aufdie verordnete Schiffin seinem Vatterland ein gemeiner zubegeben / und in Italiam zuschiffen.Statthalter deß OberstenHauptmanns Wie sich nun eine so Christliche Gesell-Mauritij / und über die gantze Thebai- schaßt / auf so langwiriger / und gefähr-sche Legion nur ihm gebieten solle/ rvel- sicher Schiffahrt verhalten /stelle ich demches dann nach seinem ankommen in E- guthertzigen Leser Heimb -«betrachten:gypten mit gutem willen deß Mauritij jedoch ist aus nachfolgender Histori ab-geschehen/ der Secundo als seinem nech- zunehmen / daß weder spihlen/ sauffen/sten Verwandten gar zugethan gewesen, noch fressen / oder schweren / bey sol-e,v. 4. Bey Regierung beyder Kaysern cher Legion/sonder alle Andacht/Liebe/

GroffeEm, Diocletiani/ und Maximian» entstünde und Frvmmkeir / seye geübt worden /

in Franckreich ein gefährliche Empörung dieweil sie / alsbald sie glücklich in Jta-wider das durch Amandum/ und Aelianum zwey- liam / und zu Rom eingezogen / denRömische er Gallischer Hauptleitt / Wider die- Käyser gegrüsset / von ihme freundlich /Räch. mische Obrigkeit / denen dann ein gross und fröhlich empfangen ; die Häupterses Volck angehangen / und ihre Fa- der Thebasschen Legion Mauritius /ction Begaudarum/ oder Baccariben und Secundus / ja die gantze Legion

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beischc Lcgi,on wirdnach RomvonKäy-ftrn dem«

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daischc Le.gion körntgen Rom/bekennensichChrißetti« seyn/ s«