Vvn der H. Jungfrau/ und Martcrin Verena. z 5
GehnMrhland. dient bmafangenenThristea.
G-Verenariecht vonMenlandtlachWal»iit.
Kommtsetzn Solo»»hurn.
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seligen Reiß/ den Heiligen Victoremzu. Hiemir verließ die Heilige Ve-rena das Vatterland/ Freund / undReichthum/ führe in Welschland überMeer; verliesse darnach die Legion /samt ihren Geleitsmann Victor / zögeden Heiligen Stätten / und Oerthernzu/ in denen sie vielen Heiligen ihremvermögen nach gedienet/ biß sie auchEndlich gehn Mepland käme/ und weilin diser Start damahls auß Befelch desgrimmigen Tyrannen/ und WüterichsDiocletiani/ vil Christen in hartenBanden/ und Gcfängnußen verhafftwaren / wurde S. Verena täglich nochmehr zu der Martyr entzündet/ undbegierig / besucht mit Ernst die Gefäng-nußen der Heiligen Märtyrer Christi:dienere denselben bey Tag/ und Nachtauss fleissigest / stärckte sie im demGlauben/ und spricht ihnen zu in derMarter standhafftig zu sein; versähe sieauck mit täglicher Nahrung / und Auf-enthaltung deß Lebens / und dise Werckder Barmherzigkeit übete die heiligeJungfrau etliche Jahr zu Meyland/mitgrossem Eyffer/ und Innbrunst: hettechre Wohnung bey einem HeiligenMann/ mit Nahmen Maximus/ wel-cher hernach auch um Christlicher Lieb/und Glaubens Bekandnuß wegen ge-martert worden/ dardurch die heiligeJungfrau noch mehr zu der Marterentzündet/und angetriben worden.
Als sie zu Meyland vernehmen /wie die Heilige Legion der Thebeer /samt ihrem Obersten Mauritio/ vonden blutgirigen Heyden um Christi wil-len gemartert/ und hingerichtet/ auchwie S. Victor / der ihr zu einem Ge-keydsmann zu gegeben war/ ebenmäs-fig enthauptet worden; hat sie sich end-lich entschlossen/ der Wallstatt der hei-ligen Märtyrer nachzuzichen/ fürhabensdiß Orths die heilige Marter-Cronauch zuerlangen. Machte derhalbensich auf/ und mit sonderm verlangenzöge sie über die Alpen/ oder Gebürgder Roden/ an das Orth Martenach/da S. Moritz mit seiner Rttterschasstgemartert worden/ hielte sich ein guteZeit da auf/ machte die Gelegenheitdaselbsten zuwohnen: Wegen der Un-gläubigen Heyden aber/ tönte sie esnicht haben. In dem sie alldortenG-Ott zu dienen verhinderet/ zöge sieferner/ und käme an dem Fluß Aar /nahe bey Solothurn an ein Orth / indeme auch ein Heiliger Mann wohnete/welcher von der heiligen Gesellschafstüberbliben war r In diser Gegend het-te sie ihr sechsten ein Hole oder Woh-nung außerlesen/ welche noch heutigesTagS zusehen / und mit grosser Andacht
t. Die Ä« Tchweiy.
besucht wird. Allda hat sie ihr einRegul zuleben fmgenohmen/ GOTTmit höchster Andach zu dienen/ undsich in seiner Forcht / und Liebe zuüben: Enthielte sich von allen Gelü-sten/ und bösen Begirden/ aufdaßsieGott gefällig wurde/ und seyn möch-te ; Dem Fasten war sie so gar erge,ben/ daß sie dardurch vil von GOkt er-worben/und grosse Gnaden erlangt hat/die Teufel abgefertiget/ und weit ver-jagt ; Auß dem erfolgte/ daß die H»Verena als ein Ebenbild / Christo nach-folgte/ bey Tag/ und Nacht im Ge-bet!/ und Fasten ein steiisige Abthei-lung gehabt. Auf daß aber ihr Form -und Weiß zu leben ordentlich von stattgienae/ Studierte sie / und läse fleißigdasBüchlem CyprianiMartyris/ undBischoffs/ vom Stand deß Jungfräu-lichen Lebens; welcher dann lehret -die Disciplin/ und Zucht seye ein ge-warsame Hüterin der Jungfrauen/undHoffnung einer guten Art/ rc. Zuihrer Unterhaltung aber / und Nah-rung/ arbeitet Sie täglich/ dann auchallda nicht weit von ihrer Cellen einalte Ehrbahre Frau wohnete (so auchdeß Christlichen Glaubens war/ dochheimlich/ weil schier die gantze Gegneder Abgötterey ergeben) und was S.Verena mit ihrer Arbeit zuwege« brach-te/ daß nähme gemelre Frau/ ver-kauffre es/ und um daß so sie daraußgelöset / kaufste sie nothwendige Speiß/und Nahrung / damit die Heilige Jung-frau niemands dörffte überlästig sein.Als aber ihr tägliche Übung/ und Gott-seeliger Wandel den Inwohnern diserLanden ruchtbahr worden/ daczu auchmit Wunder-Wercken florierte / undleuchtete; wie dann viel arme elendeMenschen/ so von unreinen/ und bö-sen Geistern besessen / ehe und zuvorsie zu ihrer Wohnung/ und Cell ge-führet wurden/ durch ihre Furbltt /und Heiligkeit entlediget; vil Blinde/und Taube wurden durch anlag ihrerHänden sehent/ und hörend/ begabensich zum Christlichen Glauben/ undwurden durch einen Christlichen Prie-ster getaufft/ welcher in diser Lands-Artsich aushielte/ nach dem er wegendeß Christlichen Glaubens anderstwovertriben wäre.
Dieweil aber dem bösen Geist gan'tzzuwider war / und nicht mehr sehen möch-te die Zunehmung ihrer Tugenden /in-brünstiger Eyffer/ und Bekehrung zuGOtt ; Verrachtung der Welt / undaller Üppigkeit/ Casteyung deß Leibs/und Übung anderer Christlicher Tugen-den /und Wercken / rc. Sihe da be-find sich / auß dessen Eingab/ und An-
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Von ihre«streng/unsHeiligenLeben.
HM«,beik / üntzÄiildH»UM.