42 Von der H Jungfrau/ und Marterin Verena.
dem Vatter das Königreich Burgund darauf hat die Frau von ihrem Herrenangetrrrrcn/ und Regiert hat. empfangen/ und ist auf einmahl mit
zween Söhnen erfreuet worden/ mitHermannus ein Hertzog in Schwa- Frolockung / und Verwunderungmstn-ben/ nach dem er sich mit Reginilda niglichs/ GOTT / und der>H. Jung-einer Königlichen Persohn vermählet/ stauen Verenä um ertheilte Wohlsund beyde ohne Lews - Erben vil Jahr that Dancksagend :beysammen gewöhnet hetten; haben sie
verlobt zu St. Verena zuziehen / nach Auf ein Zeit fiel ein grosser theil 6,dlsem Gelübd/ ist der Königin im best Münsters/ und Kirchen S. Ve-Schlafffürkommen / als ob sie ein weift reust durch feuchte deß Wassers zuhaufsse Tauben in ihrer Schooß hielte: di- fen/ dardurch der Zugang zu dererses zeigte sie ihrem König; welcher Grab abgeschnitten worden/ also ist'darauß beschlossen/ das GOtt ihnen durch einen Probst ( die alte BücherVarmhertzigkeit erzeigen werde/ und haben Abt) zuZurzach gerahten/ und -bald darnach gebahre sie ein Tochter / anbefohlen worden; man solle solche 2welche nicht allein mit besonderen Sit- Fundament-Stein/ welche vest/groß/ glücklich;»ten/ und Tugenden begabt warezson- und zu solchem Gebäu tauglich/ und ihrem Kir.der wurde auch also auferzogen/ daß wehrhasttsein mögen/ herbey schaffen ;sie ihre Eltern mit Gottsforcht / und auf daß versammleten sich die Zurza-Geistlichen Eyffer/ und Wandel sehr cherJnnwohner/welche nochgedachten/ mnd.erfreuet hat. daß zu Coblentz ein grosser hauffen
Stein undersuncken waren/ giengenAndermahlen begab es sich daß ein derohalben hin / schreyen zu vorderst /edle Frau im Elsaß/ lange Zeit ihrem um Göttliche Hilfst und beystand desEhe gemahel beygewohnt/ aber ohne müthigan/ damit solches vorhabendesLeibs-Erben. Deßwegen wohin Merck ein erwünschten Fortgang gewin-sie ihr Haab / und Güter verschaffen ne/ und da sie disem nach zum Rheinsolten/ auch in Zweifel stunden. Ka- kamen/ trugen sie die Stein mit garmen zu raht ein Gelübt zu St-Ottilia geringer Müheherauß/ solcher gestalt/zuthun / als solches ins- Merck gestelt / was sonsten zwaintzig Mann von derund verrichtet worden / empfienge / und Erden nicht erheben möchten / oder besgebahr die Frau ein Tochter/ darab wegen; daß thätten ihrer fünff/ oderdie Frau wenig erfreuet; dann sie ein sechs / darumen sie alle GOtt DancksMännlichen Erben darfür gehossethet- bahr waren/ und lobeten ihn/ und S.te. Hielte verwegen mit ernstlichem Verenam wegen ihres grossen-VersGebe« bey S. Ottilia um noch ein dienst/ und also wurden die Steinandern Erben an ; gebahre aber darauf glücklich gehauen/ und in den Grundwider ein Tochter/ ab welcher die Frau besagter Kirchen gebracht,eben so wenig/ als ab voriger erfreuet
wurde: liesse doch nit ab mit serrnes Eins Jahrs zur Erndzeit geschahe c«?.rcm Bitten bey der H.Jungfrauenum es daß der Rhein um Zurzach also anein Manns - Erben anzuhalten. Nach Wasser zunähme / daß die Felder in «„ßwk?'dem sie aber die dritte Tochter gebahr/ der ebne/und die Thäler/auf wel- ohn schabn,und übler als zuvor deßwegen zufriden/ chen das liebe Geträid stunde/ der- vonde»auch darüber erkranckete/ und sehr be- Massen überschwemmet: daß man sich NAAkümmert wurde: da erschine ihr in di- der Einsammlung der Früchten gantz °sem Zustand die H. Jungfrau Ottilia/ entschlagen bette/ da wenden die be-zu ihr sprechend : waß betrübst/ und trübte Znnwohner sich zu der Ruhe-kümmerst dich vil / warum bist du so statt / und Begrstbnuß S. Verenä /kleinmüthig ? was du von mir begehrt/ flehentlich bittend/ daß sie ihnen beyund ich von GGtt erhalten können / GOtt erwerbe/ damit sie der Früchtenhab ich gethan: Aber die Gnad hab nicht beraubt werden / und derer zuich nit daß ich dir Söhn erwerbe/doch zeitlicher Nahrung/ und Auffenthalsist ein andere H. Jungfrau mit Nah-- tung gemessen mögen. Nach demmen Verena/dise hat solche Genad. sie vom Gebett aufgestanden / und mitAb dem die Edle Frau wohl getröst / Creutz / und Fahnen auf das Feld hisihres Herren Priester gefragt: wo doch nauß gierigen/ in ordentlicher Proceftgenannte Jungfrau begraben/und ver- sion/ S. Verenä Heylthum mit sichehret werd ? da wisen sie dise aufZur- tragend / und derer Fürbitt innstänszach : darauf sie mit ihrem Herren dort dig anrüstend/ da hat der gütige GOtthin gezogen/ S> Verenä Begrstbnuß seine Gnad wider Vätterlich erscheinenbesucht/ ihr Opffer alldaaufgeopfferet/ lassen/ und zusehent ertheilt. Dannund ihr Gebett verrichtet: von bannen alsobald vor männiglichen Augen ver-wider nach Hauß sich begeben. Bald luhre sich das Gewässer wider in den