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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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42 Von der H Jungfrau/ und Marterin Verena.

dem Vatter das Königreich Burgund darauf hat die Frau von ihrem Herrenangetrrrrcn/ und Regiert hat. empfangen/ und ist auf einmahl mit

zween Söhnen erfreuet worden/ mitHermannus ein Hertzog in Schwa- Frolockung / und Verwunderungmstn-ben/ nach dem er sich mit Reginilda niglichs/ GOTT / und der>H. Jung-einer Königlichen Persohn vermählet/ stauen Verenä um ertheilte Wohlsund beyde ohne Lews - Erben vil Jahr that Dancksagend :beysammen gewöhnet hetten; haben sie

verlobt zu St. Verena zuziehen / nach Auf ein Zeit fiel ein grosser theil 6,dlsem Gelübd/ ist der Königin im best Münsters/ und Kirchen S. Ve-Schlafffürkommen / als ob sie ein weift reust durch feuchte deß Wassers zuhaufsse Tauben in ihrer Schooß hielte: di- fen/ dardurch der Zugang zu dererses zeigte sie ihrem König; welcher Grab abgeschnitten worden/ also ist'darauß beschlossen/ das GOtt ihnen durch einen Probst ( die alte BücherVarmhertzigkeit erzeigen werde/ und haben Abt) zuZurzach gerahten/ und -bald darnach gebahre sie ein Tochter / anbefohlen worden; man solle solche 2welche nicht allein mit besonderen Sit- Fundament-Stein/ welche vest/groß/ glücklich;»ten/ und Tugenden begabt warezson- und zu solchem Gebäu tauglich/ und ihrem Kir.der wurde auch also auferzogen/ daß wehrhasttsein mögen/ herbey schaffen ;sie ihre Eltern mit Gottsforcht / und auf daß versammleten sich die Zurza-Geistlichen Eyffer/ und Wandel sehr cherJnnwohner/welche nochgedachten/ mnd.erfreuet hat. daß zu Coblentz ein grosser hauffen

Stein undersuncken waren/ giengenAndermahlen begab es sich daß ein derohalben hin / schreyen zu vorderst /edle Frau im Elsaß/ lange Zeit ihrem um Göttliche Hilfst und beystand desEhe gemahel beygewohnt/ aber ohne müthigan/ damit solches vorhabendesLeibs-Erben. Deßwegen wohin Merck ein erwünschten Fortgang gewin-sie ihr Haab / und Güter verschaffen ne/ und da sie disem nach zum Rheinsolten/ auch in Zweifel stunden. Ka- kamen/ trugen sie die Stein mit garmen zu raht ein Gelübt zu St-Ottilia geringer Müheherauß/ solcher gestalt/zuthun / als solches ins- Merck gestelt / was sonsten zwaintzig Mann von derund verrichtet worden / empfienge / und Erden nicht erheben möchten / oder besgebahr die Frau ein Tochter/ darab wegen; daß thätten ihrer fünff/ oderdie Frau wenig erfreuet; dann sie ein sechs / darumen sie alle GOtt DancksMännlichen Erben darfür gehossethet- bahr waren/ und lobeten ihn/ und S.te. Hielte verwegen mit ernstlichem Verenam wegen ihres grossen-VersGebe« bey S. Ottilia um noch ein dienst/ und also wurden die Steinandern Erben an ; gebahre aber darauf glücklich gehauen/ und in den Grundwider ein Tochter/ ab welcher die Frau besagter Kirchen gebracht,eben so wenig/ als ab voriger erfreuet

wurde: liesse doch nit ab mit serrnes Eins Jahrs zur Erndzeit geschahe c«?.rcm Bitten bey der H.Jungfrauenum es daß der Rhein um Zurzach also anein Manns - Erben anzuhalten. Nach Wasser zunähme / daß die Felder in «ßwk?'dem sie aber die dritte Tochter gebahr/ der ebne/und die Thäler/auf wel- ohn schabn,und übler als zuvor deßwegen zufriden/ chen das liebe Geträid stunde/ der- vonde»auch darüber erkranckete/ und sehr be- Massen überschwemmet: daß man sich NAAkümmert wurde: da erschine ihr in di- der Einsammlung der Früchten gantz °sem Zustand die H. Jungfrau Ottilia/ entschlagen bette/ da wenden die be-zu ihr sprechend : waß betrübst/ und trübte Znnwohner sich zu der Ruhe-kümmerst dich vil / warum bist du so statt / und Begrstbnuß S. Verenä /kleinmüthig ? was du von mir begehrt/ flehentlich bittend/ daß sie ihnen beyund ich von GGtt erhalten können / GOtt erwerbe/ damit sie der Früchtenhab ich gethan: Aber die Gnad hab nicht beraubt werden / und derer zuich nit daß ich dir Söhn erwerbe/doch zeitlicher Nahrung/ und Auffenthalsist ein andere H. Jungfrau mit Nah-- tung gemessen mögen. Nach demmen Verena/dise hat solche Genad. sie vom Gebett aufgestanden / und mitAb dem die Edle Frau wohl getröst / Creutz / und Fahnen auf das Feld hisihres Herren Priester gefragt: wo doch nauß gierigen/ in ordentlicher Proceftgenannte Jungfrau begraben/und ver- sion/ S. Verenä Heylthum mit sichehret werd ? da wisen sie dise aufZur- tragend / und derer Fürbitt innstänszach : darauf sie mit ihrem Herren dort dig anrüstend/ da hat der gütige GOtthin gezogen/ S> Verenä Begrstbnuß seine Gnad wider Vätterlich erscheinenbesucht/ ihr Opffer alldaaufgeopfferet/ lassen/ und zusehent ertheilt. Dannund ihr Gebett verrichtet: von bannen alsobald vor männiglichen Augen ver-wider nach Hauß sich begeben. Bald luhre sich das Gewässer wider in den