Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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te-H. Märtyrer fünffhur.dert/ und zwey sen Münster weitlauffiger gesagt wirdJahr alida gerastet Hütten / und die in meinem Buch der Llöstem einer löb-Marter im Jahr Christi z 12. oder zog. lichen Eydgnoßschafft / so ins künfftigüberstanden / führte Kühler Larolus geliebts GOtt auch solle in Druck kom-nachnrahlen den gantzen Leib Exuperan- men. Der allmächtige GOtt erzeigtetij mit sich gen Trier / und vergabete auch vil Wunderzeichen/ Gaben / unddenselben diser Statt. S. Felix aber/ Gnaden den Menschen / durch Fürbitt/und Regula liesse er zu Zürich / in dem und Verdienst diser glorwürdigen Heilt-von ihm erbauten Münster/ deren Gra- gen die doch noch Ms unbekand / und zuber wurden im Jahr deß HErrn 877. diser Zeit der Veränderung der Religi-von dem Bischoff zu Costantz / Pante- yn verborgen ligen zu Zürich. GOttchone mit Nahmen / aus bitt Berthä wird es aber zu seiner Zeit / und nachder Abtißin zu Frauenmünster/ geöff- seinem Wollgefallen auch noch an demnct / und transferiert / von welcher Tag geben / als nur tröstlichEröffnung / und Erbauung deß gross verhoffen.

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Heil. Gaudcmij Bischoffs / und Märty-rers Leben/und Todt.

Den sie im zoa. Jahrvor und nach : um Christlichen Glaubens willen/in der Grafschafft Eleven in Rhetia / überstanden.

S. Fidelis Leben hat der Heil. kerru^ Dsmisnus bescheiden/ welchesim 7. Tj^il / oder i'omo der Heiligen/ deß hochberühmten VattcrsL.su-renu, 8 .r., Carthäuscr Ordens zu Cölln / auf den 28. Tag Weinmonatszufinden / und zulesen ist. Dises H. Märtyrers gedenckt auch der Hoch-würdig O^lse tjsronius Lsrä. k. ?ecrus Lsniüus 8oc. ^elü, M lhrtN l^lsr-

ryroloZ'j^, auf gesagten Tag : Item Johann Guler von Wcineck/ undFortunatus Sprecher von Berneck / beyde Ritter / in ihren Lateinischen/und Teutschen Rhetischen oder Graupündischen Chronicken. Item dasneu / und alt Churer Brevier auf den andern Tag Augusti / daraus wirdas Leben genommen. Item ^ombrnius 5omo r. vic« Ssnaoi-uw.

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ER Heil. Jüngling Fideliswar von fürnehmen / undAdelichen Eltern gebohren/und mit Weltlichem/ oderZeitlichem Hab / und Gutwohl begäbet / da er inFreuden/ Wollust/ und hohen Ehrenin der Welt hätte können leben / ver-achtete er alle dise Ding/ und übergä-be sich in eines Andächtigen. BischosiSZucht / und Gehorsam um der liebeGOttes willen. Dardurch er zuerken-nen gäbe / daß er nicht das Zeitliche /sonder vilmehr das ewige suchte. Unddieweil er die gefangnen Christen/undHH. Märtyrer gern heimsuchte / undverehrete ; ward er mitler Zeit vonGOtt würdig geacht worden / um sei-nes heiligen Sohns JEsu Christi wil-len / sein Blut zu vergießen / und dieMarter-Cron zuerlangen. Aber nicht

allein diente/ und besuchte unser Heil.Fidelis die gefangnen Märtyrer / undDiener GOttes mit Demuth/und Amdacht / sonder vilmehr bcmühete er sichaus Liebe / und grossem Eyffer / dieHeiden / und abgöttische Menschenvon ihrem Irrthum / und Blindheitjubekehren.

Damit er aber bessere Gelegenheithaben möchte GOtt dem Allmächtigendesto mehr Seelen zngewünnen / undsie ZvbekehremZvge er in frembde Land/und begäbe sich in das Kriegswesen /bienete vil Jahr seinem Obersten mitallen Treuen / wie es emem ehrlichenSoldaten zusteht : Beyneben vergaseer seiner Seelen Heyl auch nicht/hiel-te sich unstrüffllich / Christlich / undGottseelig / und seinem Nebeumenschenunschädlich/ und unnachtheilig ; über

Cs?. r-Fidelis be-gibt sich i»das Kriegs»weftn.

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