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8. Lpilcopus, 5c Usrl^r.
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Von St.GaudensElkcrm /und Vat«lerland.
8on dem Beiligeii Mudens / N
schoff/ und Märtyrer.
Im Jahr Christi Z68. den L Ättgusti Selittett«
sJn grosser Unverstand/undThorheit were es / Gün-stigerLeser/ wann wir denHeide» etwas vorgeben /die ihre gelehrtiste Männer/und fürnehmste Kriegs -Helden/wie auch andere ihre Künst-ler hochrühmlich / und aufs fleißigstebescheiden/ ihre Künst/ Streit/ undMannheit außgestrichen/undmitLob-schrifften gerühmet; Wir aber der lie-ben Heiligen GL>ttes Leben/ Mar-tyr/ und grosse Bußwerck verschimlen/verderben/ und der Menschen Gedächt-nuß zu mehrerem Exempel deß Christ-lichen / und GOtt wohlgefälligen Glau-bens verschwigen / und underdruckt sol-len lassen. Wie dann uns mit disetttH. Bischoff/ und Martyer Gaudentiogeschehen ist ; dessen Leben noch bißhe-ro meistenteils / wegen Unfleiß/ undUumercksamkeit der Vorfahren/ ver-schwigen bliben. Damit aber diftr Ed-le Stern und/Rhätier Apostel/nicht garmitler Zeit erloscht werde/so habenwir mit kurtzen Worten sein Leben hieeinführen / und beschreiben wollen.
Der H. Bischoff/ und MärtyrerGaudens war in dem HertzogthumSaphoy in der Statt Eporedia/ odernach anderer Meynung/ Hyporedia(so jetzt verstöhrt/ beyder Rvmerzeitaber im grossem ansehen/und gemalt ge-, wesen ) von zweyen Ehelemhen Gil-berto/ und Pisa/ um das Jahr 309.Als der Christlichen Kirchen der GabstEusebius/ und dem Römischen ReichConstantius Käyser vorstunden / ge-boten; von ihnen auch in dem Heidni-schenWesen nach bestem vermögen ( weilseine Elteren mittelmäßigen Stands/und Reichthum waren ) aufferzogen.Darauffin seiner blüenden Jugend vonseinem Vatter Gilberto gehn Vercell( Wcrtzel ist ein Bischöfliche Statt inPiemont/ nicht ferr von Eporedia ge-legen) zu studieren / und die freye Kün-sten zu erlehrnen/geschickt worden. Daer durch Göttliche Gnad/ und Bey-stand deß H. Geists / mercklich in al-len freyen Künsten zunähme/ deßwe-gen in gute Kundschafft mit dem from-
GaubensWird einChrist/MgetaiA
wen Bischoff Cusebio zu Vercell käme.
Als nun der Bischoff deß JünglingsGaudens Verstand/ Kunst/ und auf-rechtes Gemüth recht erkündiget hette/
Und vorsähe / daß er ein grossen Nutzin der Christlichen Kirchen schaffenkön-te / liebte der Bischoff noch mehr denGaudens/ bekehrte ihn zu dem Christ-lichen Glauben; zeigte ihm den Greueldes Heidenthums / theilte ihme mit denH. Laufs/ nähme ihne auf in die Ge-sellschafft seiner Ehrwürdigen Priester-jchafft/ welche Congregation / oderBruderschafft er Bischoff Eusebius zuVercell (wie auch S- AmbrosiusBi-schoffzu Mäyland in seinen Sendschrei-ben/ und Epistlen bezeuget) eingesetzthette/ und sechsten under ihnen woh-nete/ und lebte/ biß er endlich/ nachvilen Verfolgungen / und außgestande-nen Peynen/ von den Arrianern ver-steiniget worden/ in dem 88. Jahr sei-nes Alters / zu Vercell ausserhalb sei-nes Hauses/ den ersten Tag Augusti/in dem Z70. Jahr Christi unsers Hey-lands.
Wie nun der H. Gaudens diePriesterliche Würde erlangte/ und in tzgird r»allen Tugenden zunähme/ ward ihme dem Pnc«auch Gewalt gegeben worden/ das MWort GOttes zupredigen/ Und denChristlichen Glauben wider die Arria-ner zu verkünden. Disem seines H.Bischoffs Befelch käme Gaudens fleis-sig Nach/ bekehrte mit seinem eyfferigenPredigen ein grosse mänge der Heiden/und der Arrianer - Zöge auch von Ver-cell in die Lombardey/ in die gewaltigeStatt Novsrigm (Novarren) ZU Trost/und Hilff eines andächtigen / und eyf-ferigen Priesters/ mit Nahmen Lau-rentius/>wider die Arrianer/ welcheVisen frommen Priester Mit Worten /und Wercken verfolgten/ und nichtnachließen / biß sie endlich Visen H.Laurentmm mit samt etlichen jungenKnaben/ so ihme indem Glauben/undfreyen Künsten zu underweisen an-befohlen waren/ schändlich ermörde-ten/ den zo. Apritt. Auß welcherGrab durch einen harten Stein Oelschweissek zu vilen Kranckheuen dienst-lich. Bisihe Lsrtärem Karomum m
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