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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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8. Lpilcopus, 5c Usrl^r.

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Von St.GaudensElkcrm /und Vat«lerland.

8on dem Beiligeii Mudens / N

schoff/ und Märtyrer.

Im Jahr Christi Z68. den L Ättgusti Selittett«

sJn grosser Unverstand/undThorheit were es / Gün-stigerLeser/ wann wir denHeide» etwas vorgeben /die ihre gelehrtiste Männer/und fürnehmste Kriegs -Helden/wie auch andere ihre Künst-ler hochrühmlich / und aufs fleißigstebescheiden/ ihre Künst/ Streit/ undMannheit außgestrichen/undmitLob-schrifften gerühmet; Wir aber der lie-ben Heiligen GL>ttes Leben/ Mar-tyr/ und grosse Bußwerck verschimlen/verderben/ und der Menschen Gedächt-nuß zu mehrerem Exempel deß Christ-lichen / und GOtt wohlgefälligen Glau-bens verschwigen / und underdruckt sol-len lassen. Wie dann uns mit disetttH. Bischoff/ und Martyer Gaudentiogeschehen ist ; dessen Leben noch bißhe-ro meistenteils / wegen Unfleiß/ undUumercksamkeit der Vorfahren/ ver-schwigen bliben. Damit aber diftr Ed-le Stern und/Rhätier Apostel/nicht garmitler Zeit erloscht werde/so habenwir mit kurtzen Worten sein Leben hieeinführen / und beschreiben wollen.

Der H. Bischoff/ und MärtyrerGaudens war in dem HertzogthumSaphoy in der Statt Eporedia/ odernach anderer Meynung/ Hyporedia(so jetzt verstöhrt/ beyder Rvmerzeitaber im grossem ansehen/und gemalt ge-, wesen ) von zweyen Ehelemhen Gil-berto/ und Pisa/ um das Jahr 309.Als der Christlichen Kirchen der GabstEusebius/ und dem Römischen ReichConstantius Käyser vorstunden / ge-boten; von ihnen auch in dem Heidni-schenWesen nach bestem vermögen ( weilseine Elteren mittelmäßigen Stands/und Reichthum waren ) aufferzogen.Darauffin seiner blüenden Jugend vonseinem Vatter Gilberto gehn Vercell( Wcrtzel ist ein Bischöfliche Statt inPiemont/ nicht ferr von Eporedia ge-legen) zu studieren / und die freye Kün-sten zu erlehrnen/geschickt worden. Daer durch Göttliche Gnad/ und Bey-stand deß H. Geists / mercklich in al-len freyen Künsten zunähme/ deßwe-gen in gute Kundschafft mit dem from-

GaubensWird einChrist/MgetaiA

wen Bischoff Cusebio zu Vercell käme.

Als nun der Bischoff deß JünglingsGaudens Verstand/ Kunst/ und auf-rechtes Gemüth recht erkündiget hette/

Und vorsähe / daß er ein grossen Nutzin der Christlichen Kirchen schaffenkön-te / liebte der Bischoff noch mehr denGaudens/ bekehrte ihn zu dem Christ-lichen Glauben; zeigte ihm den Greueldes Heidenthums / theilte ihme mit denH. Laufs/ nähme ihne auf in die Ge-sellschafft seiner Ehrwürdigen Priester-jchafft/ welche Congregation / oderBruderschafft er Bischoff Eusebius zuVercell (wie auch S- AmbrosiusBi-schoffzu Mäyland in seinen Sendschrei-ben/ und Epistlen bezeuget) eingesetzthette/ und sechsten under ihnen woh-nete/ und lebte/ biß er endlich/ nachvilen Verfolgungen / und außgestande-nen Peynen/ von den Arrianern ver-steiniget worden/ in dem 88. Jahr sei-nes Alters / zu Vercell ausserhalb sei-nes Hauses/ den ersten Tag Augusti/in dem Z70. Jahr Christi unsers Hey-lands.

Wie nun der H. Gaudens diePriesterliche Würde erlangte/ und in tzgird r»allen Tugenden zunähme/ ward ihme dem Pnc«auch Gewalt gegeben worden/ das MWort GOttes zupredigen/ Und denChristlichen Glauben wider die Arria-ner zu verkünden. Disem seines H.Bischoffs Befelch käme Gaudens fleis-sig Nach/ bekehrte mit seinem eyfferigenPredigen ein grosse mänge der Heiden/und der Arrianer - Zöge auch von Ver-cell in die Lombardey/ in die gewaltigeStatt Novsrigm (Novarren) ZU Trost/und Hilff eines andächtigen / und eyf-ferigen Priesters/ mit Nahmen Lau-rentius/>wider die Arrianer/ welcheVisen frommen Priester Mit Worten /und Wercken verfolgten/ und nichtnachließen / biß sie endlich Visen H.Laurentmm mit samt etlichen jungenKnaben/ so ihme indem Glauben/undfreyen Künsten zu underweisen an-befohlen waren/ schändlich ermörde-ten/ den zo. Apritt. Auß welcherGrab durch einen harten Stein Oelschweissek zu vilen Kranckheuen dienst-lich. Bisihe Lsrtärem Karomum m

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