Erbittetvon GQttein Dron«um-
< 7 ap. s.Bauet cmKirchen /und Wohn«statt.
Führt enlH. strengesLeben-
8. 6LK.UH.AU8, , Lc^iarc^r.
da er das schön Geleut zu drey under-schidlichen mahlen gehört/ hielte er dar-für/ das es ein übernatürlich Geleutwäre/ (sintemahl in dlser Landschafftkeine Glocken warenzusinden)dancke-teer G-Ott für die grosse Gnaden/undals der Tag anbräche/ machte sich Hy-merius Weegfertig dem Älockenkiangnachzusetzen ; käme mit geleyd einesEngels wider gen Susingo sein ersteWohnung/ in ein lustiges Land/ inwelchem der Klockenklang erschallete /da schnitte S. Hymerius von einemBaum ein Zweig/ welchen er von derRinden loß gemacht / und in die Er-den gesetzt / auß welcher alsbald einschönner Bronnen entsprungen / so nochaus den heutigen Tag quellet/ und S.Hymerij Bronn genennet wird / zuvilen Kranckheiten dienstlich / undheylsam.
Ab disem ergötzlichen Bronnen -Huelcrfreuete sich S. Hymerius hertz-lich/ danckete GOtt um bescherte Gut-that/ erkennete darauß/ daß er vondem heiligen Engel an diß Orth gefüh-ret / daß uberig seines Lebens im DienstGOttes allda zu vollenden. Da-rum erwählte er ihm disem Platz zueiner Wohnstatt/ bauete Miller Zeckauß milter Hand frommer Znnwoh-nern / ein Kirchen zu Ehren S. Mar-tini Episcopi Turonensis / welches hei-ligen Gebetn und Reliquien er mit sichdahm gebracht. Es hat auch diftrH. Hymerius ein neue Weiß / undstrenge Form zuleben/ und GOtt zudienen angestellt / dann neun gantzerJahr in denen er noch dises Orths ge-lebt ; war sein gantz thun ein unab-lcißlicher Kampff wider die Welt / dasFleisch / und bösen Feind / Betten /und Betrachtung Göttlicher Geheim-
nuß war sein Übung / sein Ligerstattwar ein Haussen Stein/ wann er da-rauf auß natürlichem Antrib sich zuRuhe legte/ nähme er noch Aschen fürdie Rasen / daß er solche im Schnauf-fen ansich zöge/ dardurch den Schlaffminderte / und dem Fleisch die Erb-lichkeit abschnitte. Sein Speiß wä-re ein Gerstenbrod/ auch mit Aschen /und Wasser besprengt/ asse underwei-len etwas wenigs darvon zu Vesper-zeit/ oder wann die Sonne zu Gna-den gieng/ und zwar erst übern drittenTag/ mit grosser Abstinentz. Dieandere Zeit vollbrachte er mit Betten/Fasten/und Wachen. Solches un-sträsflich Leben übte S. Hymerius wiegesagt/ neun gantzer Zahr mit merck-licher Vollkommenheit; darnach wur-de er Kranck/ und da er sein hohesAlter erwogen/vermerckte er sein Sterb-stündlein nicht fern zu seyn/ liesse sichin S. Martini Kirchen welche er auf-gebauen/ tragen: in welcher er nachverrichtet Beicht/ und mit dem Hoch-heiligen Sacrament des Altars verse-hen/ den 12. Noyembris/ under demGebett so er mit seinen Brüdern / undPriesterschafft / mit Eyffer/ und An-dacht verrichtet/ sein H. Seel / undGeist / GOTT seinem Schöpffer/ undHeyland aufgeopffert/ und zur ewigenFreuden aufgefahren. Wie ange-nehm aber GOTT dem HErren seinLeben/ und Tod gewesen/ bezeugenvll-und manche Wunderzeichen/ wel-che doch wegen länge der Zeit/ und derMenschen Unfleiß in Vergessenheit kom-men seynd. Sein heiliger Leib würddurch seine Brüder in gemelter KirchenS. Martini ehrlich begraben/ undwird der Kreiffenklau voller Heylthumin der Stisstkirchen zu Delsperggezeiget/ und gesehen.
gen Gcrmani BmedictincrOrdens/understell Abts deß Klosters oranck . imMünsterchall/ Baßlcr Bistums gelegen.
Lebte im Jahr Christi 6c,o. und hernach/ stürbe den 2 i. Februavij.
Diß Leben hat bescheiden Bobolenus ein Priester / welcherin der Vor-red an die Geistliche Brüter veicoiam»^ruäcmuQäuw, öc dliZoü-iäum,
sagt/
/
ksnis tulr.cirenrikr.
Stirbt
Goltseeli-.