Sr
Von dem Heiligen Gallo/
S-v.
S-Colum-ban kommtmit Gallo/und anderngen Arbon-
Schiffenvon bannenim Boden«sceaufBre-gcntz Er-wöhlekenallda in ei-ner Wild-ling den ei,nerCavell
juWoyncn.
widerspennige Jnnwohner/ nicht außForcht der Verfolgung sonder auß Be-gier!) mehrer Seelen Heylzubefürdern/und durch Predig/ lind Ermahnungenzum Christlichen Glauben zubringen.
Von bannen käme er gen Arbonam Bodensee/ so ein Alter Sitz derRömer / fünde allda einen frommenGottsförchtigen Priester Willimarum /diser so bald er die Heilige ersehen /spräche: Gebenedeyet ist der da komtim Nahmen deß Herren ; welchem derH. Mann also geantwortet/ der Herthat uns auß Frembde hiehero versam-let. Willimarus nimt ihn bey derHand / führet ihn in die Kirchen/ vondannen in die Herberg : Als sie demHauß den Frieden gewünscht/ ihrenLast abgelegt/ und zu Lisch kommen /redete S. Gallus aufGeheiß S. Co-lumbani von Göttlichen Sachen/ underörterte hohe verborgene Geheimnußder Wahrheit/ also daß sich Willima-rus des Weinens nicht enthalten möch-te. Und als er sie siben Tag beher-berget/ mit Speiß / und möglichenEhr/ und Diensten versehen/ und er-halten/ fragte S. Columbanus genan-ten Priester : ob er nicht wüßte einOrth der Wüsten anzuzeigen/ welcheszur Wohnung Klösterlichen Lebens die-nere. Deme Willimarus zur Ant-wort gäbe/ daß in der nähe ein Orthsey / in dem ein alt verfallens Gebäu/auch Wahrzeichen eines guten Bodensfür Früchten bequem/ und hohe Bergherum seyen/ auch ein geraume Wild-nuß allernächst bey Bregentz / und alssie von Arbon wölken fortziehen / ver-ordnete ihnen der Priester ein Schiff-lein / und Ruder darauf. Als sie zu-vor den Nahmen GOttes angeruffen /schifften sie Bregentz zu. Nach demsie auß dem Schiff gestigen / gehen siein ein Capellen/ in S. Aurelia Eh»gewyhen; nach verrichtem Gebett be-schauen sie dem Platz / und Orth/ denliessen sie ihnen für ein Wohnung ge-fallen/bauetenmitler weil etliche Häuß-lein um die Capellen : In welcher siez. verguldte Ertzine Bilder ersehen /an der Wand angehefft / welche dieJnnwohner/ nachVerlassungdes H.Altar-Diensts pflegten anzubetten/undOpfferung zuthun / von denen sprachensie; daß seynd die alte Götter/ undBeschirmer dises Orts/ durch dererHilff/ und Trost wir/ und alles da§unserig biß auf den heutigen Tag kanbestehen / und erhalten werden. Da-rauf befähle der heilige Columbanusdem heiligen Gallo/ er solle demVolckzusprechen / und ihnen ihre Irrthum-«verstehen geben/ damit sie sich bekehr-
ten ; dann er hette solche Gnay vonGOtt / daß er nicht allein Lateinisch /sonder auch Teutsch könnte reden/ undals derselben Capellen Fest verbanden/versamlete sich Mann/ und Weib in-grosser Anzahl / theils wegen des Fests/theils aber die Frembdling zusehen/ vonderer Ankunfft sie gehört hette«. Da-rauf fienge der Heilige an ihr Irrthumanzuzeigen / ermahnete sie von demeabzustehen/ zu dem Weeg der Wahr-heit zuschreiten / zu dem wahren GOtt/in dem das Heyl/ das Leben/ und dieAuferstehung ist/ sich zubekehren/ unddenselben anzubetten/ und zuverehren;griffe in beyseyn diser aller zu den Gö-tzen / zerschlüge sie zu Stucken/ undwarffe sie in den See. Als sie disersehen/ bekehrten etlich sich von derAbgötterey / bekenneten ihre Sünden/Und dancketen GOtt/ der sie solchergestalt erleuchtet hette. Andere abermittenden wegen der erschlagnen Gö-tzen/ und Mehreren mit Schmach/ UndTreu - Wörter nach Hauß. Hieraufliesse derH. Columbanus Wasser brin-gen/ segnete es / und besprengte die Ca-pellen darmit; thäte S. Aureliä Heyl-thum da in den Altar/ und als derge-weyhen worden / auch diegantzeKirch-weyhung vollendet/ hielte er Meß da-rauf.
An disem Orth verblibe der H. Co-lumbanus mit seinen Gefährden dreyJahr/ etliche auferbaueten Cellen /andere rüsteten den Garten zu/ undpflantzten darein: der Heilige GallusVerstrickte Fischgarn/ hüt mit der HilffGOttes so vil gefangen / daß die Brü-ter an Fischen kein mahl Mangel hätten.Als der H. Gallus in einer stillen Nachtseine Netz außgeworffen/ hörete er ei-nen Trüffel von dem nächsten Berglaut schreyen/ und einem andern/ wel-cher sich in dem See aufhielte/ zuruffen;disem Antwortet der Teuffel im See/daß er vorhanden wäre/ darauf sagteder auf dem Gebürg-. Stehe auf/undhilff mir die frembde Männer auß disemLand zuverjagen/ weil sie mich auchauß meinem Tempel außgetriben/ mei-ne Bilder verschlagen/ mein Volck ih-nen anhängig gemacht; lasse dir meinSchmach angelegen seyn. Aufbißgäbe der im See zur Antwort: Achwas du von deiner Schmach fürwen-dest/ daß empfi^e ich selbst ; dann ei-ner auß ihnen drucket mich in den Seeverstoret mir das meinig/ also daß ichseme Netz nicht mehr brechen kan/ Luchihme weder List noch Schaden zufügen;well er GOtt ohn underlaß anruft. S.Gall/ da er dises gehört/ befähle sichGOtt dem Herren noch emsiger/ undbeschwurden den Bösen Feind von dan-
S. Galt-
verkündig»
den Jnn-wvhnerndas EvWgelium.
e->p. 4-S- Gall-fischet imBodrnsee/und Hörerder Trüffelklag.