Abt/ und Beichtiger
Vertreibet
die böse
Heister.
Colum.«an und dieWge wer.ve von dan«^kn widervonGunjo,ue abgerri«
L-p. 5 .Ziehen vonbannen inJtaiiam-E. Gallwegen deßFiebersbleibt MaMekiichprüderen.
nen MMichen/ und miemandsweitzu-beleydigen. Und als er wider außge-lendet/ erzehlte er seinem Abt was ergehöret/ diser gehet in die Kirchen/und fordert durch ein Zeichen die Brü-der zusamen; eher sie aber zusingen an-gefangen/ höreten sie ein greulich Heu-len/ und Geschrey/ welches die böseGeister auf den Bergen erweckt; daßverursachte/ daß die Diener GDttesdesto eyfferiger anfiengen zu betten /und Göttlichen Schutz/ und Barm-hertzigkeit begehrten. Nicht lang her-nach wurden etliche Innwohner/ so derAbgötterey noch ergeben / auß Mißfal-len / und Verdruß/ daß ihre Götzenvon ihnen zerschlagen waren/ entzün-det/ und ausruhrisch : zogen ihren Her-tzog Guntzonem an sich/ verklagten dieDiener GSttesbey ihme/ fürgebend;die gemeine Jägerey/ und Fischereywerde von ihnen verderbt : Als derHertzog dises hörete / wurde er entrüst/schickte nach ihnen/gäbe Befelch sieauß dem Land zuvcrweisen. Dawurden den Brüdern ihre Kühe genoh-men/ und wurden in unwegsame Orthabgeführt. Zween auß den Brüdernfolgten denen alsbald nach; welche dieDieberschlagenhaben/auch alles/ daßsie bey sich gehabt ihnen abgenohmen/und zogen also darvon. Die übri-ge Brüder verwunderten sich warumdie zween so lang außbliben/ schicktenandere nach ihnen/ welche sie Tod ge-funden ; nahmen derer Cörper aufchreAchölen/ und trugen sie zu ihrer Ca-pellen. In solcher Betrübnuß komtauch Bottschafft vom Hertzog/ der ih-nen das Land zuraumen Befelch ertheilt/daraufdeschlussen sie einhellig in Jtali-am sich zubegeben. Weil aber der hei-lige Columbanus seine Brüder sehrbekümmert sahe/ spräche er ihnen Vä-terlich zu : Er sey guter Hostnung /GOtt der Herr werde ihnen Agilulphumder Lombarder oder Italiener Königgeneigt/ und willig erzeigen/ und einfridsamme Wohnung weisen.
In dem sie allbereit die Reiß zuver-richten fertig/ dahat urplötzlich denH.Gallum ein Fieber angestoßen / deß-wegen er seinem Abt zu Fuß gefallen /und ihme angezeigt / wie er mit demgrossen Fieber behafftet/ die fürgenom-mene Reiß nicht trauere zuvo..bringen.Der Abt bildte ihm für, es liesse ihmder heilige Gall dijen Orth / da er so vilMühe / und Arbeith gehabt / zuwohlgefallen / und deßwegen der weitferti-gen'Reiß sich beschwerete; spräche zuihme: Bruder ick achte das / weil duso vil für mich verrichten / und thun sol-lest / dise Reiß dir beschwärlich zusein.
l>. k'. klurer, Die 4- Schwel-.
Aber diß befehle ich dir in meinem Ab-schid/daß du/so lang ich leben werde /rein Meß haltest/ und da er ihme erlaubtfür sich selbst zuleben / zöge er ab vonihme. Nach derer Abzug / legte derheilige Gall seine Netz / und Haußge-fahrtlein in ein Schiff / und fahret mitseinen zweyen Mitbrnderen / und Cle-ricis / Magnoaldo / und Theodorico( welche ihm der heilige Columbanuszu Trost gelassen / über See nach Ar-bon/ zum Priester Willimaro/ und daer dem sein Netz übergeben/ erzehlte erihm mit weynenden Augen / was sichmit seinen Mitbrüderen verlosten : be-kennet ihme darbey die Ursach seinerKranckheit/ bittet den um Pfleg / undBeystand. Willimarus empfanget denheiligen Gallum gar freundlich / über-gibt deme allernächst bey der Kirchen einHauß zu seiner Nothrrufft/befähle sei-nen zween Gefährten / Magnoaldo /und Theodoro / daß sie mit allem fleißihme pflegen / und auswarten sollen.Über etlich Läg hat die Kranckheit sichgemiltert/ daß er wider zu Krästten ge-langt / und endlich gar gesund worben.Der fromme Priester Willimarus / hät-te ein Caplan/Hildebald genannt / di-ser hätte aller Weegs / und Gelegen-heiten der Wildnuß kundschafft; danndeß Fischen / und Habichsfangs wegenpflegte er die Wildnuß offt durchstrei-chen / und alle Winckel zuerkündigenWeil dann der heilige Gall mit dem inFreundschafft gerathen / fragte er den-selben / ob er nicht in der Wüste einDrth ersehen / in dem er wohnen möch-te / dann er grossen Lust hätte seinesLebens übrige Zeit in einer Wüste zu-vollbringen? deme gab der Diacon zurAntwort r dife Wildnuß hatte vil Was-sers / sey gantz rauch mit Bergen um-fasset / hätte krumme umschweiffendeThäler / in welchen vil grausame Thier;dann neben den Hirschen / und derglei-chen Wild / so nicht so gar schädlich /habe es auch Bären / wilde Schwein/und reißende Wölff. Deßwegen be-sorgte er / wann er ihn darein führensolle/ er dörffte von denen angefallen/und aufgeriben werden. Der Heil.Gall aber sagte: Ist GOtt mit uns /wer kan uns zuwider seyn ? so ist gewißdaß denen die GOtt lieben / alles zumbesten gereichet; der Danielen» in derLöwengrnben errettet / kan auch unsvon solcher Thier Gewalt erledigen :Darauf der Caplan / er solle in seinTaschen / was er bedürfftig mit nehmen/Morgens wolle er ihn dahin führen.Ist also der heilig Gall den gantzenTag nüchttr verbilden / und biß ausden andern Morgen innständig dem Ge-best obgelegen.
L » Mor-
Komi krackWider genArvon.
Suchtedurch anlebkunq Hilde-bald! in derWildknußein Woh-nung.