Abt/ und Beichtiger. rrr
ven daselbsten deß Heil. Manns Leib Grab Herfür gierig/ und sprach zu ihm:gantz unversehret/ als wäre er erst vor Warum schloffest ouallhie an disem Ort?wenig tägen vergraben worden/ allein als der Stumm aufsolches nichtkönn-das äusserste eines Fußes/Hatte von des te Antworten / sprach widerum der Al-Wassers wegen / so daran gestoßen/ und ke zu ihm: stehe auf und wisse / daß dugeronnen / die Färb um etwas verlohn hiemit dein Red-und Gehör erlangtren / und wäre gleichsam eingeschmur-- habest ; aber lasse deine Klaffen hie li-ret/ also müßten die Brüder/ und gen/ gehe von dem Kloster hinweg /männiglich erkennen / daß ihme -och- und sage niemands was die begegnet- Maro unrecht geichehen ward / weil sein sey. Darauf stunde der Arme auf /unversehrter Leichnam/ seiner Jung- gieng eylends zu dem Kloster hinauß,frauschafft / und Unschuld Zeugnuß ga- und käme noch selben Abends in einesS. Oth- be. Sie erhuben den Heil. Leib mit reichen Manns Behausung; der ftag-höchsten Freuden/ legten ihn aus ein te ihm woher er käme ? er sagte/ und'E Schiff/ zündten bey demselben zwo erzehlte Ratcoro dem reichen Mann denKertzen an / eine zu dem Haupt / die gantzen Verlaust / wo und wie ihmeander zu den Füssen/ und fuhren da- seiner Red/ und Gehör halben geholftmtt den Rhein / und Boden See nach fen worden. Ratcorus glaubte demSteinach hinauf. Es erhübe sich a- Armen nicht / lasset ihn behalten / undher ein grosser Wind/ und Ungewitter ziechtnoch dieselbige Nacht in das Klo-auf dem See / jedoch denen die auf dem ster / findet auf dem Grab die Klaffen/Schiff waren/ begenete kein Verhin- fragt bey denen/ die ins Kloster mitdernuß/ die Wasserwellen weichten al- dem Stummen kommen waren/ undlenthalb.en von dem Schiff/ und fiele aber von dem Miracul noch Nichts wüß-in dasielbig kein tropffen Wassers oder ten/ fleißig nach/ obste einen solchenRegens seynd auch die Kertzen so bey Stummen zu einem Gefährten gehabt/dem Heil. Leichnam angezündt/ bren- und erfahret / daß alles war sey / wasnend / nie außgelöscht worden/biß man er von dem Stummen gehört hatte,in das Kloster kommen ; da ward der Ein andermahl käme ein Blinder inH. Leichnam mit einer herrlichen Proc- das Kloster/ begehrte selbige Nacht inceßion / Freuden/ und grosser Andacht die Kirchen zu der Metten ( war an ei-empfangen/ins Münster St. Galli nein Sonntag) seyn Gefährt aberbegleitttt/ und zu nächst bey St. Jo- wolle ihn nicht führen; da er sich des-hannis Baptistä Altar/ un einem Sarch sen übel gehebte / erbarmet sich letstlichbegraben. Es trüge sich bey diser über ihn ein Jüngling/ der auch zuge-Translation oder Erhebung deß Heil. gen/ aber also Lahm an allen GlidernOthmari/ noch einander Wunderzei- war / daß er niergends konnte hinkom-' ' chen zu. Die Brüder im Schiff hat- men änderst/ dann auf den Händenten ein kleines Lägelein oder Fläsch- kriechen. Der stunde von dem Bethlein mit Wein bey sich / auß welchem auf/ und führte den Blinden/ wie erjeder kaum etwas wenigs versuchen könnte / in die Kirchen. Da kamenmöchte. Als sie zu Zeit deß Essens sie ungefähre zu dem Grab deß Heil.zusamen fassen / und aus solchem Othmari/ und weil es dunckel war /truncken / hat sich der Trunck m dem- stresse der Lahm an dem Grab an/ daßselben wunderbarlich also gemehret/daß er zu Boden fiel/ und fieng Hefftig aues nicht könnte gelährt werden/wie zuschreyen. Ab welchem Geschrey dervil auch darauß genohmen wunde / Blind erschrack / flöhe wie er könntebiß sie entlich alle die Nothtursst em- von bannen. Dem Lahmen aber ka-pfangen. men alsbald seine Glider zurecht / stun-
de von dem Boden auf/ ward gesund/Und könnte jetzt selbst wandten. Es5. Nun ward der H. Leib erstlich in war ein Clericus / oder geistliche Per-St, Galli Münster/ zu nächst bey S. söhn auf ein Zeit in das Kloster kom-Iohannis Baptistä Altar / wie oben men/ die war an beyden Händen alsovermeldet/ in einem Sarch begraben/ contratt / und lahm / daß er mit den-und als ein Armer/ so von Kindheit selben gar nichts könnte schaffen; dannauf Gehörloß/und Stumm war/auß seine Finger waren einwerts in dieAndacht mit seinen Landsleuthen in Händ gebucket / die Nägel wuchsendas Kloster käme; da legte diser arme ihm in das Fleisch biß auf die Bein /Mensch sein Klaffen/ die er zum bett- daß er ohn UnderlaßgrossenSchmertze«len brauchte/ aufS- Othmari Grab / lidtt / die Händ ihm fauleren / Und er-und Bettete/ entschlieff dazwischen / ^nenbösen Gestanckvon sich gaben. Dt-da erschine ihm in dem Schlaff ein al- sein / als er nahe bey deß H. Mannster Mann in Mönchs-Kleidern/ mit Grab stunde/ fiengen alsbald an ferne"glantzendem Angesicht/so aus dem Finger nach einanderen sich außzustre-
cken/
Ein lahmer
Jüngling
wirdgcsund.
Ein Eon.Mieter undkahmcrwird ge-sund-