Ein Sah.wer wir»Srslind.
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Abt/ und
den / bald an Reisten / und Bandengefählet hatte / letstlich da sie all ihrArbetth vergebens sahen / erkennetensie daß sie unrecht gethan hatten; ka-men auf den Abend in die Kirchen / undbegehrten Verzeyhung ihrer Mißhand-lung / verrichteten ihr Gebett / undrrzehlten was ihnen begegnet wäre /an solchem Festtag / den der Bischofsgebotten zufeyren / und das Gotts-hauß S. Galli verlobt hatte zuhaltenmit seinem gantzen Haußgesind. Indemselbigen Jahr / zöge ein armer Bett-ler in dem Land herum / aus Franck-reich gebürtig / der von Kindheit auf/einen ellenden / lahmen / und verdor-reten Fuß hatte / also daß er auf zwey-en Krücken müßte gehen. Als diserin dem Lintzgöu / jenseits deß Bodensees war/ erschine ihm in dem Schlaftein ansehenlicher Mann in PriesterKleidern / und sagte zu ihm: Wanndu zu meiner Wohnung wurdest keh-ren / wolte ich dir einen Stab oderStecken schencken / an dem du forter-hin besser gehen könntest. Demantwortet der Arme: Herr ich weißnicht wo dein Wohnung ist / und wo ichsie suchen ioll. Er aber sprach: du soltüber den Bodenfee fahren/ und fleißigmeiner Wohnung nachfragen/ dann sodu dahin wirst kommen/ sollest du we-gen deß empfangnen Steckens erfrutwerden. Damit du aber solches Orthdesto ringer finden könnest / solt du wis-sen daß ich in einem ftembden Haußwohne/und kein eigne Behausung nochnicht habe. Diß Gesicht bewegt denArmen / daß er über See schiffete /und kam späht an einem Tag in einesPriesters Hauß/ allda ihm obgesagrerMann zu Nacht wider erschine / undfragte ihn warum er so lang verziehe/angedeutes Orth zu besuchen. Er ent-schuldiget sich/ daß er wegen Schwach-heit deß Leibs / und daß ihme das Ortunbewüsst/ noch nicht dahin kommenkönnen. Da treuet ihme der H. Mail/wann er nicht eilends an solches Ortsich begeben wurde / solle ihm etwas Är-gers widerfahren. Auft solches machtsich der Arme an dem Morgen früheauff/ käme in das Kloster/ und selbigeNacht wohnete'er der Metten bey. Amfolgenden Tag / welches der Sonntagwar / under dem öffentlichen Amt derH. Meß/ nach gesungenem Evangelioals er kam zu den Staffier,/ nahe beyS. Othmari Grab/ftengen unversehensan seine Gleich an dem presthafften Fußsich zu strecken/ und zu recht kommen/doch nicht ohne grossen Schmertzen / undVergiessung deß Bluts/ also daß erlaut schreye ; die Anwesenden herzuliessen/ das Miracul erkannten / undUurer, Die Schweig.
Beichtiger. rrz
GOtt derum dancketen/ führten auchden Armen zu der Kirchen hinauß / derdarauf in etlichen Lagen gantz gesundwar.
Über drey Wochen darnach kämeein Srum / so von Jugend auf Sprach-loß/ und dort umher wohl bekannt war/an einem Sosttag in das Kloster / be-gäbe sich zu deß H. Manns Grab / undopsserte daseibsten auß Andacht einStücklein Flachs / oder Werck. Indem war ihme unversehens gleichsamem Stoß gegeben / daßerzubodenfiel;fern Zungen sich aufflössete ; und ihmedas Blut zum Mund außfiusse/welche-er mit lernen Händen austastete/ undsolches zur K rechen außrrnge/ da kämeihn darauf em grosser Schrecken an/grenze also von dem Gorrshauß hin-weg ; baß er niemands/ was ihm be-gegnet / anzeigte. AIs er heim kom-men/ redet er die seinigen mit Freudenan/ und erzehlet ihnen/ neben vielenandern / die darzu kamen/ wo und wieer sein Red erlanget hätte; weiche sichzum höchsten ab disem Wunderwerckverwunderten. Folgendren Tag näh-me ihn ein Clericus / oder GeistlichePersohn auß selbigem Ort / führet ihnwiderum ins Kloster/ und erzehlet al-les was sich zugetragen.
' , In demselben 864. Jahr/ hätteein Bnrger vonOrleans inFranckreicheinen Knaben/ der gleichsam an allenGliderenKrum/ und Lahm/ward auffeinem Schiebkärlein gen Rom geführt/um Erlangung seiner Gesundheit. Alser wenig Läg allda gewesen/ war erzu Nacht/durch em Gesicht ermähnet/mit dem Knaben in das Teutschland zuziehen / und in St. Galli Gottshaußzukehren; welcher mit sehr schwüretMühe/ und Arbeit diseReiß auf sichnähme/ und letstlich in dem Gotts-hauß ankäme. So bald sie zu demLeib deß Heil. Othmari kommen/ sien-gen von stund an dem Knaben seineGlider sich außzustrecken/ auch fiele ervon dem Kärlein auf dem Boden /schreyet sehr laut vor Schmertzen / alsodas Grimaldus Abt daselbsten/ samtSalomone Bischoffen zu Costantz/ undHattone IH. Abt in der Reichenau /so iclbiger Zeit bey S. Gallen gegen-wärtig waren/ in die Kuchen kamen/zu sehen/ was bis Geschrey wäre. Dasahen sie den Knaben auf dem Bodenherum wallen/ und sich sechsten vorSchmertzen mit den Näglen zerreißen.Nach dem solches ein wer! gewehret /fienge an die lincke Hand/ so vor Läh-me gantz zugeschlossen/ sich aufzuthuv/der k.umme Hals sich zustrecken/ dasP lin-
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