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schahe/ wurde der Himmel alsbaldmit dicken/ und finstern Wolcken über-zogen/ fienge an zu Haglen/ Donne-ren/ Blitzen/ und Regnen/ daß nichtallein der angefangene Bau zu Bodenfiele/ sonder auch vil under denWerck-leuthen verdürben/ die nicht durchFlucht entrinnen möchten. Hingegengeschahe denen kein Leyv/ so des Heil.Theoduli Festtag feyrlich hielten/ undden Gottsdienst verrichteten. Da-rauß dann geschehen ist/ daß in VisenLanden hernach der Festtag St. Theo-duli andächtiglich gehalten/ und er mitgrosser Reverekitz verehret wird. Alsauch auf ein Zeit ein grosses Ungewit-ter am Himmel sich erzeigte/ wäre ineiner Statt ein Ehrwürdige Priester-und Burgerschafft bewegt / durch ein.öffentliche Proceßion/ und Gebett sol-ches von dem Allmächtigen GOtt ab-zubitten / und zu solchem End ermah-neten die Priester/ und Prediger dasNolck/ sich zu der Proceßion/ und an-dächtigem Gebett zuverfügen. Un-der andern Heylthumer wäre auch deßH. Theoduli Brustbild von einem Prie-ster herum getragen / weil aber dasUngewitter mcht nachlassen wolte/ wä-re der Priester/ so das Brustbild ge-tragen/ Ungedultig worden/ und außgrossem Verdruß / warffe er die Bild-nuß von sich in ein kattige Gruben /sprechende: was thun wir mit dem Wal-lesianischen Bischofs/ weil kein Wallis-ser niemal etwas Guts gethan / oderWunderwerckgewürcket hat/ und zögedarnach mit der Proceßion fort. A-ber die Göttliche Straffblibe nicht langauß ( der seiner Heiligen Unehr nichtungerochen lasset) dann der Priesterwar bald mit einem starcken Schlag /
und Gewalt-Gottes getroffen/ daßer an allen Glidern Lahm zu Beth li-gen müßte/ biß an sein End/ auch al-lein den Verstand / und Zungen brau-chen könnte/ dardurch er die Straff -Gottes erkannte; seine freche Wort/
( so er wider den Heil. Theodulum ge-redt ) beweinete ; Barmhertzigkeit /und Verzeihung seiner Sünden be-gehrte/ auch wie glaublich/ dieselbkgeerlangte/ und in diser Welt abbüßte.
Unferr von dem Land Wallis/pfleg-ten etliche an deß heiligen TheoduliGeburts-oder-Festtag/ ihr Heu aufden Wissen zusammen scharren / undum einen hohen Pfahl ( wie Land ge-brüuchig) als ein Thurn/ oder spitzi-ges Dach aufbiegen/ damit dem Heu/und Embd weder Regen noch Schneeschaden/ sonder das Wasser darüberablausten möchte/ biß sie zu gelegnerZeit solches nach Hauß führen kennten r -Disen bösen Mißbrauch/ und schl chreAndacht/ wolle GOtt nicht längerge-dulten / sonder die Leuth durch ein Vät-terliche Wahrnung zu der Andacht undgrösserer Verehrung deß H. Theodu-li ermähnen. ' Dann als dise Leuthwider an deß H. Festtag Pfähl in denBoden schlugen/ und ihr Heu / oderEmbd darumm aufbiegeten / und nachetlicher Zeit das Heu zu Hauß führ-ten/ fanden sie die höltzine Pfähler zuKoken/ und Aschen verbrannt / ohneinige Verletzung des Heus/ daraußsie erkannten / die Vätterliche Wahr-nung GOttes/ forthin des HeiligestBischoffs Feyrtag mit mehrer An-dacht/ und grösserer Ehrer-bietung zubegehen.
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lichm Wunderzeichen St. Fintani/ ge-bohrnm Schottländers / BenedictinerOrdens/ und Profcß deß GottshaußRheinau.
Stürbe in dem Jahr Christi 827. den i z. ^kovcmb.
S Fintani Leben hat beschriben Anonymus /^urlinr, und ist
bey Herm ^eieülore Heimisfeld Goldastcn / in seinem ersten Iowo, pkinetecuaäs /UleMsaiCLruw rerum tol. z l 8- ZU finden. Att NüNN Goldastus
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