lL2
Von dem Heil. Fintano/ aus Schottland Beichtiger
ruffte er die Göttliche Varmhertzigkeit/und die Verdienst St. Patricrj an /auf daß er von solchem unnatürlichenFraß erlediget werden möchte r in sei-nem Gebett hörte er ein Englische Stimin mütterlicher Sprach: Ruffe an undbitte deinen G-Ott/ und S. Patrici-um Arthmacensem Bischoffen / die wer-den dich erhören/ also war er erhört /und von dem unnatürlichen Fraß ent-lediget. Sein Ligerstatt / und Bethwar der Boden oder ein Brett/ un-trer sein Haupt legte er einen hartenStein / die er auch / da er noch in demConvent war mit einem geringen Tuch/die Gleisnerey zu vermeiden/ bedeckte.Zu Nacht als er vermeinte daß jeder-mann schliesst/ nach einem kleinenSchlafs/ stunde er zudem Gebett aufvor der Metten. Nun begäbe es stchzu einer Nackt / als er seiner löblichenGewohnheit nach/ sein Gebett verrich-tete/ daß ihme der Teuffel in gestalteü es Risen/ erschine/mit offnem Mund/außgehenckter Zungö außgestreckten Ar-men/ und feurigen Augen/ und da derTrüffel den Freund GOttes anfallenwolte/ bezeichnete er sich mit dem H.Creutzzeichen/ da verschwunde der Feinddeß Creutzes Christi von Stund an.
7. Ein Jahr zuvor ehe sich der Heil.S Findani Mann in sein Einöde einbeschlusse/brach-ylndacht zu te er alle Nacht wachent/ und in derEcAl' Kirchen bettent zu. Als er in einer
^ m der Kirchen andächtig bette-
te/ und am künfftigen Tag die Heilig-tümer S. Blasij Bischofs/ und Mär-tyrers / von Rom in das Kloster Rhein-au gebracht soffen werden/ sahe erein schöne weisse Tauben auf dem Al-tar nidersitzen / dahin man des anderntags die Reliquien gestellt hatte/ dieTaub aber flöge letstlich in die Krufftsittlich hinab / da sie verschwunden.Nach wenig verstoßner Zeit/ da er inder Nachr widerum im Münster bette-te / ruffte er S. Blasium mit solchen
. Worten an : H. Blast / der du sowohl als ich in vifem Land ein Pilger/und Frömbdling bist; ich bitte dich/daßdu mir erlangest von dem Allmächti-gen GOtt/ Verzeyhung meiner Sün-den/ und da er solche Wort öffter wi-derholte; hörte er dise Wort zu ihm re-den :,.8eäes ruu in crelo jam climiillgvLcLgr>8 xollw ett. Dir ist nebenVerzeyhung deiner Sünden im Him-mel ein Sitz/ und Thron bereitet. Alser Fintan in seiner Einöde / und ab-gesonderten örtleiff beym Münster derJnsul Rheinau g6pIgZgm8epremrrio-nslem der feiten gegen Mitnacht woh-net«/ und dle Heiligthumer/ mehrge-sagien H. Blasij/ den nachfolgeren
Tag auf den nächstgelegnen Bühel uteinem Um-oder Lreutzgana soffen ge-tragen werden; hätte der Heil. Manngrosse Anmuthung solche auf seinenSchultern zutragen/ aber seyn getha-nes Gelübd / in dem er versprochen /niemahl auß der Jnsul über die Bruckaußzutretten / verhinderte in. Da-mit aber G0tt den Heil. FintaN sei-ner Begird / und grosser Liebe zu S.
Blasio theilhafftig machte/ und geist-lich erfreute / sahe St. Fintan in derNacht ein Gesicht / und bedunckte in /wie er mit einer grossen mänge Volcküber die Rheinbrucken herauß gienge,ihme auf seinen Achslen ein Taubenfasse / und mit ihr liesse umgehn/ nachseinem willen ; von ihme auch zu an- >dern Persohnen flöge/ und wider zumH. Fintano käme nach seinem begehren;darauß erkennete der H. Mann denWillen Gottes/ und wohnete ohn al-len zweiffel der Proceßion bey. Di-ses Gesicht hat der H. Mann auf ih-res grosses anhalten den Brüdern zuPfeffers geoffenbaret/ da er noch beyihnen wohnete.
Auf S. Columbani Tag den 21 . c-p. 3 /Winterm. War S> Fintan mit einer S. FiuMVersuchung/ und Kümmernus ange- AUgriffen/ ober die schlechte und geringe Fleisch BNahrung/ so ihme täglich wie einem armeLEandern Conventsherrn gegeben würd,und den theil so er ihm sechsten abbrä-che/ mit gutem Gewissen den Armenaußtheilen/ und geben dörffte, nit wi-der die Rcgul S. Benedicti / demGottshauß dasseinige verschenckte. Al-so rufite er GOtt / und S. Columba-num inniglich an; darauf er mit einertröstlichen Antwort/ und Spruch ge-tröstet worden. Hernach auf St.
Brigitä der Jungfrauen Tag / liesse ernit ein geringe Zahl der armen Leutennach seiner Gewohnheit, zusamen kom-men ; denen er nach Anzahl der Per-sohnen / und Bedürfftigen / das Fleisch /so ihme als einem Convemual vor»Gottshauß worden/ außtheilte. Alsnun das Fleisch außgeben war; kämenoch zu dem ersten Haussen ein mächti-ge Zahl der armen Lemhen/ sich auchdes Almosens theilhafftig zumachen /und zugemessen. Darab der H.
Fintan wenig erschrocken ; sonder vil-mehr sich erfreut hat / seyn Hoffnungin GOtt setzende/ der mit 5. Broden5000. Menschen in der Wüsten gespei-ftt hat. Also liesse er die stückleirtFleisch im Nahmen des Herren/ lin-der die armen Leit außtheilen; und obschon die Zahl/ mehr dann den halbentheil vermehrt war/ hat doch der H.
Mann jeder Persohn seyn völligen theil, .
und