7Z4 Von etlichen Heiligen/
zugemessen. Dise herrliche Männernähme der Bischofs mit freuden / undDaucksagring gegen GOtt/ auf / lo-bet und preiset den Allerhöchsten/ derihme solche Gehilffen zugesand / welcheseinem Volck / und Underthancn dieGeheinmuß des ewigen Heyls erklärenkönnten. In dem nun der H. Audö-marus die Kirchen zu Morina also re-gierte / und die greuliche Heydenschafftmit der Göttlichen Lehr außreutete /hat er auch undec andern Adroaldumeines grossen Vermögens/ AdelicherStammens/ und Weltlichen Ansehenszu dem Catholischen Glauben bekeh-ret/ und mit demH. Tauffgereiniget:der letstlich alle seine Güter / samt demFlecken Sithin Christo / und dem H.Audomaro / um der Liebe Gotteswillen/ vergäbet/ und geschenckthat.
c-.p Nachdem nun der H. Audomarus
S d- die Distel/ und Dorn der Heidenschasttaußgereutet / und dem Ackerbau Chri-sti mir seiner Lehr geretniget/ hat erein herrliche Kirchen mit grossem Unko-sten zu Stthin auferbauen / zu der Ehrder H. Gebährerin Gottes/ und all-zeit Jungfrauen Mariä / und dieselbi-ge mirvilen Heiligthumerder HeiligenGOttes/ begabet.Als aber die Heili-ge/ und fürtreffliche Männer Mumo-lrnus/ Bertramnus / und Bertinus(welche wunderbarlichek Weiß durchGöttliche Krafft/ in einem Schifsiemohne Ruder / und Wind/ zu St.Au-domarum geführt/ und vonGOttzumklösterlichen Leben entzündet worden )auch anfiengen ein Kloster/ neben demFluß Aginone/ mit Raht/ Gutheif-sung/ und HilffdeßH. Bischoffs Au-domari/ zubauen: war so ein grosserZulauffder geistlichen Männer zu demgesagten Kloster/ daß vor Vollendungder nothwendigen Gebäuen/ alle Cel-ten erfüllet / und Mummolinus zu ei-nem Abt desselben Klosters vom H.Bischofs gesetzt/ und verordnet wor-den. Weil aber Mummolinus Gött-licher Gnaden voll gewesen/ hat ergleich wie ein Cederbaum deß Libaniden lieblichsten Geruch seiner Tugend-ten/ weit von sich außgebreutet; da-hero es auß Göttlicher Schickung ge-schehen/ daß er nach Ableibung Aicha-rij/ auf den Stull der Kirchen Novi-on gesetzt worden/ in welcher Bischöff-licher Regierung er sich 26. Jahr ernst-lich gehalten / und in seinem letsten Al-ter die Bürden des schwachen Fleis-ches von sich abgelegt/ und endlich indie Engelische Vurgerschafft auffgenoh-men worden.
ei» - Nach dem Mummolinus zu einemBischofs gesetzt worden/ hat der Heil.
Audomarus den H. Vertinum zu er-nein Hirten des Klosters Sithin ver-ordnet ; welcher sich auch seines AmtSalso wohlgebraucht/ daß er von män-niglichen mehr geliebt dann gesörchtworden/ und seine undergebne Mit-brüder/ in aller Sünfftmuch/ und Lie-be geregiert hat. Als aber der Heil.Audomarus sich in dem heiligen Leben/und Tugenden / wie oben vermeldet /als ein dapfferer Held grübet/ und denChristlichen Glauben eyfferig gepflan-tzet hätte; ist er an dem Leib schwachworden/ und damit das GottseeligeHertz mehr zu GOttnahete/ ist er anbeyden Augen erblindet; dessen er sichdoch nicht hoch beschwerte / sonder de-sto mehr die innerliche Augen des Her-tzens zu den himmlischen Beschallungenauf hebte. Nach etlichen Jahren /als ihme seyn Gesicht bey S. VedastiErhebung/ aus etlicher andächtigerFürbitt/widerum geben war/ hat erselbst durch seyn Gebett von GOTTerlanget/ widerum Blind zuwerden.
Endlich wird der H. Mann mit einem S.AMstarcken Fieber angegriffen/ in welchem "!"usalservermerckte/daßseyn leiste Stund Wvorhanden wäre / liesse er sich mit denH. Sacramenten/ nach ChristlichemBrauch/ versehen/ bald hernach be-fähle er seine undergebne SchäffleinGOtt dem Herren/ und wurde dieH.
Seel mit einem himmlischen Gesang /und lieblichen Geschmack/ von dem Leibabgefordert/ und in die ewige Freud /und Seeligkeit geführet.
Seinen Geist hat er aufgeben/ nach c-?. 7.demerdas Worinensisch / oder Tervan-nensisch Bischthum zo. Jahr / löblich/und sruchtbarlich geregiert hätte/ den9. Tag Herbstmonat / in dem 695.
Jahr/ welches als der H. Abt Berti-nus/ durch Göttliche Offenbarung /vernehmen / ist er kommen/ und hatden H. Leichnam/ mit grosser Proceßi-on/ und Ehren/in sein unser FrauenKlo-ster gen Sithin getragen/ wie ers inseinem Leben begehrt hatte. Beyseinem Grab war ein Ampel aufge-henckt/ vom Himmel herab angezündr /und ist vil Jahr mit Himmlischen Oelerhalten worden. Er hat auch in seinemLeb? einem Prophetischen Geist gehabt /und leuchtet nach seinem Abschid mitvilen Wunderzeichen / wie bey dem 'Ehrwürdigen Vatter Laurentio SurioCarthäuser lomo 5. auf gesagtenTag zulesen. Wir befleissen uns a-ber allhie der kürtze/ weil S. Audo-marus zwar in Helvetia gebohren /und erzogen/ sein Leben aber in Franck-reich geendet / und mit Wunder-zeichen geleuchtet har.
Vl.