Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von etlichen Heiligen /

T Berti,nus stirbt.

Im Jahr8so- den 4.Fcbr.

r.

Dir drey

hätte/ voll des H. Geists/ und guten H. Berrini Lebenfikidet der guthertzi-Wercken/ scheidet er zu dem Herren ge Leser bey k. ?. l.3urenro8uttoli:sr.den 5. Tag Herbstmonats im Jahr rllullano lom. 5. an dem fünfftendes Herren 698. mit grossem trauren Tag Herbstmonat. Seiner geden-seiner Mitbrüvern / und war begraben cken auch auf gesagten Tag t^lugräuL»in das Kloster Sithin/ welches er auf- (ÜLsgr öaromus, Orülms, l'rirdsmi-gebauer hatte zu der Ehr der Heiligen us, iviolanus, 8. Lernsräus Lpitto!»Mutter GOttes Maria/ Und St.De- 141. H. Legueriritrus rribus.tri des Fürsten der Apostlen. Des

VII.

8. Lremira, Lc ^larr^r.

Von dem Heiligen Einsidcl / und

Märtyrer Ancirado.

lebte um das Jahr 850. oderetwas zuvor/ ein GottseeligerEinsidler mit Nahmen Ancira-dus/ der folte ein AugustinerMönch Sremitarum gewesen seyn: wieEmrandus / ein Diacon zu Paphia inWelschlanv bezeuget / und schrifftlichhinderlassen/ demekr. p.^icolsusLüru-tenius, in seinem ^onaüico ^uguttinis-no, ?srre tecunäa csp. 14. kol. 85-im4>l-eNloru8 ^lonuckeniis, beystimmet/sprechend : daß VerH-AnciradusEin-sldler auß Tcutschland in HispaniamLusitanicam kommen/ und am FlußTago ohn ferrn von der Statt Scabi-

litana etlich Jahr ein heiliges/ und tu-genvsames Leben geführt habe. Dctzaber der H. Anciradus-widerum nachTeutschland reisen wolte/ und überdas hohe Rhetische Alpgebürg/ gegendem Züricher - See kommen / ist er ohn-ferrn von demselben von Mördern ver-wund/erstochen/ und umgebracht wor-den/ den 6. Tag Hornung des 850.,Jahrs/ und hat also die H. Marter-Cronn erlanget. Von länge derZeit aber ist so wohl des Heil. Grab/als der Platz der Martyrungmänniglich unbekannt.

vm.

Tim

dcn rr-Ilinij *

Lsx. l.

I'res 8s. ^nrtyreg.

Von den drey Heiligen Märtyrer /

Engelsachsen genannt.

^Je ein wenig in den Engetlandi-schen Geschichtk erfahren seynd /werden ohn Zweiffel sich uter-innern haben/ daß als im Jahr449. bey Regierung des Königs Vor-legen/ ein frembdes Volck in die Jn-sul gefallen/ in Meynung die Jnnwoh-ner zu undertrucken / deßwegen Vortt-gerus gezwungen worden/ den Hertzo-gen Eugistum aus Sachsen / um Hilffanzusprechen/ wider seine Feind. Ett-giftus komt mit grosser Macht dem Kö-nig zuhiiff/ vertreibt die Feind/ undgefallt ihme das Land so wohl / daßer nicht mehr mit den seinigen dataußweichen wolte / sonder von dem Königerlangte/ zu Dancksagung seiner Dien-sten/ ein Theil des Lands zu einemHertzogthum. Dise weil sie gebohrneSachsen/ und jetzt in Engelland woh-neten / seynd sie von den Jnnwohnern/und Außlandern Engelsachsen genanntworden.

Miller Zeit waren von Visen Ctt-gelsachsen drey herrliche Jüngling er-

bohren/ welche als sie zu ihren Jahrenrammen/ eimlndertt ein Römerfahrt senM»Pilgerweiß zuverrichten versprochen, durchDise drey Jüngling ( deren NahmenGOtt allein bekannt/von den Men-

schen aber die drey H. Engelsachsen vonAlters Herd genannt worden ) zogenauß ihren Vatterland über Meer inDeutschland / um das 900. Jahr unge-fährlich ( dann kem gewisse Jahrzahlgefunden wird.) Und wie sie nun durchdas Deutschland herauf reiferen/ undin das Ergöu kämmen/ in dem FleckenSarMenstorff / war eben da ein Hoch-zeit gehalten / und als in der Kirchendie Meß/ und Predig vollendet/ undbeyde neue Ehemevschen zusamen gebenworden / giengen sie mit ihren Ehren-gästen an ein ehrliche Mahlzeit/ zu wel-cher aus Freundlichkeit der Jnnwoh-ner dise drey Engelsachsen/ als ftemb-de Pilger auch geladen/ und beruffe»worden. Nach Vollender Mahlzeitwollen die drey Engelsachsen nebenfreundlicher Dancksagung der bewißnen

Ehren

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