Von etlichen Heiligen / des Bischlhums Basel. 145
Kmt seinen Mitgefährten habe den Rauraccrn daß H. Evangelium zudem ersten verkündiget/ seye auch und könnte Mich ihr Apostel geneMwerden.
n.
Von dem H. Pantal / Bischoff/ und
Märtyrer.
c,x. ^ H. Pantalus/ der au Tu-
LHrA gendten / und.Kunst hochge-geziert/ und von Gott begäbetwar / ist um das 450. oder zuvor dem Bischthum Basel/ so schonin dem Z46. Jahr seinen Anfang ge-nommen/ vorzustehen verordnet wor-den. In seinem anbefohlnen Amt /verhielte er sich / als einem wahren Hir-ten und Bischoff/ nach der Apostoli-schen Lehr gezremet/ und erfüllte mitdem Leben / und Wandel / was erandere lehrte / sonderlich aber gepflantz-te er den Christlichen Glauben mitgrossem fleiß / sparrre auch kein Mühe/und Arbeit denselben zuvermehren /und sein Leben für Christo / für denwahren Glauben / und für seine Schaff--lein darzugeben/ und sein Blut zuver-giessen.
r-p. Als nun zu Visen Zeiten die hoch-^"/sula heilige Jungfrau / und Königin Ursu-BajL M la auß Engelland/ oder Britannien/mit ihrer H. Gesellschafft/ der eylfftausenk Jungfrauen zu Schiff gesessen/in Meynung in klein Britannien zurhremBräurigam Etherio zufahren /war sie durch ungestümme Wind inNiderland gemorsten/ vondannen siegen Cölln/ und den Rhein heraust genBasel / mit ihrer gantzen Gesellschafftkommen / und von dem Bischoff Pari-talo/ und der Statt Basel ehrlichempfangen worden. Nach dem aberder H. Pantalus venahme/ daß S.Ursula mit ihrer Gesellschaff außChristlichem Eyffer / und Gottsforch/gen Rom / zu Wallfahrten / und dieH. Oerter nnt Andacht zubesuchen /Vorhabens wäre / entschlösse er sich ne-ben andern Bischöffen/ Priestern/undWeltlichen Persohnen/ so täglich zudiser Gesellschafft kamen / und die Zahlvermehrten / mit ihnen gen Rom zureifen.
Mitler Zeit kamen sie gen Rom /^.Uchia und wurden von dem Bapst/ und sei-uer Priesterschafft ehrlich empfangen/und gehalten ; besuchten die Kirchen/und Gräber der H- Märtyrer / undwurden in dem Christlichen Glaubensteißjg underricht / und gestärckt. NachVerrichtet Andacht/ führen sie widerumk. k. IVIur«r, Die Elchweitz.
von Rom gen Basel / da dann da-Hauß noch gezeigt wird / darinn S- Ur-sula ihr Herberg solle genomen haben/und behaltet auch die lange Stegen beyS- Martini Pfarrkirchen zu Basel /noch den Nahmen / daß sie S UrsulckStegen genannt wird. Als nun S.
Ursula mit ihrer H. Gesellschafft zu Ba-sel widerum zu Schiff gesessen / denRhein hinab nach Cölln zu schiffen /begleitete unser H. Bischoff Pantalusdife H. Gesellschafft / und verhoffte dieMarter - Cron auch zu erlangen / dieGOkt Visen H. Jungfrauen verspro-chen hatte.
Diser Zeit war das wilde Nolck c-p- *der Hunnen / mit ihrem Obersten At-tila / der sich ein Geysel Gottes nennte/in Galliam/Deutschland / und Italiengefallen / und hatte alles mit Brand/und Mord verwüstet / die Stütt ver- ,schleißt / die Kirchen verbrennt / undschier kein Zeichen der Christlichen Re-ligion hinder ihm verlassen. Nun be-gäbe es sich daß dises grausame Voickdie Statt Cölln hart belägert härte /davon doch die H. Jungfrauen nichtswüßten. Weil aber dise H. Jungfrau-en den Innwohnern der Statt Cöllnvor disem schon bekannt waren/ führensie ohn allen bösen Argwohn daselbstbey der Statt an/ und stiegen aus denSchiffen auf das Land. Da aber daswilde Hunnische Volck der Heil. Geftll'-schafft Ankunfft vernommen / überfal-len sie unversehentlich dieselben wie dieWölff die Schaff / und erwürgen dieunzählbare Mänge / mit unerhörtergrausamkeit / und haben also alle / sowohl Männliches als Weibliches Ge-schlecht / ihr Christliches Blut um deßHErrn IEsu Nahmen / und Liebe /in dem Jahr 45Z. auf den 21. TagWeinmonat vergossen / darunder auchunser Heilige Bischoff Pantalus dieMartersLron glorwürdig a- 'anget hat/dessen Fest Jährlich den 12. Weinmo-nat in den Bischthum Basel herrlich ge-haltenwird das Ort da dife H. Gesell-schafft gemartyret wordk/ wird noch heu§tiges Lags die Blutstraß genannt.
So vil von S- Pantalo / wie in demBaßler Brevierausben 12. Lag Wein-monat zufinden / und zulesen; besitzeL auch