Des Bischthums Chuv. -55
-Herkommens gebohrene Rsiätier / undNachkömmling der-vertribnen Thus-eaner.
^k- Nach etlichen Jahren (dann keingewisse Zeit noch Jahr zusinden ist )starke auch der gvttseclige Abt / und' alte Vatker Sigisbertus/ und warnach seinem begehren neben S. Placi-do von den seinigcn begraben. Alsovon diserZeit an / wegen ihrer beydenHH. Verdienst?/seeliges Leben/undköstlichen Todt / thäte der AllmächtigeGOtt vil gnadenreiche Wunderzeichen.Blin, Dann ein blinder Mann Paulinusmit«kiebrnd! Nahmen / am zeitlichen Gut arm / amGlauben / und Lugenten aber reich/istbey deß H. Märtyrers Grab / als ersein Gebett mit Andacht verricht hätte/Zivokesesse, sehend worden. Faginus/ und Ma-"e Pttsoh. rola zwo eilende Creatllrcn/ vom bösenMedN'" Seist besessen / und hart geplagt/wur-^ den zum H. Grab geführt/ und seyndvon Stund an erlediget worden- Bi-se / und andere mehr Wunderzeichen /erschalleten in der Weite / und Nähealso / daß dise Disertina Drsentis/ vonFürsten und Herren / auch mancherStands - Persvhnen besucht wurden/ihr Andacht allda zu verrchken / und dieGöttliche Gnad / und Gesundheit zu er-langen/ welche ihre Gaben / und Schän-dungen dahin vergabeten / dardurchdas Ort zu einer stattlichen Abtey S.Benedicti Ordens geratzten / wie in an-dern Orten von diser Abtey zu lesen.
Im Jahr 67s. wie Johan. Guler be-zeuget / fielen die ergrimmende Ungererins Tcutschland/ und Rhätien/ kamenauch in dise Wildnuß Disertin/ tribe»vil Tyranney da sechsten mit Mord/und Brand / gleichwie an allen Orten/verjagten / und ermördtk etliche Mönch/und richteten das Klösterlein widerumzu einer Wildnuß / darauffdie Ungerervon den Rhätieren geschlagen / und vonihrem Land vertrieben worden. Pufein Zeit zogen die Frantzösische Konigmit Kriegsmacht in das Welschland /und als sie in dise Wildnuß Discntiskamen / und das Ort öd / und vrrstöhrtfunden / doch die Nacht allda rastenmüßten / stellten sie ein gute AnzahlPferd in die zerbrochne Kirchen/ diewaren alle zu Morgens todt gefunden/darab ist das Königliche Volck sichtigerschrocken / und dem König solcher Fallangezeigt/der liesse nachforscht und ver-nähme / daß der HH. Plactdi/ und Si-gisberti Leiber allda begraben legen.Darauf befähle der König den Platz zusäubern/ und zu dem Gorrsdienst taug-lich zu machen.
d-loranäurn. Daß nach der Ja^k-zahl Christi/allhie jetzt deß GottseUrgöJohannis Bischoffs zu Costantz/und S.Othmars Abts zu S. Gallen Leben em>zuführen wären / als wahre / und ge-bohrne Rhätier/ aber sie werden m di-sem Buch an komlichern Stellungenge-funden/ dahin wir den andäch-tigen Leser weisen.
!V.
8. kre^vrer, Lc (^onfellor.
Von dem Heiligen Florino/ Priester/und
Beichtiger.
^^^Jeweil wir färgenommen haben/das Leben deß H.Florini zu be-schreiben/ so befleissen wir unsder Kürtze / und Wahrheit / da-mit mänmgsi'ch verspüren können/ daßwir die Wahrheit lieben. Deßwegenist zu wissen / daß S. Florini Vatter eingebohrner Engelländer gen Nom Pil-gersweiß gezogen / deßglcichk sein Mut-ter ein gcbohrne Jüdin / auch gen Romkäme / und sich allda aushielte. Alsogeschahe es ohn zweifle! aus son-derbarer Verhängnuß GOktes/ daßdise beyde Menschen (wandern zurEhe nahmen. Als sie nun vonRom nach Engelland/ oder Bri-larmien widerum reisen wölken/ da ka-men sie in ihrer Reiß m Rhätien inVsIIem venultam, in das Winschgöu/daß ist das Winschthall/ an der Elschgelegen: da sie ihnen in der Wildnuß
p. Mucr, Die H. Schweitz.
ein Herberg/und Wohnung aufrich-teten/ und weil sie ihnen Visen Platzausserwöhlten/ und gefallen liessen /nennten sie ihn Amatiä (ist so vil alsein liebreicher Platz ) den sie auch mitihrer Mühe / und Arbeit fruchtbar /und zam machten. GOtt der All-mächtig gäbe Visen beyden Ehemenscheneinen gebenedenten Sohn/ den sie imH. TauffFlortnum nenneren/ undchnin Andacht/ und GOtksforcht aufer-zvgen. Nach abgeloffnen seinen Kind-lichen Jahren / Übergaben sie ihn einemEhrwürdigen Priester/ mit NahmenAlexander/ Psarrherrcn zu St. Pe-kro in Heremusio zu erziehen / unddie freyen Künsten zulehrnen.
Nun nähme der Gottseelige Jüng-ling Flormus an Kunst/ Andacht/undFrommkeit des Lebens wohl / und vilzu/ dessen sich der Pfarrherr höchlich
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Im Jahr
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bm 17. No»vcmbcr.