Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Im Jahr5-7- 4»den

19 - Ilimj.

c^p. 1.

» Von derElke und /Nahmendeß Bisch«thumS Lv,sanna oderAvcnlico«rum.

7m Jahr601 . 4« Veit» 7 . Jan-

L-»?>

kplicopacus I^ossneutt^

»rtze Ueschreibungen etlicher «i-

ltgmBischöffm/ und Versöhnendes Lo-sannischen Bischthums/ so zu underschid-lichcn Zeiten gelebt / und in Heiligkeit ge-grämt / von welchen doch wenig (wederder Nahmen bekannt) gelesen wird.

1.

8. 01^^81178, kpilcopus, Zc Oonsesilor.

!er M. Drothasi/ Bischofs/ und Beichtiger.

BischthumLosanna sol-le bey Regierung / undZeiten Clodovei des erstenund Grossen/ um das 500.

^ Jahr Christi seinen An-fang genehmen haben / alsdarvor die mächtige Statt Aventicumzu Grund gangen/ undverstöret wor-den : da haben dannoch die Landleuthden Nahmen behalten Aventici Populi/die Aventier/ jetzt Uchtlander/ oderWiffiispurger. Bey disem Volck hatsich zeitlich erhebt der Christliche Glaub/und die Predig des Heil. Evangelij ;als das nicht allein die uralten Schaff-ten/ und geschickten des Stiffts Lo-anna / sonder auch bäber Oonciliorum,'undschafft geben. Die ersten Bi-chöff diser Landschafft nannten sich Lpit-,co^os Xvenricorum, Bischöss der A-venkier/ der Uchtlander/ mehr vondem Volck / deme sie in Geistlichkeit /und Christlicher Lehr vorstunden / alsvon der verstörten Statt Aventicum/die sie nie bewohnet haben.

^ St. ProthasiuS / ein gebohrner F-L ^Venediger aus Jtalia / eines heiligen/und unsträfstichen Lebens/ ist der er- WsckM^ste Bischoffder Landschafft/ und Geg- gieret;--ne Aventici (jetzt Uchtland/ oder Wiffli-spurgergöu/ und die Maat/ nach An-zeigung der Misten Schafften desStiffts Losanna) gewesen/ bey Zej,ten Clodovei des ersten Königs zuFrankreich/ um das 510. Jahr vor/oder nach. Diser H. Bischofs sollebey zo. Jahren dem Bischthum vorge-standen seyn- Er war in dem Pre-digen/ Meßhalttn/ und Austheilungder H. Sakramenten/ zu vil tausentSeelen - Hexl / und Bekehrung emsig /und darneben hat er in Heiligkeit HerLebens / Fasten/ Wachen/ Betten /

GOtt seinem Heyland treulich gedienek/und seinem Geist in dem hohen Alteraufgeben/ um das Jahr 520. unge-fährlich. Dann der gewisseTag / und Jahr noch un-bekannt ist.

u.

8. ks»ilcopu8, öc Oonfcllor.

Vom dem H. Bischofs/ und Beichtiger

Marin».

Marinus war gebohren von nem Bischofs der Aventier erwöhletEdlen/ und reichen Eltern, worden. Von deme findet man inin dem Bischthum Augu- dem Buch der allgemeinen Concilienstoduno/daß ist Auastthall/ der Vättern/ daß er im Jahr 584. inund wegen seines frommen/und heili- dem andern Concilio Matisconenstgen Lebens/ in dem 5si. Jahr zu ei- Versöhnlich zugegen gewesen/ und sich. Mari-