Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Des Klosters St. Gallen. igi

uat/ des ion. Jahrs. Ex wäre BuchBenedkctionum/ und ande-ehrlich zu der Erden verstattet. Hart- re S. Gallische Chronicken.keri gedencket Eckerardus in einem

XIV.

B. Labeo donsessor.

Vom Seeligm Notkero mit grossen Leff- M

zen Beichtiger.

^^^otkerus Labeo/oder Labio lato/mit den breiten Leffzen / oderMund/war eines hohen Jnge-niums/undVerstands/fürtreff-lich in neuen Künsten zuerfinden/ und inder H. Schrifft wohl erfahren. Er wä-re auch der erste/ der des Königs Da-vids/ des H. Propheten 150. Psalmen/in die Teutsche Sprach versetzte/ undaußlegte/ desgleichen das Buch Job /und des H. Gregorij Magni Moralia/von guten Sitten / verteutschke. Nichtweniger war er auch eines frommen /und Gottfeeligen Lebens / eyfferig indem Gebe« / und in der klösterlichenZucht/ und in Haltung der Regulernsthafft. Er sagte seinen Brüdemdie Stund seines Todts zuvor/ den28. TagBrachmonats/ daß istanS.

Petri Apostoli Vigilia/ oder Abend/befähle er seinem Lonvent/ oder Brü-den, im Chor die Complet zusingen /Notkerus aber noch Frisch/ und Ge-sund speissete/ und dienere den Ar-men. Nach dem Complctorio dadas Convent widerum zu ihme kom-men war / batte er sie ernstlich / daßsieihn nach dem Todt nicht entblöß-sen/ und die Kleider außziehen solten/welches da es ihme versprochen/ gä-be er in derselben Stund seyn remeSeel GOTT seinem Heyland/ undErlöser / in Gegenwart seiner Mit-professen / an gesagtem 28. Brachmo-nat sansstmüthig auf. Er war je-derzeit für Heilig von den Sei-mgen gehalrenworden.

XV.

8 VicluL.

Von der Seeligm Wittib Pertherat.

die Gottseelige Wittib liesse sie sich in St. Georgij Cellen /Berthcrat / adclich von Ge- neben St. Gallen einschliessen/ Lebteschlecht/ aber mehr adelicher darinnen vil Jahr/ in strengem Le-gn Tugenden/ und Heil. Le- ben ; starke um das 978.ben/ GOTT dem Allmächtigen desto Jahr ungefährlich,

ruhiger / und fleißiger dienen könnte/

XVI.

8. XL K II. 1) I 8, VirZo.

Die Seeligc Jungfrau Kerhildis.

Im Iabr1208.denJmiua-

jN^Nder den Heiligen/und Gott- leu bey St. Georgen einschliessen.seeligen Jungfrauen/solle auch Welche Abt Crallus bey St. Gal-billich gezelt werden die secli- len einsegnen wolle/ ward aber ver-ge Kerhildis / die einSehwe- hindert/ und ist solches durch ein Con-ster - Tochter des heiligen Notkeri ventual verrichtet worden. Lebte inValbuli wäre ; sie liesse sich um der aller Vollkommenheit / und heiligenLiebe GOttes/ und chrer Seelen- Tugenden / um das

Heyl willen / in St. Pmheradä Cel- roo8. Jahr.

2s

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XVII.