Die H.Wyboradawird TodtStichtagen.
200 Von der Heiligen Jungfrauen /
dig gefunden worden / und seynd mit Zeit ein blinder Kaussmann in deß H. Ef M»Freuden wider darvon gefahren/ und Magni Kirchen käme / und nach verr-an ein sichers L)rkh kommen. richrem Gebett in der H. Wyboradä ^
Cellen sich zuführen brgehrte / hat erWie nun das Geschrey genug he- von der Wand in ein Lüchlein em we-rum gangen / daß die Ungern in das nig deß Bluts schaben lassen / und das-Teutschkand einen Einfall haben ge- selbige in der Herberg über seine Au-than/ und ein Land nach dem andern mit gen gebunden / und sich der H. Jung-Kriegsmacht/ Brand / und Schwerd stauen befohlen / da ist er von Stundvertilgten / kamen sie endlich auch im an Sehend worden. Darnach giengeJahr Christi 925. zu ausgehendem er widerum zu der H.Begräbnuß/dan-Aprilen gen St. Gallen / in Hoffnung ckeee GOtt/ und der H. Martyrinumein gute Beut/ und Raub darvon zu- die erlangte Gesundheit-tragen. Weil aber der beste / und
gröste Schatz aus zeitlicher Ermahnung Die H. Jungfrau Wyborada star- c»k- r«der H. Wyboradä in sichere Oerther be nicht gleich die Stund / da sie diegestöhnt / ergrimmten die Hunnen 0- tödtliche Wunden empfangen / sonderder Ungern noch mehr / machten grosse erst den andern Morgen. Da kämeFeur in die Kirchen / und grosse Ge- ihr leiblicher Bruder Hitto (jo sich mbäu / dieselbigen zuversprengen / ver- ein wildes Gestäud versteckt / und denbrannten die Bilder/ und Altär / und Dingen zugesehen) sein H. Schwesterwas ihnen Widerstand thäte / ermord- zubegraben / auf daß nicht die Ungernten / und erschlugen sie. An dem war widerum kämen, und sie samt der Cel-noch nicht genug / sie eylten auch zu len verbrennten / aber die S. Rachil-der Kirchen St. Magni / solche auch da wolt daß nicht gestatten / sonder-»verbrennen / aber nach Göttlicher wolle deß Abts / und Convents in daßVorsehung / mochte sie ihr nichts abge- Kloster Ankunfft erwarten. Nach achtwinnen / und Schaden; darauf liessen Tagen / als der Abt Engelbertussie in grossen Zorn/ und Wüthen hin/ verständiget war durch Hittonem / daßund widere / suchten die Schätz von die wüthende Hunnen oder UngernSilber / und Gold / endlich kamen den Platz geräumt hätten / und avge-sie zu der Heil. Wybaradä Cellen / zogen waren/ käme ver Abt samt sei-welche / weil sie wohl verschlagen / nem Convent / und andern Persoh-verhofiten sie einen grossen Schatz nen widerum gen St. Gallen/und fan-darinn zufinden / und zwar wäre den den todten Leichnam der H.Jung-disem also nicht von Silber / Gold / stauen/ Und MartyrinWyboradä mitund Edelgesteinen sonder von guten trauren. Zur selbigen Zeit geschaheWercken / Heiligkeit / und vilen Tu- ein wunderliches Miracul / dann alsgenden / als ein köstliches Geschirr deß man den H. Leib wolte waschen / kokteH. Geists. Als sie nun zu der Cel-- man die drey Wunden nicht mehr finden/len kamen / machten sie ihnen einen und so sie nicht in ihrem eignen BlutEingang durch daS Tach / warffendie ljgent gefunden wäre/ hätte man kön-Ziegel hinweg / und fanden die H. Wy- nen zweifle» / ob sie gemartyrer wärebcradam in ihrem Bettkämerlein mit ei- worden. Hingegen aber fände mannem härinen Kleid auf dem blossen Leib ein offne Wunden / die ihr die eyseneangethan in ihrem Gebett/ und begehr, Ketten so sie getragen/ aufgebissen hat-ten mit ungestümme von ihr die ver- te / welche Ketten hernach mit dem H.borgne Schätz / und ihr Gelt / und Leichnam in das Grab gelegt worden.
Gut. Da aber die Heil. Wyborada Da man nun den H. Leib in die Sarchnichts hatte / noch anzeigen könnte / legen wolte/ möchte wanden nicht da-wurde sie von etlichen bösen Buben rein bringen / dieweil die H. Marty-spöttlich biß auf das Lilicium ausge- rin in der Stund ihrers Todts den einLzogen / und mit dreyen tödtlichen stt- Fuß / und den einen Arm an sich gezo-chen an underschidlichen Orthen deß gen/ und nach ihrem Todt niemandHaupts verwundet / den 2. Maij deß vorhanden wäre / der die gestorbne925. Jahrs / und liessen also die H. Glider zu recht wie bräuchig / gelegtMartyrin in ihrem Blut halb todt li- hätte. Als man sich aber nun langgen / und GOtt ihrem Gesponsenden berathschlaget hätte/ wie die H.Gli-Geist aufgegeben. Sie wurde aber der in die Sarch zulegen wären / siheba d hernach m ihrem Blut / und Cili- da strecket die H. Verstorbne Wybo-cio ligend gefunden. Die Wand / und rada ihre Glider selbsten / und bekämeMaur war mit Blut besprenget / wel- darauf ein so schönes / Und lieblichesches weder mit Waster abzuwaschen / Angesicht/als wolte sie widerum Lebensnoch mu enser meisten Färb verduncklet dig werden / und widerum zu ihr selb-werden möchte. Als aber zu einet stenkomen/ und gäbe ein lieblichen Ge-ruch