Von demH. Eberhard/ Abt/ und Emsidel.
Vn^sffrtsein Erb.W j»mBru deßMerenVatds.
Htthvgderman-nus auß.SchwadenVerehrung«n das
D'e,Mder Brü.°er wird
^Nlkhlt.
Gettftekigen erlebten Einsidler Benno-«em / samt andern Mitbrüdern eineserba'ulichen Wandels / welche GOttmit Gebett / Fasten / Wachen / undandern geistlichen Übungen emsig die-treten. Diser löblichen vereinigtenGesellschafft verleibte sich Eberhardein / mit ihnen sein Leben in Gokts-forcht / Dienst / und EinsidlerischemStand zubeschliessen.
Diftr Qrth / und Wildnüß gefiehleEberhardo dermaßen / daß er sein gantzVatter-und Mütterlich Erbgut/ auchwas er sonsten Einkommens hätte / andises Orth zöge / und brachte; G-Ottdem Allmächtigen allda ein Kloster zuseinem Lob / und Ehr / und der hoch-gelobten Königin / und Mutter GOt-tes Mariä / und Märtyrers Mamnij/und seiner Gesellschafft zubauen. Di-ses aber konnte Eberhard ohne Vor-rvissen / und Bewrllung der Grastenvon Rapperschweil / welchen Grund /und Boden deß finstern Walds / undalle umligende Oerther zuständig / undunderworffen / Bennoni auch weiternichts als die Bewohnung / und Nutzerlaubt wäre / nicht vollbringen. Wieaber der Gottliebende Fürst HertzogHermannus von Schwaben / als wiegemelt / Eberhard! Bruder/ oder näch-ster Befreuder / sein Vorhaben / undGOtt gefällig Thun vernommen / hater sich erbotten Steur/ und Hilffdar-bey zuthun; auch dise Länder alle imHertzogthum Schwaben (so man Ale-mannien nennete) ligend / ein Lehenvon Römischen Reich kauffte oder er-rausste er von den Grasten von Rap-perschweil / welchen die gantze Wild-nuß deß finstern Walds / auch Ben-nau/ Etzel/ und was heraußwerts bißan Züricher-See gen Hürden / Freyen-bach / Wolrau / Boche / so man dieHöf nennet / und was im Gezirck he-rum läge / mit aller Eygenschafft /Zwang/ und Gerechtigkeit zuständig /und gäbe es an das neu angefangneGottshauß zueygnen Händen / undEygenthum ewig. Also war der Klo-sterbau angefangen / und thäte Hcr-tzog Hermann unabläßliche Hilff / undtreuhertzigen Beystand : Da auch dasGOttshauß überhalb erbauen/ siengeer noch mehr Mitbrüder von Fürsten /Graffen/Freyen/und andern /welche sichbegehrten der Welt Umschlägen/ undein einsames Leben zuführen / aufzu-nehmen : Und von dijer Zeit an bekä-me / und behielte das neue Gottshaußden Nahmen zu den Einsidlern'/ oderEmsidl/n. Unser lieben FrauenBvktöhauß zu Einsidle».
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Tb ttianvwird Edc»hardi Ad«minstir«*ror.
Nach Bennonis Gottseeligem Ab-leiberr / läge der gantze Last so wohlder klösterlichen Disciplin / und Zucht/als auch deß schwären Baus / dem an-dächtigen Vatter Eberhardo ob / alsdeß Orths Abten / und Vorstehern /welches ihme zuschwär zuseyn/ auchverhinderlich an seiner Andacht / Ge-bet! / und geistlichen Übungen / gedunck-te: deßhalben nähme er im Jahr Chri-sti 945. Thietlandum seinen angenohm-nen Mitbrüder / gebohrnen Hertzogenvon Schwaben/ witz.hernachmehr vonihm soll gesagt / werden / zu einemMitgehilffen deß Baus / und änderetGeschäfften. Diser thäte ihm in geist-und weltlichen Geschäfften treue Hilff/und Beystand : wäre also under denBrüdern Einigkeit / Treu/ und Liebe/der Gottsdienst wurde ordenlich / undemsig verrichtet/ beflissen sich deß LeibsAbbruch / Fasten/ Singen / und Lesen /und anderer geistlichen Übungen/ nachder Regul S. Venedicti/ deß Ordensauch S. Mernrad gewesen war/ darzusie Abt Eberhard mir guthcrtzigen Er-mahnungen/ gutem Exempel an ihmselbst/ mit dem er ihnen in Andacht /und Weeg der Vollkomenheit vorgien-ge/ erhalten. Hierzwüschen war dieKirchen/ oder Münster/ in welchem un-ser Lieben Frauen H. Capell gantz frei-stünde / auch das Gottshauß so weitvollendet / daß im Jahr 948. Abt E-berhard denH. Conrad Bischofszu Co-stantz erbäte/ solche zuweyhen. Al-so kamen Bischoff Conrad / und St.
Ulrich Bischoff zu Augspurg am Abend Engelsder H. Creutz Erhöhung/ um Herbst-zeiten gen Einsidlen: Da sahe St. Con- geschehetrad zu Mitternacht/als er seinem Ge-bett / uitd Betrachtungen obläge/wieGOtt der Allmächtig die H. Capellenin eygner Persohn weyhe/in Gegenwartder HH. Engeln / besonder St. Mi-chaels / S. Petri / der HH. 4. Evan-gelisten / St. Stephani / und St. Lau-rentij/ St. Gregvrij/ Ambrofij/undAugustini: Auch die Mutter Gottesin schönem Glantz/und Klarheit auffdem Altar stehen; die Capell mit in-niglich schönem Gesang erfüllet / mitallen Kirchenbrälkchen / so sonst vonChristlicher Kirchen in KirchweylmngLverbracht werden. Diß sahe aber SttConrad nit allein/ sonder noch etlicheandächtige Convcntbrüder/ welche auchdamals dem H. Gebett außwarteten /und ohne zweiffel unser fertiger Eber-hard selbst / welcher allezeit andern Ge-schäfften den Gottsdienst vorzuziehenpflegte. Morgens am H- Creutztag/ Süm«rals männiglich dcr Kirchwcyhung wol- vs»HM'te beywohner»/und auff den Gottsdienst mn.wartete / wurde St. Conrad gebettet»/
Al- Undek ihmist dieEngclweye
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