Bischofs / und Beichtiger. 21 z
nicht bessern/ so sollen sie wissen/ daß den. Arnulphus würd hernach er-ste vor Gottes Angesicht Red / und stocken/ und erschlagen.
Antwort darum geben müssen, -ohn Aber hiedurch hat sich der H.Mann
lang aber hernach / fiele die Capell/ nicht überhaben / sonder desto stetster c-p.
oder Krufft ein/ die St. Ulrich mit sich gedemüthiget/ und dem Bischofs- S wuchs
grossem Fleiß/ und Unkosten wider auf- liehen Ampt desto fleißiger außgewar-
bauen liesse. Inder Nacht vor demH. det. Derwegen er ftin Vischthumhohen Donnerstag / oder Antlaßtag / offt durchwanderet/ und visitiert / ver- und
als der H. Ulrich in seiner Ruhe läge/ sammlete Geistliche/ und Weltliche für EiiNm.
und schließe/ höret er ein Stimm zu sich/ erkündigetmirallem Fleiß anfa'ng-
ihm sprechen : Ulrich du solt wissen/ daß sich wie die Priester mit ihren Dienern
du Gast empfangen werdest. Wie lebten/ ob sie das Volck recht/ und
er erwachte / und gedachte wer solche nach Catholischer Weiß underweißten/
Güst sem möchten/ hörte er widerum und was sie mit dem Mund predigten/
die Stimm sprechend : Ulrich deinGe- mildem Werckerfüllten/ nehmlich daß
bett / und Allmusen seynd G-OTT an- sie nicht selbst strafstich wurden / in dem
genehm / der hat dich deinen beyden was sie andern predigten/ nnd deßwe-
Vorfahren/ nehmlich dem Fortunaro/ gen von ihren Zuhörercn verschmächt/
Und Aldalberoni befohlen/ daß sie dir und verachtet wurden?darnach erkün-
heut/ und hinfüro in dem H. Ampt drget er auch/ ob die Leyen der Seel-
für Altar beystehen/ und die Sacra- sorgern Lehr solgeten/ und gohorsam-menta mit dir heiligen sollen. Wie ten/ ob sie an den H. Sonntagen / undes Tag worden / und der H. Bischofs andern Festigen der Heiligen vonun-das Göttliche Ampt gehalten hat / da gebürlichen Wercken feyreten / ob sierst abermahl tue rechre Hand des Her- mit gebührlicher Andacht zu der Kir-ren erschienen / denen die darzu gewür- chen giengen / ob sie die Zehenden recht /diget gewest/ und hat samt dem Heil. und treulich geben / und dergleichenMann mit dem Creutzzeichen das Sa- mehr. Nach solcher Ding Erkündi-crament geheiliget. Alsdann die sol- gung / hat er was recht / und' wohl ge-chcö gesehen / das H. Sacrament zu- ordnet gewetzt / gelobt / und bestätti-rmpfangen zum Altar gangen/ und der get / was er aber. dem zuwider gesun-Vischoffe durch den Geist verstanden / den gestrafft / und verbesseret. Diedaß sie solch geheim/ und Hand auch Simonische Sucht/ als ein mordschäd-gesehen / so hat er ihnen mit Rreichung liches Gisst / hat er zufliehen gelehrt /des Herren, H. Brods/ einem jeden wolte sie zu ewig wehrender Straffüber-aus dem Mund mit dem Finger getru- lifferet haben / die solcher bößhaffren Ke-cker / darbey sie verstehen sollen / daß tzerey zugethan/ und geneigt waren. Da-sie solch Gesicht keins wegs offenbahren rum er auch nie einige Gaben für diesollen. Ja auch nach dem Ampt / hat Priester/oder Kirchenweyhe eingenom-er sie zu sichberuffen/ und was ihme vor, men hat / sonder wie er in dem confir-gehender Nachtgeoffenbahret worden, Mieren/ durch der Häud auflegen/denordentlich erzehlet/ und bey Betroh- H. Geist umsonst geben / also hat erung dises Lebens verbotten/ so lang auch anders umsonst verliehen / es ha,er bey Leben sein solte / sie nichts von ben dann villeicht die Stiffter der Kir-allem offenbahren sollen. Auf ein chen / aus gutem freyen willen etwasandere Zeit zu Nacht/ erscheinet ibme geben wollen / und ihn gebetten / sol-die H. Martyrin Afta/mit einem schö- ches zur Dancksagung anzunehmen. ^ ^nen Angesicht/ und zierlichen Kleidern/ Mittlerweil reiset er gen Rom zubet- M zumund sprnl)t: stehe auf/ und folge mir ten / und erlanget auch deß H. Mar- andern malnach/ die führt ihn auf das Lechfeld / tyrers Abundisi Haupt daselbsten /wel-daselbst er den Fürsten der Apostlen ches er mit Geistlicher Andacht herausden H. Pelrum/ samt einer grossen gen Augspurg bracht/ und in unser lie-mänge anderer Vischoffen / und Heilt- ben Frauen Lhumstifft verordnet hat.gen (deren er etliche in ihren Lebzeiten/ Er pflegt zu den Heil. Statten / undandere durch Göttliche offenbahrung Oerthernzuwallfahrten/infondersabererkannte) als in einem allgemeinen in St. Gallen Kloster/da er erzogen ge-Concilio sitzen sahe. Da hörte er ein meßt / und studiert hat. Ein sonder,grosse Klag der Heiligen Gottes / ü- bahre / und grosse Liebe / und Anmu-ber Arnulphum Hertzogcn in Bäyern / thung hatte er zu St. Memradi Cellder zu derselben Zeit noch bey Leben in dem finstern Wald / deß Landswar/ von deßwegen daß er Kirchen / Schweiß / deßwegen ihme nicht genugEw Klöster verwüstete < und derssl- gewesen / daß er mit dem heiligen Co-den Güter den Leyen zulehen gübe.-stantzischen Bischosi Lonrado dahin zuDarauf er mit einhelliger Stimm der deß neuen Münsters / und unser liebenHeiligen zur Straff verurtheilet, wor- Frauen Capell Weyhung zogen wärep. k. klarer, Die A Schwer«. D d 2 (da-