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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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7.

Zwvkrachtrm Rna> /dem beflisseG. Ulrichsich jnvcr,einigen.

2 l 4 Von dem Heiligen Ulrich /

( damahlen die Engelweyhung entstan- Bäyern. Um das Jahr 95z. belä- S- uGden / und fürgangen/ ) sonder wall- gert er den Bischoff in dem Schloß AtMfahrtete auch schier Jährlich dahin mit Menchingen / aber es ist ihme nicht ArnulM-grosser Andacht / und verehrete auch wohl gerathen / dann Graf Adel-dises Gottshauß mit best H. Mauritij bertus / und deß Bischoffen BruderArm / neben anderen schönen Heylthu- Thietbaldus haben in wenig Lägen het-mer/Ornaten/und Vergabungen.Als er nach ihne mit grossem Schaden seinesaber einesmahls zu disem Einsidlischen Volcks von der Belagerung abgetri-Gottshauß kommen / den Diener Got- ben / daß er mit wohlverdienten Schan-tes Eberhardum den ersten Abt zu>e- den in sein Vatterland abziehen müß-hen / und nach gehaltnem Opffer ihres te / daselb auch sein Bruder HerimattGebetts / auch nach Brüderlichem/ und gefangen / und Arnulphus bald hernachfreundlichem Gespräch / und Geistlichen erschlagen worden; Andere Mitbelffer -Äuß / wider heim ziehen wolt / und und Räuber deß Thumstiffts unser lie-jetzt anfiengezugehen / da eylet der Die- ben Frauen zu Augspurg / seynd alle hiener Gottes Eberhardus ihme nach / zeitlich / und dort ewig gestrafft wor-fällt ihme übermahl um den Hals / und den / er habe dann durch Wiche Ge-lyncht mit Visen Worten: von dsser nugthuung / und Gnaden GOttes /

Stund an werden wir einander in disem auf deß Bischoffen selbs Fürbm / ab-geben nicht mehr sehen / biß wir nach solviert mögen werden. Der Zanckabsterben deß Leibs / ein andern bey aber so zwischen Käyser Otto / und Her-GOtt sehen werden. Darauf ihne der tzog Ludolphv/von deß Käyfers Bru-Bischoff gefragt: Ehrwürdiger Vatter dern Hertzogen Henrici wegen entstan-weist du setzt fürgewiß die Zeit meines den/ istfo hoch erwachsen qeweßt/ daßAbsterbens nahe zuseyn? er antwor- man sie nicht änderst / dann mit demtet : das End deines Leben ist noch Schwerd scheiden möchte; als man sichnicht da / aber das End wird es bezeu- nun zu der Schlacht richtete / da erin-gen / daß es war ist was ich sage. Al- nert sich der Held GOttes / daß dieso seynd sie von einander gescheiden / Füß deren die den Friden tragen / Hei- U--- 5»-und ehe der Bischoff wider gen Einsid- lig seynd / und daß der HErr in dem . ^len kommen / ist der Gottseelige Eber- Evangelio selbst spricht: Seelig seynd ''hardus in dem Jahr deß HErren 958. die Fridsamen / dann sie Kinder Got-von diser Welt verschieden. tes genannt sollen werden / und nimt zu

Aber wie aller fromen Feind der ney- dem Gehilffen den Harbertum einen an-dige Teuffel gesehen/daß derH. Mann dächtigen Bischoff zu Chur/ (dlsetauf Visen Staffel der Tugend jederzeit würd erwählet in dem Jahr 948. undhöher gestigen/da hat er angefangen sich regiert 2t. Jahr) stellet sich mittenzubefleiffen / wie er könnt / und möcht zwischen Vatter/ und Sohn sahet durchseyn Hertz / und Willen verhinderen, den Geist GOttes so artig an / sie ZUDiser Zeit haben sich Zänck / und Haß dem Friden bereden / daß er sie leicht-zwischen Käyser Otten deß grösseren lich zu der Einigkeit verbunden/und ih-Sohn / Ludolpho Hertzog zu Aleman- re Hertzen zu einer beständigen Liebe /nien / und Schwaben / und seinem versöhnet hat.

Vetteren Henrico Hertzogen in Bäy- _

ern/ durch deß Sathans anreißen / Indem nächstfolgenden Jahr/daßund bösser Leuth Stifftung / erreget, ist indem 955. nach Christi Geburt / istAls aber der Käyser sie garnicht ver- das Ungarisch Volck grausamer danneinigen könnte / da ist er dem Bruder einiges wildes Thier/ mit unzählichemwider den Sohn beygestanden. Es Kriegsheer heraus gefallen / wie demwar aber derselben Zeit Pfaltzgraf Ar- H. Mann von GOtt offenbahret ge-nulph / weyland Hertzogen Arnulphi weßt / hat das gantz Bäyerland vonSohn / dem gemelter Hertzog Henri- der Thonau biß zum Schwartzwald /cus gantz Bäyerland samt der Haupt- der zu dem Gebüvg gehörig / auch einstatt Regenspurg befohlen / und er ist Theil Schwabenland / biß zum demselber in Sachsen zu dem Käyser gezo- Fluß Jlar verherget / und verwüstet,gen/ wie er nun ein Zeit lang da ver- Ist letstlich auch über den Lech kommen/harret/ übergibt der PfaltzgrafArnul- hat St. Afrä Kirchen Mit Fcur ver-phus/ wie ein treuloser Landflüchtiger/ brennt/ und die Statt Augspurg belä-sich samt der Statt / und gantzem Volck gert. Da hat sich der H. Bischoff /in deß K'äysers Sohns Ludolphi Ge- als ein wahrer Hirt dargegen grstelt /walt; rucket auf Augspurg / blündert und Visen gantzen Handel GOtt besch-ältes/ nimt etliche unsers H. Bischoffs len / und weil das Kriegsvolck zu -erUlrichs Kriegsvolck gefarkgen / und keh- Stattmaur hinaus / und vor dem Thorret also mit Raub wohl geladen / ja hesstig wider die Feind gestritten / damit Sünden hart beschwürt/ wider in ist der H. Bischoff auf einem Pferd ge-

fts-