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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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124 Vou dem HMgm Conrado/

noch vor der Stakt gelegen. Mehr war unser H. Bischofs auch begäbetdie Seiten/ und Säulen zu Bischofs-- und seynd ihme vil heimliche/ undvcr-zell samt dem Chor / dann es zuvor ein borgne Geheimnussen von Gott geof-kleines geviertesÄirchlein gewesen/wie fenbahret worden / sonderlich in demes BischofsSalomon gestifftet. Mtt- Jahr Christi 948. auf den H. Creutz-lerwcil gewunne der Mann GOttes tag zu Herbstzeiten in der Nacht/ wieein Lust / Bcgierd / und Liebe gen Jeru-- Gott der Allmächtig mit einer grossensastm/die H. Glätt unserer Erlösung Schaar der Englen / und Heilige»heimzusuchen / und allda seiner Andacht Himmelfürsten/ seiner geliebten Mut-zu pflegen / welche Reiß er zu dreyen terMariä zu hohen Ehren/ die Capellunderschidlichen Zeiten seines wehren- zu Einsidlen mit eygner Hand weyhenden Bischösflichen Ampts verrichtete, sahe. Von disem grossen Wunder-Er hatte auch ein sondere grosse Liebe/ zeichen besehe der fronune Leser das Le-und Andacht zu dem allerheiligstenGrab ben St. Eberhard!/ des ersten AbtsJEsu Christi unsers Herren/ dessen zu Einsidlen fol. 207. Cap. z. Es istAbbildung/ Grösse/ und Weite er mit auch die gemeine sag/ unser Gottsee-sich aus dem H. Land gen Lostantz ge- liger Conradus seye auf ein Zeit mitbracht / und als er nicht lang hernach trocknen Füssen/ über den wetten Bo-bey demThumdie Capellen St.Mau- densee gangen/ wie solches k. ?. Pe-rms bauete / mtt etlichen Pfründen/ und rrus Lamlius in seinem lVlarryroloFio,Priestern stifstete / und versähe / liesse er neben andern bekrästtiget. Als St.

,n die Mitte der Capellö die eygentliche/ Gebhardus der ein gebohrner Grastinn -und außwendlg Abbildung der Ca- vonBregentzwar/ zu Costantz stuvier-pellen/ von guten Rorschacher Steinen/ te/ und dem H. Conrado wohl befoh-des H. Grabs Christi setzen/ wie es len war/ begäbe es sich/ daßderGeb-noch gesehen wird / und so wohl dise / hardus sich in dem BischöfflichenThron/als andere Capellen / und Kirchen mit und Sessel St. Conradt setzte / da a-köstllchen Heillgthumer/ thetls von den ber der Gottseelige Bischoff ohngesährlieben Heiligen GSttes/ thells auch darzu kame/ spräche er zu demJüng-von dem A Land Palestinä / und Rom/ sing: Gebharde du sitzest noch zu ftü-mtt Gold/ und Srlber eingefaßt/ zie- he in Visen Sessel/ dann noch einteren. Nicht ferr von disem H. Grab vor dir in Visen Thron sitzen wird-Wol-unsers Heylands / doch ausserhalb der te damit der H. Bischoss andeuten/ daßCapellen St Mauririj/ aus grosser er zwar künfftiger Zeit Bischoss wurdeDemuth/ under dem freyen Himmel werden/ doch wurde vor ihme noch einaufdem Kttchhofferwöhleteer ihme sein anderer an das Vischthum kommen ;Begräbnuß. Zu dem allem hat er wie dann geschahe/ daß nach St. Con-auch ein Spital zu Costantz/ zu Auf- rado Gamenoldus/ und darauf Geb-enthaltung zwölst Armen/die allzeit hardus Bischoff zu Costantz worden,allda erhalten sollen werden / neben

andern Frembdlingen / und Durchrei- Von der freundlichen Gemein- ^senden Bettlern/gebauet/ zu deme er schafft / und Heimsuchungen des Heil. Von derso grosse Anmurhung gehabt/ daß er Lonradi mit dem H. Bischoff Ulrich Frcun^selber in eygner Persohn Holtz / Stein/ zu Augspurg / besehe der guthertzige Le-und andere zum Gebäu gehörende ser das Leben des H. Ulrichs/ obenWerck/ getragen/ und denselben'mit beschribcn cap. 10. fol. 215. Aufein richs.genügsamen Zinßen / und Gülten be- Zeit begäbe es sich / daß der H. Bischossgäbet. Es vermeinen etliche daß di- .Ulrich St. Conradunr als seinen Vet-ser Spital gewesen seye das Seelhauß/ tern / auf dem Schloß Lausten an demandere das klein Spittälein/ daß jetzt Rhein under Schaffhausen/ heimsuchrdie Lhum - Probstey ist. Aber wann te / und als dise beyde Heilige Männerman den Stifft - Briefs-Bischofs Ul - an einem Morgen von dem Schloß hi-rlchs deß ersten diß Nahmens zu Co- nab giengenssen grausamen Wasserfahl/stantz liset/ und das Privilegium Ääy- ( wie derRhein zwischen zweyenSchrvf-scrs Heinrichs des vierdtcn / findet sen/ oder Bergen hindurch schüfst inman daß diser Spital / das jetzig Gotts- ein Liesse / als wolt er sich in das Erd-hauß Creutzlingen gewesen ist/ wie an reich verfencken/ und aus diser tieffewi-stlnemOrth/ äelViolniüeiijsIstelveriL, derum hinauff quallete/ und schwun- 2zu!« sen. Er halste auch die Statt ge / und von bannen auf RheinauCostantz zuverbesseren / und mir Ve- zuflusse) zubesichtigen / da sahen disestungen verwahren/ wider der Hun- zween H. Bischoff mit grofstr verwun-nen oder Ungern Anlanß/ dieim Jahr derung under andern Wunderwerkend.sH"rren9z8. hernach mit Schanden/ Zween Vögel um dise beyde ^Schroffen/und Sckaden müßten abziehen. oder Bergen in dem Rhein stehen/ und

Atzt dem Geist der Weissagung darnach dem grausamen Wasserfahl so

nahet