Bischofs/ und Beichtiger. 227
Freuden / und GOtt lobend / wide-rum in ihr Kloster gefahren.
Ein andere Jungfrau so von Kind-heit auf Lahm war/ ist durch die Gnaddeß H. Conrads bey seinem Grab anallen Glidern gesund worden/ aber ihrGesundheit gäbe ihr Gelegenheit zu demüppigen Leben/und verlohre ihrJung-frauschaffr / nach der Geburt aber/ istsie aus Göttlichem Urtheil widerumLahm worden. Wie sie nun so ellen-diglich da läge/ empfienge sie widerumReu / und Leyd über ihre begangneSünden / und ruffte den H. Conradwiderum um Hilft an / die würd gleich-wohl erhört / aber sie hat nicht völligihr Gesundheit erlanget / damit sie ihrselber nicht mehr vergesse / GOtt denHErren mit ihrem sündigen Leben er-zürnet / und sich gegen ihrem getreuenNothelffer nicht undanckbahr erzeigete.
Auf einen Abend / wolt ein Jüng-ling durch die Thür ein wildes Wasser/walten / der trasse einen Letboden mitvilen Würtzlen an / und behienge da-rin«/ baß er mit den Füssen nichtkönnte daraus kommen / und würd vondem wilden Wasser undertruckt / wel-ches als seine beyde Schwestern sahen/so an dem Gestad stunden / entstündeein grosses Leyd / und berufften die El-tern / und andere Dorffleuth herzu /doch könnte ihme znemand mehr helf-fen / und vermeinten er wäre todt /
sie befahl? ihne äber inchen Schutz/undFürbitt deß heiligen Conrads / undgiengen hinweg ; zu Mitternacht kämeder Jüngling aus dem Wasser / undwüßte nicht wie ihme geschehen wäre/gicnge also nackend zu seinen Eltern indas Hauß/uud machte ihnen ein gros-se Freud. Die Eiteren aber schnbendises Miracul der grossen Barmhertzig-keit GOrtes / und den Verdienstendeß heiligen Lonradi zu.
Dife / und dergleichen vil Mira-cul/ und Wunderzeichen bewegtendenfrommen Bischoff von Costantz / Ul-rich den ersten des Nahmens/ gebohr-nen Grasten von Dilingen / und Ky-burg/ ein Blutsverwandter des Heil.Vischoffs Ulrichs zu Aug.'purg/ daß erbey Päpstlicher Heiligkeit Calixlo demandern anhielte/ damit vorgenannterH. Bischoff Conrad seyn Vorfahrererhaben / und canonisirrk/ auch seynFest Jährlich durch die Christenheit /sonderlich aber in seinem Bischthum be-gangen möchte werden. Damahlenaber hatte d r H. Bischoff Conrad144. Jahr in dun Erdreich geruhet /als man ihne nach Christi Geburt imJahr 1120. kanonisiert hat. Vonwelcher erlangter / und besehener Ca-nonisation/ zween Original Brieffver-handen / die anderstwo verzeichnet /Und lN Unserm Ichearro HccleÜL-Üico Üslveriorum, zusinden.
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k. k. ^lurer, D!e Schweitz.