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8- Gcb-hard wirdauß scincrLodtrnMutterLeib ge-schnitten-
Komt genCostantz.
Wird daein Thum-her! / undsein Vatterstirbt-
244. Von dem Heiligen Gebhard/
für die Schloß-Porten/ welches sey» und seye des Erbs nicht bedürfftig /Anliqen/ und beschwerden mit Geschrey/ darein wolle er aber nicht bewilligen /und scharren des Fusses wolle zu ver-- sonder liesse lauten/ woferrn sie in zu-stehen geben ; Alsbald der Herr dis te ihm das seinig nicht wollen lassen zu-ersehen/ befähle er demThorwartdem kommen/ solches mit der Schärpffe zu-Wild nach zu gehen/ weil diß ohne suchen- Hiemit bewegte er seinezweiffel nicht vergebens geschehe Da Bruder also / daß sie sich mit ihm Ser-ver Portner mit der Hind in den Wald glichen/und seyn Erbtheil jhme fol-kame/ fände er ein jung .Hirsch - Kalb gen liessen. Diß thäte er aber nichtin stricken gefangen/ als er solchesloß' aus Geitz/ oder daß er Willens zeit-machte / liessen beyde dem Holtz zu / liche Güter zusammlen; sonder daß erund brachte der Diener dessen/ was geistliche Oerther damit mitler Zeit kön-sich verlosten/ seinem Herren Bericht, te befördern/ und versehen.
Grast Utho hatte Dietöurgam zu . Nach absterben St. Conradi Bi-einem Gemahel/ ihrem Herren/ an schössen zu Costantz im Jahr 976. und AMD'Tugend/ und Herkommen nicht un- auf ihne auch Griminolfus/ oder Ga- Doffi»gleich/ mit der erzöge er vier Söhn / minolfus der die Bifchoffliche Bürde/ ^ 'Ulricum/ Marquardum/ Leutfridum/ und Würde empfangen/ und im vierd-und Visen H. Gebhardum. Wie a- ten Jahr seiner Regierung auch Todtsber die Goltsförchtige Frau Dietbur- verfahren ; würd im Jahr 980. mitburga mit St. Gebhard schwanger einhelliger Stimm der Clerisey/ undgieng/ und die Geburts-Zeit herbey des Raths zu Costantz erwvhlet Geb-nahete/ wurde sie so Schwach/ daß hard Grast von Bregentz ein Vorbildsie mit dem Leben nicht möchte darvon aller Tugenden / vollkommens Lebens /kommen ; zeigte doch an/ daß die Ge- reisten Verstands / und Weißheit/ undburt bey ihr noch lebe/ mit befelch/ so wiefeyn Vatter/ gantzSansstmüthig.bald sie sterbe/ soll man das Kind von Ob zwar aber er sich diser Würdenftwihr nehmen / und in einem warmen unwürdig / und untauglich erachtete /Schmerleib erhalten. Ihr Rathge- wurde doch seyn Wahl mit einem Wun-bung wurde in acht genommen/ als- derzeichen bestätiget- Dann in dem Die H-bald sie starke/ hat man das Kind Thumstifft war ein Mariä Bildnuß invon ihr geschnitten/ und einer treuen einer Tassel gestochen/welches S. Geb-Säug - Mutter zuernehren / zuwar- hardo im Schlaff fürkommen / und denten/ und aufzubringen/ anbefohlen / Bischoff-Stab dargereicht/ mit An- ^welches bestes Fleiß geschehen. Als Mahnung / er solle über die Herd Chri- ,ernannter Gebhardus etwas erwachsen/ sti behüt - und wachtsam seyn / sie Wei-wurd er von seinem Vatter nach Co- den/ und ihre die Speiß zum ewigenstantz geschickt / und den ThUmherren / Leben mittheilen. So ist auch St.anbefohlen / zur Tugend / Lehr / und Conradi Prophecey erfüllet / da er ihmbesonders geistlichem Stand ihn an zu vorgesagt - Er werde bald nach ihm Bi-weisen : Zu disem allem wäre er willig/ schaff werden. Mbstl. Heiligkeit zubereit/ und gehorsam/ daher seyn Lob Rom/ und Käyser Otto ber H. liessenallenthalben außgebreit wurde; wäre ihnen dise Wahl sonders gefallen/ br-auch allen seines freundlichen Gesprächs stättigten / selbe alfobald mit Bullen /wegen Lieb/ und bey denen in grosser und Brieffen/ überschicktcn ihm auchEhr/ und Ansehen. Zu forderst die Jnful/ den Stab/ und Ring.liebte/ und bewise ihm St. Conradus
grosse Ehr / sintemal er im Geist sahe Mit was N utz er aber seyn Vät- 4
daß er ein frommer Mensch/ und gross terlich Erbschafft angewendet/ bezeu- DauEser Freund GOttes seye; werde we- gen das Kloster Petershausen / und KlostEurg Jahr nach ihme zur Bischöfflichen das Costantzer Thumstifft/ dann int 'Würden kommen. Wie St. Con- dritten Jahr seines Bischthums/ imrad ihme / als er in deß Bischoffs-Stuhl Jahr 98z. kauffte er von einem Abt /sich setzete / das vorgesagt / wie in Con- in der Reichenau den Platz über Rheinradi Leben weitläusfig angedeutetwor- vor Costantz/ Petershausen genannt/den. Als St. Gebhard in das ThuM- weil ein Fischerhäußlen/dessen Jnn-stifft aufgenohmen/und seyn Vatter wohner Peter hiesse/da gestandenUlho von diser Welt Gottseelig abge- Auf disen Platz fienge er an ein Bene-fahren/ wurde er von seinen leiblichen dictiner-Kloster zubauen GOtt/ undVrüdern / wegen des Vätterlichen dem H> Pabst Gregorio Magno zu-Erbtheilö/ angefochten/ welches sie ehren/im n. Jahr des Käyferthumsjhme nicht wollen lassen zukommen / Ottonis II. als Benedictus VH. derweil er geistliches Stands wäre / könn- Catholischen Kuchen vorgestanden. Inte sich mit seiner Pfrund vergnügen / wehrendem Kirchenbau/ als die Mau-