Bischoff/ und Beichtiger.
GOtt dem Allllmächtigen / darnachspräche er den Umstehenden zu/ daß sieseinen Cvrper in das Kloster Peters-hausen begraben selten. Versande al-so Gottseelig im Jahr 996. auf den 27.swechait Augusti. Als der todte Cörper gewa-n?Ä'' ^bn und mit Bischöfstlichem Ornat be-grqbnuß. kleidet/ wurde er in den Lhum getra-gen/ nach verrichten; Seel-Opffer aber/gäbe es ein Zwispalt under den Prie-stern/ und Leyen/ in dem der ein theil ihnin Thum wolt begraben haben: Ande-- re aber wendten für / man solle seinemletsten Willen nachkommen / und ihngen Petershausen tragen / die meisteStimmen aber waren / er solle in demThum verbleiben. Nach dem allda dasGrab würd zubereit / und die Trägerzu der Baar griffen / wurden sie allerKrafftloß/ und erradert/ die Baar auchalso schwär / daß sie durch MenschlicheHilff nicht könnte bewegt werden/ da-rüber mänmglich sich entsetzt. Alsbaldsie sich aber änderst besunnen/ und denLeichnam an begehrtes Ort bewilligetzu der Erden zubrstatten / seynd dieverordnete Träger wider zu Kräfltenkommen/ und ist gar kein Last mehr an^ der Baar gespüret worden. Zu vi-fem allem ist vor deß Lhumö Kirchen-thür ( so männiglich gesehen) ein Taubauf die Leicht geflogen / aus diser ver-hüben / biß. man über Rhein gefahren/und in St. Gregorij Kirchen zu Pe-tershausen kommen/ allda ist die Laubwider verschwunden / hat dannoch einüberauß lieblichen Geruch Hinberlassen/und solang gewehret/ biß der H.Leibvor dem Chor Altar/ oder under demHinocen. Chor A^ar begraben worden, Überl'iis II. c'a. IZ 9 - Jahr / hat Amwcentius n. den«vnisim 17. Augusti im Jahr HZ4. zu Pisisin allgemeinem Concilio ihne canoni-siert / und in die Zahl der heiligen ge-schoben/ seines Pabstthums in demsünfften Jahr.
c,p. A. Nach St. Gebhards Todt / da-mit GOtt seyn Heiligkeit den Men-schen berühmt machte/, seynd vilMira-cul / und Wunderzeichen geschehen:besonder weil zu Petershausen etlicheOrdens-Persohnen seyn Heiligkeit inzweifle! setzten/ oder nicht so hoch hiel-ten / als nachfolgende Miracul mitge-bracht/ und erzeigt haben.
D. Geb- i. Kurtz nach seinem Todt hat sich
L/r- zugetragen/ daß AbtBeringerius derÄvV erste zu Petershausen m seinem Vett-nwffe hauß seyn Gcbettvollbrachte/ und daer in aller Andacht wäre / erschiene ihmeSt. Gebhard in grossem Schein/ undKlarheit/ sprächen!) : Vatter sey ver-üewiflet/ daß ich bey dem allmächtigen
247
GOtt/ disem Gottshauß/ und Con-ventualen erworben/ daß keine/ wel-che GOtt in disem Ort dienen werden/nach dem zeitlichen Todt mögen verkeh-ren werden/ sie versäumen dann muth-williger Weiß sich sechsten. Damitverschwunde der H. Mann.
2. Als ein Ordens Persohn dr'ses UnglaubenKlosters sein Gebet! mit sondcrer An- ^straffet /dacht beydes H. Gebards Begräbnußthäte / sahe er das gantze Grab mit erleucht,einer hellen liechten Wolcken wie einTonnerblitz umgeben / und empfändegar ein angenenuncn lieblichen Geruchdarbey. Deßgleichen erscheine derHeilig einem andern deß Ordens / mitBischoff/und Priestcrlichen Zierden an-gethan/ in einem herrschen Thron si-tzend/ und sprechend: Sihe mein Bru-der mit Augen/ daß ich vor GOtt nitso gering geacht werde / als du / undetliche der deinigen mich halten /an meiner Seeliakert / und Verdien-sten zweifsten/ und mir übel nachreden.
Dlß thäte der Heilige / damit ihr Un-glauben gerudert/ und verbessert wur-de / und sie GOtt nicht erzörnetcn.
Weil aber diser Bruder aus Demuthdise Erscheinung wenigen anzeigte/ warGebhards Heiligkeit / durch ern großWunderzeichen / mit einem besessnenMenschen / der Welt von GOtt kund-bahr gemacht. ^
z. Ein blinder Mann aus dem Bl-uderDorff Thurgau / käme zu deß Heiligen erleucht.Grab/ welcher andächrig da gebettet/und sein Ellend / und Blindheit St.
Gebhard bekiagt / der wurde gnädigerhöret/ und ist sehend worden/ wel-cher darab gleichsam erstummete / daßer sich / und andere sehen könnte/ deß-gleichen er ihme in seiner Blindheitnicht könnte einbilden. Grellere sichauch gegen GOtt / und seinem Heili-gen danckbahrlich ein / und verkündig-te »hm bescherte Gnad männiglich.
4. Vil Besessene seynd durch deß DMneHeiligen Verdienst- und Fürbitt erle- erlcdigrt.diget worden / deren etliche / so sie in dieKrufft geflihret worden / sagten / oderder leidig Feind aus ihnen / er müssezwar weichen / aber daß müsse bey St.
Conrads Grab im Thum geschehen /so man aber mit dem Besessnen dortankäme / spräche der Ertzlugner wider:
Es müsse bey St. Gebhards Grab ge-schehen/ also seynd dann gemeiniglichdie arme geplagte Menschen auf derRheinbrucken / zwischen beyden Or-then durch treue Verdienst/ und Für-bitt / von den bösen Besitzern erledi-get worden.
Hhz 2. Ein