Ein toben-der Gicht,briichiqerwird ge,ftmd.
Sip. ra.
Bescffcne.
erlediget.
Der Teufftl setzet ihrwider j».
L4» Von dem Heiligen Gebhard /
5. Ein Baur/ und Jnnwohner dißOrths so vom Schlag gerühret / lägelange Zeit lahm / und kranck/ als di-ser einmahls allein mit seiner bösenFrauen bey Haußwar/ wurde er vondem bösen Geist besessen / spränge ausseinem Beth / ertapt ein Stecken / seinWeib zuschlagen / das Weib weichtihm in ein Zimmer aus / schreyet umHilff; die Benachtbaurte liessen hin-zu / befinden den Gichtbrüchtigen al-ler wild / und tobend / daß sie ihn mitgrosser Mühe fiengen / den sie doch vondem wüthen nicht stillen möchten/ ha-ben ihn verwegen in ein höltzinen Ses-sel gebunden / und St. GebhardSGrab zugetragen/ allda wurde er vonallem Wüthen/ und Kranckheit ledig/doch lebte er darnach ein kurtze Zeit /und starbe.
6 . Ein Frau aus Schweindorff /vil Jahr vom Teuffel besessen / undjämmerlich gequälet / deßwegen sie anunderschidliche Heilige Statt geführtwurde/ aber allzeit unverrichter Sa-chen wider zu Hauß gebracht. End-lich beschlossen die Freund / sie gen Pe-tershausen zu St. Gebhards Grab zu-führen / darüber der Teuffel erschro-cken / fienge an dem H. Gebhard übelnach zureden / daß er kein H. Mann /sonder ein Gleißner / und Leuth Ver-führer bey Leben gewesen seye/ werdedeßwegen mit Nichten ihn aus diserWohnung/ und Weib vertreiben mö-gen/ und dergleichen mehr Wort / zuVerkleinerung deß Heiligen angese-hen. Aber die fromme Menschen hiel-ten deß Teuffels blaudern für einMähr/ gaben ihme kein glauben/ be-gaben sich mit der Besessnen nach Pe-tershausen / und je näher sie darzu ka-men / je ungestümmer der Teuffel indem Menschen sich erzeigte / mit heu-len / toben / und wüthen / und demHeiligen übel nachzureden / und zn-schmähen. Wurde also die Besessenemit grosser Mühe / und mänge derMenschen auf St. Gebhards Grab ge-bracht / und als der Priester das ge-wöhnliche Gebett/ und Exorcismos ge-braucht / wurde das Weib vom Bö-sen ledig/ fiehle zuboden als ob sie todtwäre / nachdem sie aber wider zu sichkommen / merckte sie sich von demTeuffel entlediget zuseyn / sagte GOtt/und dem Heiligen danck. FolgendeNacht weckete der leydig Feind dieFrauen vom Schlaff auf / beklagte sichdaß er unbillicher Weiß von dem H.Gebhard aus ihr getriben wäre / woltemit vil geschwetz sie wider bereden/ damiter von rhr sein alte Herberg wider zu-bHwohnen zugelassen wurde : Sie aber
weckete andere andächtige Weiber auf/welche in ihrem Zimmer schließen/ mitihrem andächtigen Gebett den Feindzuverjagen / daß geschahe. Morgens'empfieng die Frau aus dem K loster einCreutzlein/ darinn das Evangelium St.Iohannis war / wie sie das angehenckt/müßte der Teuffel von seiner Nachstel-lung weichen/und ablassen.
7. Einer frommen Ordens-Persohn S .Eck«zu Petershausen / welche dem Psalter/ MeMund Gebett fleißig ergeben war / ka- WMme in der Nacht / als sie schlieffe für/
wie sie vor St. Gebhards Grab bettetewelcher derHeilig/als stige ervomGrabheraus/ erschiene / sprechend : förchtedir nicht dann ich bin Gebhard / sodi-se Kirchen / und Kloster GOtt zu eh-ren erbauen / wie auch dem S. Papst/und Beichtiger Gregorio Magno/ge-he aber/ und sprich den Brüderen / daßsie ihn/ und mich grosse Patronen / undVerfechter haben werden in allen ihrenNöthen / Trübsaal / und in ihrerSterbstund / und bey dem ewigen Rich-ter der ewigen Seeligkeit versichertwerden.
8 . Ein Meßner zu PeterShausen / EinÄä'pflegte offtermahl die Ampel oder Liechr ncr Eter / auf St. Gebhards Grab vor Tag 'abzulöschen / wider Befelch / und al-tes Herkommen / und Gewohnheit:deßwegen erschiene ihm in einer Nacht
St. Gebhard/ berührte mit dem Fin-ger dem Meßner > ein Aug. Daraufdas Aug abnähme/ biß entlich der Meß-ner aus Göttlicher Straff gantz blinddaran wurde.
9. In disem Gottshauß war einKnab / an Armb / und Schenckeln soräudig/und geschwärig/ daß kein Artz-ney noch Mittel helffen wolte. DiserJüngling pflegte dem Priester/ so beySt. Gebhards Grab Meß läse / offtzu dienen/ under dem Meßopfferaber/befähle er sich S. Gebharden mit gros-sem fleiß: Als er einmahl bey deß Heili-gen Grab sein Gebett verrichtete/legteer das Haupt weil er matt / und müdwar/ aufdas Grab/ und entschliesse.Dasahe er den H. Gebhard mit Bischöfflj-chemOrnat/und Kleideren angethan /aus der Krufft bey dem Grab Herfürkomen / und sein Haupt mit dem Stabberühren/ darauf erwachte diser Jüng-ling / und von diser Stund an wurdesein Kranckheit sänffter/ und gemiltert/befände sich von Tag zu Tag besser /biß er gantz wider in kurtzer Zeit gesundworden.
rv. Zu Costantz war ein arme Frau/
wel-