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ondem Weben / und
ottseeligen
Sterben Eberhardi/ Graffen zu Nellen-burg/ und Stiftern des Gottshauß al-ler Heiligen in Schaffhausen.
Hat gelebt im Jahr des Herren 1075. vor Oder nach/ den7. Aprill.
Von St. Eberhard schreiben loso.scumpk. in seiner grossenSchwei-tzcrischcn Chronick/ in der Beschreibung/ und Stiftung des Gottshaußaller Heiligen zu Schaffhausen in dem 5. Buch. Item rrsncllcu, 6u-ilümsnnus üb. z. csp 12. Oe n.cbur ttelveciorum. Und lctstltth ein altegeschribne Chronick des Gottshauses Rheinau/ aus welcher dises Lebenmeistentheil gezogen ist.
«r,x. I.
s A lebte um das Jahr JE-sus Christi 1004. inSchwaben deß obernTeutschlands / ein wohl-edler / und an Land Leu-then reicher Graf / mitNahmen Cppo zu Nellenburg / demewürd vertrauet Toxonis ober To-s-idi/ Königs zu Ungern / so nachempsangnem Christlichen Tauff Ste-phanus genannt würd / TochterHeivwigis / deren Mutter Gisela / sodeß H. K'äysers Henrici H. Schwesterwar. GrafEppo aber war ein Welt-
weiser / nnd reicher Herr / am Käy-serlichen Hof/ und bey andern Fürstenhoch geachtet / richtet all sein thun /und lassen nach der Welt / und ihremPracht / und Pomp. Hingegen Heid-wigis verachtete solche Weltliche Üp-pigkeit / nnd richtete sich zu Gott zuden Himmlischen Dingen/ und pflegteihrer Seelen Henl mit grosser Andacht/bey Tag / und Nacht / fleißigem Ge-bett/ Milt-und Barmherzigkeit gegenden Armen / und Darreichung einesgrossen Allmusens. Sonderlichharre sie einen löblichen Brauch / daßsie vil Jahr alle Nacht / von ihremHerren aufftunde / den Psalter zu bet-ten/ und GOttzu loben/ deßwegen diefromme Königin oft von ihrem Herrngescholten war / daß sie dise Andachtundcrwegen solte lassen. Dieweil aberder Graf mit Worten nichts ausrichtemochte/stunde er in einer Nacht von derKönwm auf / als sie nach vollendtemGebett aus müdewiderum in das Bethgelegk/ und in einen liessen Schlaffgefal-len nähme ihr Bettbuch / trüge es in die
Kuchin / und warft es in das Feur-oder glüende Kolen / und gienge wi-derum still in das Beth. An demMorgen / als der Koch in die Kuchint ame/ und das Buch in den glüendenKoken sahe/ und dasselbige erkennet /dürfte er es doch nicht aus dem Feurnehmen / sonder liesse / und zeigte esder Königin an / die eylends käme /und ihr Bettbuch oder Psaltner mitsonderer Andacht aus dem Feur zöge /und wohl daraus abnehmen möchte/ dassolches ihr Herrin das Feur gemors-ten Hütte. Als nun dises Wunderzeichendem Graffen angezeigt würd/ erschrackeer/ und bekande sein Schuld GOtt/und seiner Gemählein / lobte GOttdarum verliesse sein Weltlichen Sinn /undMuth/unddieneteGQtt hinfüro mitseiner Gemählein mit sonderer Andacht/und frommen Leben biß an ihr End.Es bescherte auch GOtt der Allmäch-tig Visen beyden Ehemenschen einenschönen / und tugendhaften Sohn /den der Vatter im H. Tauff Eberhardnennen liesse. Und als nicht langhernach Graf Eppo mit einen seeligenEnd von diser Welt geschiden wäre /zöge die Gottseelige Heidwigis ihrenSohn zu aller Andacht / und Gotts-forcht / damit sein junges Hertz nichtdas zeitliche Gut einnehme / demesein Vatter als einem eintzigen Erbgroß Gelt / Gut / und Land hinter-lassen hatte.
Auf das aber Eberhard in An-dacht / und freyen Künsten desto bessererzogen wurde/ Übergabe ihn seyn FrauMutter einem frommen / und andäch-tigen Priester Lupardo einem Römer-
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