Von dem Seeligen Eberhards / Grasten / und Beichtiger. 2 f r
Er verkeil-
»«thrk sich.
welcher ihne so wohl in weltlichen alsGeistlichen Schrifften fleißig gelehrt /und in einem herrlichen Wandel / undberühmten gottseeligen Leben wohl gr-übet hat. Da er nun zu seinemMännlichen Alter kommen war / istihme Hertzogs Burckhardi von Schwa-ben Sohns Bertholdi Tochter / diefromme / und wohladeliche JungfrauItta vermählet / und vertrauet wor-den / von welcher er sechs Söhn er-leuchte / nehmlich Ottonem / so her-nach Ertzbischoff zu Trier worden.Eggehardum so ein Conventual in derRerchenau / und im Jahr 1071. deßgesagten Fürstlichen Gottshauß Abtworden. Albanuö der dritte starbejung. Der vierdte/und sünffte zweenkhüne Ritter/ die wurden im Iaht1075. in den Diensten Ääysers Hen-rici deß vierdten in einer Feldschlachtdeß Lands Sachsen erschlagen. Burck-hardus der sechste Sohn / besässe dieMütterliche Grass-und MütterlicheErbschasst/ und war regierender Graszu Nellenbmg / und deren zugethanenLandern. Dieweil aber Eberhardusdise Kinder bey seinem Gemahel hättebekommen / und mlt sondcrm Lob /und guten Exempel herrsckete / undUiWgis regierte / nähme Eberhards Frau Mut-8a ein ter Heidwigis von ihrem Sohn einenfreurwllchen Absckcid / Übergabe ihmeLand / und Leurh / und sein Bäuer-liches Erb / zöge mit einer grossenBaarschafft / und Gut in das Ertz-bischthum Maintz/und stifftete daselbstin der Ehr der Heil.^Iungfrau Mariäein Frauen Kloster Schwabenheim ge-nannt. Darein begäbe sich die Gott-seelige Gräffin mit vilen adelichenJungfrauen / und beschlusse daselbstihr übriges Leben / mit einem seeligenEnd in grosser Andacht / und Heilig-keit.
e:,p. ^ Wiewohl aber der fromme / und^ rieht Gotröförchtige Grass Eberhardus anmE?/ L^d/ und Leuth mächtig/ und reichJacv? wäre/ setzte er doch mit samt seinerGemählein nicht vil auf das zeitlicheGut / sonder suchte GOtt den Herrenaus gantzem Hertzen/ mit allem fleiß/grossem Eyffer/ und Andacht; zögedeßwegen in eygner Persohn gen Romdie Heiligen Statt heimzusuchen/ undhernach auch Pilgers-weiß gen Com-postell zudem H. Apostel Jacob. Nachsolchen grossen Reisen war der frommeGrass noch mehr mit der Liebe Got-tes entzündet / und von den Weltlichenzu den Himmelischen Dingen gezogen/Und dieweil er nunmehr einen eintzigenLeib - Erben den Burckhardum überighatte/ dann die zween Geistliche in gros-
k. lVturcr, Die H. Schwer«.
sen/ und hohen Würden / und Standwaren/ nähme er ihme endlich für/mitseiner Gemählein gutheissen/ GOTTdem Allmächtigen/ und allen liebenHeiligen zuehren / ein Kloster vonManns Persohnen des H.Vatters Be-nedicti Regel zubauen. Darum batte ernit allein mit seiner Gemählein/ son-der begehrte auch von anderen H. undGottseeligen Leuthen / daß sie Gottden Herren solten bitten / damit er ih-me anzeigte/ an welchem Orth es ih-me gefällig wäre / ein Kloster zubauen.Es fasse an einem Orth des Rheinsauf Germanier feiten / zwo Weil lin-der dem undern Bodensee / ein from-mer / und einfältiger Schiffmann / 0-der Bruder / der da pflegte die Leuthüber den Rhein zuführen / disem BrUder befähle der Grass daß et solle denGöttlichen Willen/ durch seyn andäch-tiges Gebctt erkundigen/ wohin er einKloster bauen möchte. Diser Bruderals er in seinem Gebett war / sahe ineiner Nacht nicht ferrn von ihme / unddem Rhein ein Neure / deren brenendeFeurflammen biß zu dem Himmel gien-gen/ in der Mitte aber stunde ein schö-nes / und glantzendcs Lreutz wie Gold/welches wunderbahrlich anzusehen war /Und dises Feur wäre ein Zeichen / daßihme der Allmächtige GOtt dises Orthzu einer Wohnung außcrwöhlt hatteDeßwegen als der Grass von dem vor-gesagten Bruder / oder Schiffmann be-richt worden/ und er auch sechsten ge-spüret/ daß ihme GOtt disen Platzaußerkesen hätte / bauete er erstlich einCapell mit dreyen Altären/ zu ehrender tzlorwürdigsten Aufferständnuß IE-su Christi unsers HeylandS / und See-ligmachers/ die Man auch St. Eber-hardi Capell neunte. Dise Capellist im Jahr 1052. auf den 2z. TagAugstmonat/ von dem Papst Leonedem lX. so ein teutscher Grass gewesen/und zuvor Bruno genannt worden /und Bischofs zu Tüll in Franckreich ge-wesen/ geweyhet worden.
Nach verricht« Weyhung der ge-sagten Capellen nähme der GraffEber-hardus mit Rath des frommen Prie-sters Lupoldi / so ein Zuchtmeister sei-nes Sohns Burckhardi war/ den Klo-sterbau an die Hand zu der Ehr 8.8ul-
vgroris M8b) (Ülirilli, A omnium 8un-
Äorum, das ist unsers Henlands/undSeeligmachers JEftr Christi / und Al-ler Heiligen/ und Freund Gottes/zu-bauen / an dem Rhein auf Germanierfeiten/ an einem gar fruchtbahren Ge-läut» / jetziger Zeit mit schönen Wein-reben/ und einer herrlichen Statt um-geben / und gezierct. Als nun der
8 i ftom-
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Er «W««»Kloster,
Er köretein Eaxell.
<7ip 4.Bauet da»Koster Äl-ter Heilige.