Abt / M Beichtiger. Ls»
ftibkkch / eingezogen / still / demüthigLegen jedermann / in der Bekleidunghielte er sich seinen Mitbrüdern gleich /schlecht / mw einfältig / in der Hand-arbeit war er fleißig / sonderlich mitschreiben / aus seinem eygnen Verstand/oder Abschreibung guter Authoren /welches den Kloster-Persohnen grösteArbeit jederzeit gewesen.
^ Der Gottseelige Friderich wäre dengeistlichen Übungen/ und dem beschau-lichen Leben gantz ergeben / die Welt-liche Geschäht/und Klösterliche Hauß-haltung befähle er etlichen Convent-brüdern / denen er zuvil nachgesehen /deßwegen fiengen sie nit allein den H.Mann züverhassen/ sonder suchten auchalle Gelegenheit aus Leufflischer Ein-6>rechung/ wie sie den frommen Mannvon der Abtey verflossen möchten.Dann sie ihme die geistliche Ruhe/an-dächtige Übungen / und frommes Le-ben/ für einFaulkeit/ UnwissenschafftEi der Haußhalrung / und Unverstand /*rrkl«°t auslegten/und verschreyten. Dero-wegen haben ihn etliche seiner Miß-gönner bey dem Grasten Adalberten /als einen untauglichen Hauß-Vatternverklagt/ und mit vilen falschen Wor-ten verkleineret / sonderlich aber wäreder fromme Abt auch vor disem beydem Grasten verhasset / dieweil er ausRath deß Convents / die Übergebungdeß Gottshauß Hirschau/ begehrtevon dem Papst bestättiget zuwerden /und wann der Grast da zumahl vonseiner andächtigen Gemähelin / ( dieden H. Abt sonderlich ehrete / liebte /und für ein grossen Freund Gotteshielte) nicht beredt wäre worden/ o-der der Leuthen Nachred förchten müß-te / so gesagten H. Mann auch hoch /lieb/ und wehrt hielten / hätte er ihnvon der Abtey entsetzet. Wie nundie falsche Verkläger sahen / daß ihreAnschläg / und Leufflifche List / kei-nen Fortgang gewunnen / giengen sienicht in sich selber / wie billlch gewesen^ wäre / sonder verklagten widerum denH. Mann aus grösserem Neid / undHaß / nach etlicher Zeit bcy dem Graf-fen / als einen unkeuschen fleischlichenk ^ Mönchen / und Ehebrechern. Da-rauf der Graf ohn alle weitere / nach-* frag ergrimmete / ohne Zeugen / undgehabtem Rath / ohn einige Verant-wortung deß H. Manns / entsetzte erden H. Mann/ und unschuldigen Abtfriderich von der Abtey. DiseSchmach nähme St. Friderich mit Gr-dult von der Hand Gottes auf/ undtrüge djses Creutz/ünd Versuchung/ mittzlcher Sanfftmüthigkeit / und Stär-ke / daß kein Wort noch einiges zei-
chen einer Kleinmuthigkeit oder Unze-vult an ihme gespühret worden / lebteunder seinen Mitbrüdern in dem Con-vent / mit allem Friden / Liebe / undEhrerbietung / als hätten sie ihne niesmahlen von der Abtey entsetzet / beslendiget/ noch einige Uriach seiner fal-schen Verleumbdung geben. Wie-wohl er under disem ojst Schelt-undSpitzwort hören / und einnehmen müs-sen. Und wäre wohl zuverwundern /daß er niemabl von dem GottshaußHirschau zuziehen wolle begehren / insein Proftß Hauß gen Einsidlen/ gä-be seinen Feinden auch kein UrsachGott mehrers zubeleydig? / und sichseines hinweg Ziehens zuerfreuen/odeseines zeichen einer Ungedult zuerzeigen/sonder wolle mit / und under denen süd-lich / und freundlich leben / so täglichseinen Schaden / und Verkleinerungsuchten.
Aber der allmächtige G 0 tt / derdie seinigen nie verlasset / ob sie schonin grosse Trübsal etwann fallen lasset /offenbahrete er doch nicht lang hernach/wie unschuldiger Weiß / der H. Abtvon seiner Abtey verstojff/und wie fälsch,lich er von dm seinigen verklagt wor-den / und käme letftlich alle Falschheit/List / und Betrug an den Lag / dar-durch seine Feind -»schänden wurden ;er aber für einen frommen Heiligen /und unschuldig? Mann/ von mälliglichgeachtet / und gehalten worden. Koneü msliria tuprs msliriam clauttrsliunlerverlorum , hui nullum tacinus ab-orenres, suäenr omne, czuocl livortu^bcllerir. Also war unser H. Fri-derrch mehr nicht/ als drey Jahr / undacht Monat Abt / und in obgesagtemJahr 1068. würd er unschuldiglich ent-setzet. Wie er nun also etliche Zeit un-der seinen Feinden / als ein sanfftni'ä-thiges Lämmlein under den Wölffen indem Gottshauß lebte / käme der Abtdeß Gottshauß St. Nazarij Laurissenssis (der deß unschuldigen Friderich-Entsetzung der Äbten vernehmen ) genHirschau / und name ihn seinen Fein-den aus den Händen / führte den auchauf St. Michaels deß Heil. ErtzengeLSBerg gen Ebrrsperg / und versähe ihndie überige Zeit seines Lebens mit noth,türfftiger Aufenthalvmg / und Klei-dungen/ allda der H. Mann biß in seinEnd G0Lt dem Allmächtigen mit höch-ster Andacht / Fasten / Wachen / Bet-ten / und Himmlischen Betrachtungen/darzu ihme der einsame Berg / unddie Einöde behilssiich waren / dienete.Endlich nach wenig Jahren beruffte ihn ,sein Heyland/ und Scköpffer durch einKranckheit/ und GottfteligesEndvon
disem