Von vier Heiligen/ des Gottshauß Engelberg. 279
von einander gelegen wären. Alsnun der S- Conradindem m8 Jahr11m einen bequemlichen/ und füglichenO>rth / oder Platz umschauere/ (banner in seiner Herrschafft Seldenbüren /und darum kein kömmliche Stellungfinden möchte ) käme er endlich in Un-derwalden nid dem Kernwald/ zögemit den seinigen durch das Thal Aa /oder Saa/ für Wolffenschicssen / undGraffenort/ wie manö jetzt nennet/bißrrin diechvhe des wilden/ und rauhenGebürgs/ und Hennenbergs kommen;welches ihme sonderlich gefallen/ undihme festiglich fürname ein Mannsklo-stex St. Bcnedicti--Ordens / in der-Mutter GQttes Maria / und der H.Englen Ehr zubauen / dieweil in diserWildnuß mehrmahlen Engelische / und' liebliche Gesang gehört worden. Da-Herodem Berg der Nahme veränderet/und für Heimenberg / Engelberg ge-nannt worden. Folgens indem m9.Jahr war der Platz geraumbt/der Waldweit herum auögereutet/ das Kloster/und die Kirchen angefangen / der hoheAltar an das'-Orts) gesetzt / da.ein wil-de Barengrub gewesen. Die erstenMönch mit samt ihrem GorrseelkgenAbt Adelhelmo sollen von dem Stiffreraus dem Gottshauß Emsidlen / odervil mehr / wie andere wollen/ ausHir-schau beruffen worden seyn. Die K ir-chen ist hernach im Jahr 1120. oderii2i. von dem Bischofs Udalrico demersten zu Costantz/ den ersten TagApril! geweyher / die Stifftung samtligenden / und fahrenden Gütern seynddem Abt übergeben / die Privilegia /und Protektion / so wohl von demPapst Calizto H. als Kaysern Henri-co IV. sonsten in der Zahl der V. erlangetworden. Wie alles weitläuffiger zule-sen in unsermIhsatro Lccleliaüico tlel-Veriorun^ Titulo Engelberg.
Es suchte aber der GottseeligeFreyherr Conradus nichts anders inseiner Stifftung / als die Göttliche Ehr/und seines nächsten Seelen Heyl / undSeeligkeit/ und käme in solcher Voll-kommenheit auch so weit / daß er ihmeselber einbildete? daß er wenig gethanhabe / wann er nicht sechsten sich GOtt/Und seiner geliebten Mutter Maria in
seinem Gottshauß aufopfferte/ und ih-me sich zueyge» ergebe. Also sagteEonradus der Welt / und ihrem Prachtab/ nähme durch Ermahnung/ undheiliges Exempel des S. Abts Adel-helmi/ St- Benedicti-Ordens-Kleidan/ und war ein demüthiger Leyen-bruder/ und keusche Jungfrau/ weiler die Reinigkeit von Jugend auf be-halten. In dem Leben/ und Wan-del/ Andacht / und Gehorsame wäretso vollkommen/ daß er allen Brüdernals ein Spiegel / und Ebenbild einesrechten geistlichen Ordens-Mann/vor-leuchieie. Nach wenig Jahren be-gäbe es sich / daß ein Weltmann etli-che Güter anspräche/ so der Strffteezu dem Klvher vergäbet hatte. Danun gcmeiier Weltmann einen Gewaldbrauchen wolle / war der Abt Adelhel-mus gezwungen/ den frommen Sttff-rer Conraoum m die Welt hinauß zudemWeirmann abzufertigen/ damit erdreSach gml ch, oder rechtlich vertrü-ge. Nun kamen sie beyde allem zu-famen/ uaderrcdeken sich des Gespanshalben / und in dem sich Cpnradus andem wenigsten versähe ergriffe der teuff-lische Weidmann einen Dolchen/ undgäbe dem GMseeligen Bruder zweentödtliche SNy/ daß er zu Boden fiel/und in seinem Blut Irgend sein H. See!GOttdem Herren befähle/ und zusan-te/ als ein Glorwürdiger Märtyrer /reine Jungfrau / und vollkorrrmner Or-dens-Mann/ im Jahr H25. der Tagseines Todts ist unbewüßt. Wir ha-ben ihn an St. Conradi Bischoffs den26. Novemb. gesetzet/ darauf würdseyn Leichnam gen Engelberg geführet/und mitten in dem Chor der Haubt-Klrchen mit grossem Hertzleyd begra-ben. Wie angenehm aber seine Ver-dienst bey GOtt gewesen seyen/ bezeu-gen die Wunderzeichcuso sich bey seinemGrab zugetragen haben/ und lassenwir sie die jenige Persohnen reden /welchen solche Gnaden durch seine H.Verdienst mitgetheilt worden. Disenabscheulichen Mord wolte der gerechteGOtt nicht ungestrafft lassen/ und ge-schahe daß diser Tyrann durch dasSchwerd auch bald üm das Lebenkommen/ und von einem er-stochen worden.
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k. Nurer, D!e Schweitz. K k
Conrabwird einLcymbru«
irr.
DerS.Conradwird crsto«chrn-