Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Königin/ und Klosterfrauen. ^

Hen hatte zugebracht / daß männiglich Als ihr Sterbstündlein herbey na-erachtete/sie könnte in die Länge nicht hete/und die S- Elisabetha solchesmehr Leben/ menschlich darvon zure- schon wüßte/sagte sie gutes Verstands:den : Es beschahe auch daß under an- Nun ist es darzu kommen/ daß ich vonHk 2 it ^rn/ so selbe heimsuchten/ ein Per- GOtt begehren muß/ barab alle Men-iekmmn. fl>hn mit dem bösen Feind besessen war/ sehen erschrecken/ und erzittern/ nehm-aus welcher der arge Feind öffentlich lich daß er mir den Todt sende/ durchbekennere/ GOtt habe ihm disewkirdi- den er Mich von disem Jammerthal ab-ge Königin sonderlich außerwöhlet / fordere. Auf das liesse sie sich mit den. und zu grosser Seeligkeit verordnet / H. Sakramenten versehen / mit fchö-wäreauch so grosses Verdienstö/ daß nerVorbereitung einer demüthigen voll-wann sie ihn werde bitten / wurde sie kommner Beicht/und innbrünstmemin ihrem Abscheid ein grossen Raub der Gebett nach alter Gewohnheit. NachSeelen aus dem Fegfeur mit ihr zur gehaltnem GottSdienst begehrte sie ttm-ewigen Seeligkeit nehmen / darab das stand / man solle ein Fenster öffnen beygantz Himmlische Heer sich erfreuen ihrem Bethläger/ da sahe sie mit gros-werde. Aber der gerechte GOTT/ sem Eyffer den Himmel an/sprä-welcher seiner geliebten Gesponß Be- chend : Herl mein GOtt/ Schöpffer/lohnung/und Cron der ewigen Freu- und Erlöser/ mein ewiger Bcloh-den nöch grösser machen wolte/erstreckte ner/ sihe mich heut an mit den Au-neben andern Gnaden »hr das Leben gen deiner grundlosen Barmhertzigkeit/noch/in Jahr: welches sie zu Beth mit und nimme mich auf in dein ewigesvil grossen Wehetagen / Lähme/ durch- Vatterland/ von diftr ellenden Welt/gelöcherten Leib in grosser Gedult/Att- durch dein bitters Lenden / und schmertz-dacht/ und mehrcrm Gebett zubrachte, lichen Todt / und lasse mich dessen ge-messen / dann ich also von diser Welthinfahre/ daß ich mich nichtzneritiernIn einer Nacht/ da die Königin hab/ daß ich je ein Mensch gesehen /AAr in grosser Lähme / und Schmertzen la> welches mir Blutsverwandt wäre/seit,Wse! ge / glich ihre beyde Wärterin schlief- her ich von meines Vatters Königreich/'N»qcin fen/ ist in der Kammer das Nacht- und Land gescheiden bm. Nachdemliecht außgelöschen / dessen sie erschro- Gebett wendte sie sich zu ihrer Priorin/den. cken/ schrye der Pflegerin zu/ welche Und gantzem Lonvent bedancktc sichzwar erwachten / aber wegen grosser häfftig aller bewrsenen Ehr / und Gut-Müdigkeit/und vorhin langem wa- thaten/Zucht / gehabter Sorg / undchens wider einschließen. Hierauf Mühe in ihren Schwachheiten: hernacherwartete die sanjstmuthige Elisabeth begäbe sie sich zu ihrem inbrünstigen Ge-mit begirden des Tags/ und liesse die bett/ mit grosser Liebe / und Zuver-Warterin rasten. Wie sie also in ihrer ficht gegen GOtt / richte ihn mit Mund/Kranckheit läge/ in dem Gebett/ und und Heryen an / um gegenwärtigengeistlichen Betrachtungen/ wurde die Väterlichen Trost/ und in solcher An-Ampel/ oder Liecht in der Kammer dacht verschide dre ftelige Seel durch denvon Himmel angezündet/ so rann vil abgcmarrerten Leib in die ewige FreudHeller dann zuvor gebrunnen/ dessen und Seeligkeit/ ungefährlich im Jahrsich die Wärterin/ als sie wider erwa- JEch Christi rzz8. den 6. Mayen ih-chet/ sehr verwunderten / wolle denen res Alters 4t. als sie 28. Jahr in demdoch dre gründliche Ursach nicht entdt- heiligen Prediger. Orden zugebracht,cken/woher das Liecht kommen/oder

wer es hätte angezündet. Ein an- Dise hochgebohrne Korngin wäreBrffc. dere Nacht / als ihre Auffwarterin ge- von Gestalt / und Natur ein jchone tM-LWct schlaffen/ in dem sie sich selber Gesund/ sehenliche Persohn/ als sie noch gesun-

He» und bey Kräffren vermeinte / stunde sie des Leibs wäre / daß einer wo! av ihrer

auf/ legte die Kleider heimlich an / Sanfftmüthigkeit merkten könnte ihr

qicna in aller Sille in den Chor für daS grosse Heiligkeit/auß dem Gang / und

hochwürdig Sakrament/ bettete dar- Gebärden/ ihre Demuth/huch König-vor ein gute weil mit höchster Andacht / liches Herkommen / auß der Leiböge,darauf menge sie wider in der Stille zu stalt / wie Nicht weniger auß ihrem stren-Belh / das kem Schwester wachere / gcn Leben / und grossen Liebe. Daoder es innen wurde/ biß sie es her- nun dre Komgm also seeliglich von di-nach selber angezeigt. Was ihr aber scr Welt abgekcwet / entstünde ein gros-für ein Offenbarung in ihrem Gebett ses weinen/ und trauren/ nicht alleinin der Kirchen fürkommen / wolte sie bey den Schwestern / und Diensten /niemandö sagen. Truge es mit sich sonder bey männiglich so sie kennttemunder die Erden / und diß ist ihr letster Der Cvrper wurde nachOrdens-BrauchGang die Kirchen gewesen. zu der Begräbnuß bereuet / und 8. Tag

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