Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
293
JPEG-Download
 

Beichtiger/ und Prediger-Ordens. 25z

ftinet» Leib/ daß auch das Blut von Bußwerck übeee der H.Vatter auf ikchme stusse / und gezwungen wurde so!-- Jahr lang/ darnach als fein Narurer-che abzulegen. Er liesse ihm auch ein kalket / und übel zugerichtet war / istNlderkleid machen mit etlichen starcken er durch die H. Engel in einer Offenbah-Riemen/ in welchen hundert/und fünf- rung an dem H. Pfingstrag ermähnetW Nadel-Spitz gesteckt/ und einge- worden/ daß er solche übernatürlichestechtet waren / die Nadel-Spitz waren Bußwerck Hinfür an tolte underlassen.von Mößig/ und scharpfgefeilet/ und Also hat er die nicht mehr gebraucht /wurden die Nadel-Spitz allzeit gegen und alle Bußkleiver in einen Fluß ge-dem Fleisch gerichtet/ er machte das worffen.

Kleid gar eng / und vornen zusamen ge-zogen / darum daß das Kleid desto uä- Vor allen andern geistlichen Ubun- rz,her an den Leib sich ziehen / und die spi- gen / hätte der S- Suso ein soi-derba-Hitze Nadlen in das Fleisch tringen re Vegierd ern zeichen an seinem Leib di höilMnmochten/es grenze ihm bls zudemNas zutragen/ eines empfindlichen Mirley- Cmitz.bel / darin schlieff er auch alle Nacht, bens der grossen Marter unsers Selig-Jn der Hitz des Sommers / des rey- machers JESU Christi. Derhalbensens/ und andern mühseeligen Aemp- macht er ihm selbst ein höltzin Creutz /lern/die ihn schwach/und müd mach- das war einer Spannen lang mitten/ plagte ihn auch das Unzrffer des gebührlicher breite. In dises CreutzLeibs so hefftig/ daß er sich alseinkler schlüge er zo. Nagel zu Ehr / und Ge-nes Erdenwürmlein hin und wider wen- dachtnuß aller Wunden die unser Herrden müßte. Er vermeinte oft er läge für uns arme Sünder außgestanden /in einem Anreißen Nest. Er spräche und empfangen harte / difes Creutz ban-vft zu GOtt in solcher Noth : O wehe de er auf den Rucken zwischen denmein GOtt I wie ein bitterer Todt ist Schultern / und rruge es Tag / unddoch diß '. wann die Mörder/ oderwil- Nacht 8. Jahr lang zu Ehren / undden Thier einen verreisten/ so kommt er Lob seines gccreutzlgten Herrn. Inbald von/und ab der Marter; ich aber dem letstcn Jahr aber schlüge er nochlige allda/ und wolt gern sterben/ und siben Nadlen darein / zu lob der sibenkan es doch nicht. In Visen Ubun- Schmertzen der hochheiligen Jungfraugen verharrete er Sommer/ und Win- Mariä/ welche ihr Hertz/ und Seel inter/und säuberte sich niemahlen; damit der Stund deß Leydens/ und Ster-aber der H. Vatter Suso kein Lin- bens ihres lieben K inds verwundet ha-Verung / oder Trost in solchen Schmer- ben. Da nun der S. Vatterdises Creutztzen empfangen möchte/ hat er ein zum erstenmahl wolle aufsemen Ruckenneues Bußwerck erdacht. Er ban- legen / erschracke sein zarre Natur ba-de um den Hals einen theil seiner Gür- rab/ deßwegen sticsse er die schärpffetel/ und an die machte er mit listen der Näglen an einem Stein etwas ab/zween lrdcrne Rmg / m dre Rmg ver- aber es ceuete ihn bald / feilete die Spitzjchloß er ferne zwo Hand / und beyde widerum scharpff/ leate das Creun mArmb mlt zweyen Marckschlossern / de, dem Nahmen GOttes auf / und rru-ren Schlüssel legte er neben das Beth ckete es in dem Nahmen GOttes in das 'auf ein Brett / biß er zu der Metten Fleisch biß aufdie Bein / daß ihm? dasaufgewecket wurde/ und sich selber !e- Blut über den Rucken herab liesse /dig machen könnte. Seine Armb wa- und alles blutig machte/wo er stunde/reu also über sich gefpannen / und ver- oder fasse. Mit disem Creutz nam erschlössen in den Banden / daß er keiner täglich ein lange Zeit zwo Disciplin / aufFeursgefahr entweichen möchte. In solche weiß : Er schlüge mit der Faustdiser Übung verharrete er so lang/ biß binden auf das Creutz / alsbald rrun-er an Händen / und Armben zitterend gen die Nägel in das Fleisch / und bli-rvurde. Nach disem erdachte er noch ben darinn stecken / daß er sie mit denein anders Mittel; Er ließ ihm machen Kleidern wider herauß ziehen wüste,ein grob paar liderm Händschuh / an Die i. Disciplin thäte er zu Ehr derwelche liesse er bey einem Späugler mös- greulichen Geißlung Christi / und ba-sine / und schärpffe Steiften schlagen / te ihn daß er mit seinen Wunden/ihmedie legte er durch die Nacht an / damit die scinige wolle heylen. Die 2 . Geiß-wann er villcicht in dem Schlaff das hä- lung geschahe / da er betrachtete wierin Niderkleid wolle von ihm werffen / JEsus seiner Kleider beraubt / seineoder ihme von dem Unziffer Ruhe durch Wunden erneueret / und unbarmbertzigandere weiß schaffen/ daß er sich mit an das Creutz gchefft worden/ und dar-ben Stefften der Händschuh selber in den te ihn daß er ihn ebenmäßig wolle mr-Leib stechen müßte / daher er sich oft naglen / damit er niemahl von ibm mö-dermasse» verletzte / als wäre er von ei- ge aescheiden werden. Er thäte biß-nem Wolff zerrissen worden. Dises weilen auch dre dritte Disciplm / oder^ k. Uurerj Die ^ SchweU. OsL Lerbs-