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Von deßG Aman,»i Eeiicl.
254 Von dem Gottseeligen Amando ^
Leibs - Casteyung / wann er vermeinte gienge er von dem Tisch aus dem RefeNZdaß er in Essen / und Lrincken / oder thall in sein Cell/zöge seine Kleider widerandern leiblichen Belustigkeiten unor- rum aus wie zuvor/und schlüge sich mitdenlich gewesen / oder ihme selbst lieb- seiner Geisel dermaßen / daß das Blutkosethätte. Als er auf ein Zeit in ei- übet den Leib herab flösse. Weil er aber 'Mtn öffentlichen Gespräch under vilen von einem Bruder verhindert worden /Menschen zweyer Jungfrauen Hand da ribe er die Wunden mit Eßig / undohn alle fleischliche Begierlichkeiten/ in Saltz/ seinen Schmerlen dardurch zu-seine Händ genommen / erschracke er vermehren. Auf deß H. BenedictSbald darab / und gienge darvon / dises Tag / an deme der seelige Vatter Su-übel in seiner Capellen an seinem ge- so gebohren war / als er widerum sol-heimsten Orth zustraffen. Erstlich che starcke Geißlung verrichtete/ schlu-schlüge er sich auf sein Creutz / daß ihme ge er ihme selbst an dem lincken Armbdie spitzige Nägel in dem Rucken stecken die Median-Ader auf/ als waff ihme einbliben. Er thäte sich selber auch in den Balbierer zu Ader gelassen hatte / da-Bann/ daß er ihme nicht wolle erlau- rab erschracke er häfftig / und müßte al-ben / zu Nacht nach der Metten in das so wider seinen Willen von seinem schla-Capitelhauß zugehen / endlich versöhnet gen ablassen. Zu der Zeit da sich derer sich mit GOtt/ durch ein Disciplin seelige Vatter Suso also starck schlüge/daß ihm das Blut herab liesse / und war ein H. Jungfrau Anna mit Nah-also büffele er disen unordenlichen Fäh- men / in ihrem Gebett in einer anderenler. Über daß alles nähme er hundert- Statt oder Burg / die war in den»mahl alle Nacht in dem Capitelhauß Geist verzückt / und in das Orth ge-Venien/ oder Erdenküssungen mit son- führet / da sich der Heil. Vatter Susoderbahren Betrachtungen / und von geißlete / und als sie die grausamensolchen Niderfallungen besteckten ihme Streich fache / wolte sie aus Erbärm-die Nägel deß Creutzes in dem Leib / nuß einen Streich aufhalten / warfstso er aber wider aufstunde / zöge er sie deßhalben ihren Armb under denwiderum herauß/ also daß er zu jedem Streich / und empfienge ihn / als sieFall die Wunden erneuerte / darauß nun widerum zu ihr selber kommen /dann ihme ein grosser Schmertzen ent- fände sie den Streich / und Masen mitstunde. grossem Schmertzen an ihrem Armb /
da sie die Geisel troffen hätte / dieVor diser obgemxlten Übung hätte Wahrzeichen trüge sie ein lange Zeit.der H. Suso ein andere/ er hatteihme Es bekäme zu Zeiten seiner .schweren D<ßAein Ge sel selbst gemacht auß einem Nie- Casteyungen unser S. Vatter Malte AAmen/ die wäre beschlagen mit mößi- hingeworffne Thür/ die legte er nebennen/ und spitzigen stachele» die scharpff seinem Beth in seiner Cell / die warwaren/ als ein Griffel/ also daß in ei- sein Ligerstatt zu Nacht / ohn allesriem jeden Streich ein stefftzen zwo Bethgewand. Er hatte ihme selberWunden gäbe / dieweil sie dreyspitzig aus Bintzen ein Decken geflochten/ diewaren. Es stunde aber der S. legre er auf die alte Thür / langeteSuso vor der Metten auf/ und gien- doch nicht weiter dann biß zu seinenge in das Chor für das hochheilige Sa- Knyen / under seinem Haupt hatte ercrament / und thäte ein starcke Disciplin, ein Säcklein mit Haberstroh gefüllet /DiseLeibs-Casteyung aber verrichtete er und darauf ein kleines schlechtes Küs-so lang biß es under seinen Mitbrüdern selein. Er hatte kein Bethgewand /verkündiget wurde / und abstehen müß- und wie er deß Tags in Kleidern gien-te. Auf S. Clementis Lag in dem ge / also läge er auch durch die NachtNovember / als er ein allgemeine darinnen/ ausgenommen die Schuh /
Beicht gethan / und widerum in sein die er zu Nacht abzöge / und einen dirCell gegangen / entblößte er sich aller cken / und schweren Mantel / den erseiner K leidern / biß auf das Nider- über sich deckete. Und dises war seinkleid / ergriffe sein Scharpffe Geisel / armseliges Beth / das Haberstroh la-und schlüge sich also hefftig / daß das ge knollecht under seinem Haupt / esBlut an allen Orthen von ihme ranne, stäche ihn auch daß oft gesagte CreutzEs wäre ein sonderbahrer krummer auf den Rucken / er hatte beschlosseneSteffi / oder Hagen an diser Geisel / Band an den Armben/ und das härmwelcher / was er von dem Fleisch er- Niderkleid um die Hufft/ es war auchgriffen / zerrisse / und grosse stuck Fleisch der Mantel gar schwer / und die Thürdarvon zehrete. Darauf knyete er hart / das Unziffer Wachtbahr/ undalso nackend in dem Frost nider vor Ernsthasst mit stechen/er läge allda alseinem Crucifix / und batte GOtt daß ein Block / dieweil er sich nicht ohne groß-er ihme seine Sünd verzeyhen wolte. sen Schmertzen bewegen möchte. ImDarnach an der Herren Faßnacht / Winter litte er grosse Kälte / dann s-