zo2 Von dem Gottseeligen Amando/
wie solches in seinem Leben westläuffi- daß ich ein Thor/ und verwirrter Kopfsger bey dem Bruder Felix Schmid / bin / und hat man wenig meiner acht/und bey dem Ehrwürdigen Vatter Lau- aber mein Gesell ist ein gelehrter / undrentro Surio Carthäuser zulesen / am weiser Mann / und dem hat unser Orden-6. Capitel. Als nun der S. Vatter Gifftsäcklein in die Bronnen zuwerffenSuso vil Creutz / und Leyden seiner anbefohlen / von hinnen biß m das El-Schwester halben ausgestanden / und saß hinab / und ist auf der Straß/fe-ste als das verlohren Schaaff in dem H. het zu / daß ihr ihn bald ergreiffen kon-Evangelio widerum gefunden hatte/be- nen/ oder er stisttet dises Übel / undwegte er alle umstehende Menschen zu grossen Mord an. Zu dem hat er auchdem Mitleyden/und weinen/ darnach schon ein Sacklein in euern Bronnenname er sie mit grosser Scham / Schand gemorsten / daß alle so daraus trinckenund Arbeit / und führte fie in ein an- werden/ sterben müssen/ darum hab ichders Kloster / darinnen man andächti- nit wollen / mit ihme hinaus gehen zuger / und auftrbaulicher lebte / und der Bronnstuben. Danun das wildewurde hernach ihr Andacht / und Eys- Volck daß von dem Leybruder hörte /fer so groß gegen GOtt / und ihr Wan- fiengen sie an zutoben / ihre Wehr indel sö beständig in Tugenden biß an ih- die Handzunemmen/ Spieß/Mordax/ren Todt / daß er nicht allein al- und andere fachen zuergreissen/ laustenles Leyd vergessen / sonder auch sich durch die Häuser / und Oerter da siehöchlich darab erfreuet hatte / und ge- den S. Vatter Susonem vermcin-dacht an G-Ottcs verborgne Urtheil / ten zufinden / stachen durch die Be-wie geschickt / und weißstch er könnte ther / Heu / und Stroh mit blossendem Gerechten alle Ding zu gutem Wehren / und vermeinten ihn zuertap- >schicken. pen / aber man fände auch fromme
. Leuth / die deß S. Vatters Susonis
c-l». n Als nun auf ein Zeit der S. Vat- Unschuld versprachen / und sein Frömm-ler Suso über Feld reisen müßte/ wur- keit / und seeliges Leben dem wüthen-de ihm ein Leyenbruder zu einem Ge- den Volck öffenbahrten / dardurch derfährten mitgegeben / so indem Haupt Tumult / und Aufstaust gestillet wur-verruckt war / den nähme er zwar un- de / dielveil sie ihn nicht könnten fin-gern / wegen seinen ungeschickten Re- den. Lekstlich nahmen sie den Ley-den / und Thaten / aber aus gehorsa- enbrudet / und führten ihn zu deMme überwände er sich selbst / und name Vogt / der ihne in die Gefangnuß lics-ihn mit sich. N un kamen sie beyde vor se legest. Bald darnach käme der S.Mittag in ein Dorff / in welchem ein Vatter AmandiiH in das Dorfs/ undIahrmarckt wäre / und vil Volck ver- wüßte nichts vost dem obbeschribnestHanden. Der Leyenbruder war Naß Aufstaust / und wie ihn der Leyenbru-worden von dem Regen/ gtenge in eist der verschkeyet hatte/ wolte das Mit- >Hauß zum Feur / und möchte der S. tagmahl in der Herberg einnemmen /Vatter Suso den Schalck nicht weiters verhofent allda seinen Leyenbruder zü-rnst ihme bringen / sonder sprach: hät- finden/ als er aber vername das er ge-te er etwas anderstwo zuverrichten / fangen Ware/ gienge er zu dem Vogt/möchte er es ohn ihn wohl thun / dastn und begehrte/ daß er den Leyenbruderer Visen Tag allda wolte ausrasten, ledig machen wolte. Diser EyfferSo bald nun der Diener der ewigen brachte dem S, Vatter Susvni einWeißheit aus dem Hauß sein Geschäfft grosses Creutz / und Leyden / dann dazuverrichten gegangen / setzte sich der er um Vesper-Zeit von dem Vogt deßLeybruder zu einem unnützen Bürschleist/ Fleckens mst seinem Leyenbruder gien-und Sausteren an einen Tisch / die dem ge / war er under dem Volck verrathen/Leybruder also zusprachen mit trincken/ daß er der wäre / so Gisst in die Brön-biß sie ihn voller Weins gemacht hät- nen wurste. Es schreye aber män-ten / under andern käme er von dem niglich über ihn/ als über einen Mör-Lisch under die Haußthür / da würd der / daß er nicht ohn Gefahr seines Le-er von etlichen angetastet / als wann er bens in daß Dorff gehen dörsste. Eistihnen hätte einen Käß gestohlen/ bald theil treuerem ihm/ daß sie ihn wölkestdaraufkamen fünffandere starcke/ und in dem Rhein erträncken / sprechend -gewaffnete Männer / so deß Dorffs- den Vogt hab er mit Gelt bestochen /Wächter wären/ fielen,ihn an / als wir wöllens an seinem Leibrechen /wäre er ein Gifftrager/ fiengen ihn / Andere sagten/ wir wollen den Böß-und würd ein groß Getümmel / daß wicht verbrennen / aufdaßerdasWas-männiglich zuließe. Der Leybruder ser nicht alles vergifften könne. End-begehrte man solte ihn sich lassen verant- lich käme ein voller / und ungeheurerWorten / so wolte er die Warheit be- Baur in einem garstigen Schoppen /kennen/ und sprach - Ihr mercketwohl mit einem Spieß / und schrye mit Hel-ler