Beichtiger/ und Prediger-Ordens. ' zöz
-ler stimm : Wir können disem Ketzerkeinen bessern Todt anthun/ dann daßich Visen langen Spieß mitten durch instoß/ und an disem Orth an dem Spießin der höhe aufgesteckt lasse verfaulen/andern zu einem Exempel; solche/ unddergleichen Scheltwort müßte der Die-ser der Weißheit bis m die finstereNacht / bis das Volck entliefte/ mitweynenden Augen hören / und wann erein Herberg begehrte/wolte/undbörs-te ihn Niemand «us forcht des Volcks/auffnemmen. Also läge er voller Angst/Kummers / und weynens bey einemZaun/und wüßte nicht alle Augenblick/welches Todks er sterben müßte. End/lich in der Nacht käme ein Priester mitGewalt/ und entledigte den unschuldi-gen Vatter aus den Händen seinerFeinden/ führte ihn in sein Hauß/undbehielte ihn über die Nacht / Morgensaber begleitete er ihn aus dem Dorfs/Und liesse ihn in dem FrideN hinziehen.Einsmahls als er aus Niderland demRhein nach mit einem jungen Leyen-bruder der wohl möchte gehen/ herauffzöge/ und eines Tags unser St Vat-ter aus leiblicher Schwach- und Müh-digkerr ihme nicht folgen könnte/ gieri-ge ihme sein Mitbruder vor ein halbeMnl Wergs / der S. Mann aber kämean d' M Abend zu einem erschrecklichen/ü--d grossen Wald/ der sorglich durchZu waudcr.n wäre / dann vil Menschendarinnen ermördt würden'/ sahe sich umob Niemands käme der sein Gleitsrnaßdurch den Wald wäre / da ersähe er einMann / und Weib nach ihme kommen /deren er mit Freuden erwartete. Alssie aber zu ihm kamen / sahe er / daßder Mann ein greuliches Gesicht/ undGestalt hatte / und einem boseN Mör-der ähnlich wäre / einen Spieß in derHand / und ein langes Messer an derSeiten trüge ; das Weib war jung /schön / und könnt wohl redem Ab Vi-sen Geleytsleuten erschracke der S.Natter Suso übel/ dann er sahe keinenandern Menschen weder vor / noch bin-det ihme / dessen er sich trösten möchte.Er befähle sich GOtt/ und machte einCreütz über sein Hertz sprechend : Wasseynd das für Menschen i wie wird es mirheut ergehen ? da sie nun in den WaldMit einander kamen/ gienge die FrauZu dem S. Vatter/ und fragte wer erwäre/und wie er hiesse: daß bekandteer freywillig. Sie sprach lieber Herrich kenne euch von Nahmens wegenWohl / ich bitte euch ihr wöllet meinBeicht anhören - daß thäte der S. Vat-ter gern / hernach bekannte sie ihme/daß drser Mann ern rechter böser Mör-der wäre / und vil grosse Mörd in di-sem Wald begangen hätte / sie guch be-
trogen/ihren Freunden entführet/undzu einem Eheweib genommen. AbVisen Worten erschracke der S. VatterSuso noch mehr/ dieweil er Niemandum sich wüßte / noch sahe / und ausSchwachheit des Leibs nicht entfliehenkönnte / und sprach zu GOtt: Ach! OHerr wie wird es mir heut ergehen ?wie ist der Todt so nahe bey nur ? Alsnun die Frau ihr Beicht vollendet hat-te / gienge sie widerhin sich zu dem Mör-der/ und barte ihn/ daß er wolle demS. Vatter beichten:dann spräche steinmeinem Vatterland hat man einen sosteiffen Glauben zu disem GottseeligcnVatter/ daß wär ihm beichtet/ wiegrosser Sünder er auch wäre / an seinemletsten End bey GOtt Gnad koste fin-den / darum folge meinen Worten /beichte deine Sünden/ dannt dich GOttin deinem letsten Srerbstündlein auchbegnaden möchte. Der Mörder fol-gere den Worten seiner Frauen/ undgienge mit seinem Spieß/ und'scharpf-fen Messer an seiner Seiten zu demDiener der ewigen Weißheit zu beich-ten / welches als der S. Vatter erse-hen ( dann er nichte wüßte was sie bey-de heimlich miteinander geredr hatten)erschracke er sehr / und gedachte: Jetztbist du deß Lodts eygen. Under di-sem waren sie m dem Wald an einensolchen Platz kommen/ daß der Rheinneben dem Wald hinab ließe / und gren-ze der schmale Fuß - Weeg ' an deßRheins Gestad hin. Es liesse aberder Mörder den S. Vatter Amandumhart an dem Rhein gehen / er giengeihm an der feitest gegen dem Wald /fienge an zuveichten / und erzehlete imalte seine greuliche Todtschläg sonder-lich daß er auf ein Zeit auch eben ästdisem Orth/ da sie jetzt giengen/ einemehrbarlichen Priester begegnete / vemeer auch gebeichtet / und nach gegebnerAbsolution/Hab er das Messer aufgezo-gen so an seiner feiten hienge / solchesdurch ihn gestochen / und ihn über dasGestad indemRhein hinab gemorsten.Dise Reden/ und Gebärden deß Mör-ders erschreckten den Vatter Sn-sonem/ daß der kalte Todtschweiß ih-Me über den Leib herab liesse; dann ersahe das Messer an deß Mörders sei-len/ mit welchem er ihn wurde durch-stechen/ und den Rhein/ sein zukünf-tiges Grab/ hakte er auch vor AugemDa nun der fromme Vatter ÄmanduSVor grossem schrecken wolle zu bodensincken/ vermerckte es deß MördersWeib / tratte hinzu / labete / und stock-te ihn sprechend: Frommer Herr/ ihrsblt euch nicht förchtcn / er wird euchnichts thun / deßgleichen sagte auch derMörder: Herr ich hab vil guts vonPpz euch