Beichtiger/und Prediger-Ordens. zo?
W ihme auch selber zu Anfang seinerBekehrung ein einsames Orth außer-wohlte / nehmlich ein Capell ( wie obencap. 79. gesagt) da er seyn Andachtvor den Bildern möchte vollbringen /und derselben außwarten. Insonder-heit aber liesse er ihme in seiner Jugendauf ein Bergament die Ewige Weis-heit/ so den Erdenkreiß in seinen Hän-den hielte / und alle Schön-und Lieb-lichkeit übertraffe/ mahlen/ die hätteer in seiner Jugend zu einer Gespönß/und geistlichen Liebhaberin ausserwvh-let. Dises schöne Bild/ so seinesHertzens Schatz war / fährte er mit sichaus die hohen Schulen / dahin er zustudieren geschickt ward. Solches Bildaber setzte er gemeiniglich an das Fen-ster seiner Cellen/ sahe es oft an/ undgrüßte es mit hertzlichen Seufftzen / di-ses Bild brachte er auch widerrnn heim/und stellete es in sein Capellen( die erihm selbst in dem Prediger-Kloster zuCostantz neben dem Chor zu der rech-ten Hand / under der Stiegen / wieman den Lekner aus gehet / erwöhlethat. ) Dasselbige allda zu behalten/ undzu einer Gedächtnuß vor seine AugenZustellen / die andere Bilder/ und Ge-mahl betreffend ( wie oben auch cap.19. Meldung geschehen) kau der günsti-ge Leser die oft/ und wohl bemelteNätter/ undScribenten kk. ??. ke-licem, 6c l^gurenrium Lurium besehenan dem z?. Capitel.
Auf ein Zeit käme unser S. Nat-ter Suso zum K loster Thöß sein kran-cke/ und geistliche Töchter heimzusu-chen/ und die Elisabeths Stäglein zutrösten. Disc andächtige Tochterbegehrte von ihrem geistlichen Natter/daß er ihr sagte von geistlichen Übun-gen/ und göttlichen Dingen/ die leichtwären zu verstehen/ und doch einemkrancken Menschen nützlich zuhören.Darauf antwortete der S. Natter /und sprach : Als ich zu Anfang meinerAndacht / und blühender Jugend zuAder liesse / so stelle ich mich under seinH. Crcutz und streckte meinen ArmbHerfür/ und spräche mit Seufftzen : 0mein allerliebster Freund gcdencke/daßem Gewohnheit ist auf diser Erden /daß die Freund in der Ad' rläffe Ma-chen kommen / um frisch Blut zu ma-chen. Nun weist du lieber Herr wohldaß ich nichts liebers auf diser Welt /als dich allein hab / darum komme ichzu dir/ daß du mir mein Wunden seg-nest/ und mir gut Geblüt machest. Zueilen seiner Jugend/ als er sich harreasten scharen/ war er schon/ und ei-nes luftigen Angesichts/da sprach erZum Herren : O mein Süßester Herr /k. kt ^ 1 urer> Die Schwery,
wann mein Gestalt / und mein Mundschöner als alle rohte Rosen wären/sowolt ich dir dise schöne aufopffern/ diraber O Herr/ gib ich mein Hertz zu ei-nem Zeichen der Liebe/ dieweil du dieäußerliche Gestalt wenig achtest. Waffer ein neues Kleid anlegte/ so gierigeer in sein Capell/ und batteGOTT/der ihme das Kleid verordnet hätte /daß er dises Kleid zu seinem Lob/ undgnädigen Willen verschließen möge.Wann dre schöne Sommers-Zeit her-zu käme/ und die Blumen Herfür wuch-sen/ wvlte er keine abbrechen/ bis erkönnte einen Krantz von Rosen machen/darnach grenze er mit demselben insChor/ oderunserL. F. Capell/knyeteallda vor ihrer Bildnuß/ und setzte als-dann dem Bild den Krantz auf/ mithertzlichem/ und drmüthigcm Bitten/weil sie die allerschönste Blumen/ undseines Hertzens fröhlicher Sommer wä-re/ das sie ihres Dieners erste Blu-men nit verschmähen sötte. Dise An-dacht liesse ihr die glorwürdige MutterGOttes Maria so wohl gefallen / daßsie zu einer Zeit als ihr der Diener derewigen Weisheit / daß gewöhnlicheMayen-Kräntzlein 'aufgesetzt hätte / miteinem lieblichem/ und himmlischen Ge-sang ihme erfreuen wolle mir diser derMutter GOttes Sequentz : HI>c Kevi-ns VirAinum, rranlcenclens culmcn or-äinum; daß ist: wie die reine Köni-gin obschwebet in Ehren / und Wür-digkeit allen himmlischen Heeren. Erfienge auch an / und sauge mit den Eng-ten nit ohne grosse Gnad / und Süs-sigkeit seiner Seelen. Auf ein an-dere Zeit/ als er der Mutter GOtteswidcrum das neue Mayen - Kräntzleinaufgesetzt hätte/ und aus müde derReiß wvlte schlaffen gehen/ hörte erdas Magnificat lieblich singen / daraufdie Mutter GOttes dem Diener derWeisheit befähle/ den Verß O vcrna-lis roüüg, 6cc. O du schönes sommer-liches Röselem/ zusingen/ als er daßanficnge / kamen drey schöne Jüngling/und hernach das gantze himmlische Heer/und sungen mir dem S. Natter Susoalso liebuch / daß er vermeinte sein Hertzmüßte ihm aus grossen Freuden ver-bringen. Es käme aber unser Nat-ter Suso bey der Mutter aller Barm-hertzigkeil Maria in grosse Ungnad/al-so däß sie auf dem nachfolgenden Tagihrer glorwürdigsten Himmelfahrt' ihnder himmlischen / und fröhlichen Gna-den/ und Gesangs beraubte / und ihnin ein finstern K'ercker einsperren liesse.Er fragte den himmlischen Jünglingwarum er der himmlischen Freuden be-raubt/ und in dise finstere Hölin/ oderAercker eingeworfien wurde? Er ant--tz q wor-