Beichtiger/ und Prediger-Ordens. z i r
wird dich GOtt in allen reinen Hertzenselbst entschuldigen / wiewohl die bösenrichten ihr Urtheil nachHres Hertzens-Boßheit/ welches Urtheil du nit sollestrn -Obacht nehmen / und sag / daß derPrediger-Orden/ den du fürnehmlichbeklagst / der soll GOtt/ und allen be-scheidnen Menschen / von deinetwegendesto lieber / und angenehmer werden/Und solle dises das Wahrzeichen seyn /daß GOtt jetzt sein Zorn wird über dasböse Hertz/ das dich also betrübt hat/lassen gehen / und will das böse / falscheWeib Mit deck Todt straffen/ darzüalle die/ sö ihr mit bösem Rath/ undRedest ist diser Sach habest gehölffen /durch seist gerecht Gericht rächen; DerS. Vatter ist ab Visen Wortest wohlgetröst werdest/ wolle mit Gedstlt derZeit erwartest/ welche die Suchest zueinem glücklichen End bringen solle.Nit lang hernach starke das böse Weibeines unbekannten Todts / die änderstÜber/ so dem S. Vatter überlästigwa-ren gewesen / zuckte der Todt auch gäh-ling dahin / also daß etliche Unvernünf-tig/ etliche ohn Beicht/ und H. Sa-rramentä stürbest. . Under änderstVerfolgern Ware auch eist hoher Prä-lat/ der erschme dem S. Susö nach sei-nem Todt/und sprach: daß ihMeGOttder Allmächtig seist Leben der Ursachenverkürtzet/ Und abgebrochen habe / die-weil er ihme also Unschuldiger Weißübel nachgeredt hatte / das wüßte erdoch im Fegftur büßest.. . Da nun dieFreund des' S. Vatters die GöttlichStraff an feinest Feinden vermerckten/lobten sie GOtt wegen seiner Gerech-tigkeit/ der die Seinigen gleichwohl inCreutz/ und Leyden fallen laßt / abergewaltiglich wider davon erlediget / Undmit seinem gerechten Urtheil beschirmet.Nach disem gedacht er oft bey sich sech-sten also : Ach HErr wie ist das Wortso wahr / das Man sagt: Dem GOttwohl will/ dem mag niemand übel.Sein bester Orvests-Gesell/ so ihn istseinen grossen Nöthen verlassest ( wiehievor gesagt ) Farbe bald hernach/Welcher als er seist Schuld im Fegfeurgebüsset / und bezahlt hatte / erschin erihm in grosser Klarheit / und güldenenKleid / und batte ihn um Verzeyhstng/Neigte sein Angesicht freundlich gegenihMe/ und führe gen Himmel.
Als nun die Gottseelige Elisabethadise schwere Creutz / und Leyden deßUnschuldigen Vatters Susonis / soGOtt über ihn verhänget hatte / ver-stömmeu/ und sich höchlich darab beküm-meret hätte / batte sie ihn daß er ihruum sagte / wie die innerlichen Leydenbeschaffen wären / er antwort ihr :zwey
Ding will ich dir vom innerlichen Ley-den erzehlen. Es war ein vornehmer-Ordens-Mann/ über den hätte GOttein inwendiges Leyden verhänget / al-so daß er ihme selbst nit könte helffenin seinem betrübten Stand / er weine-te Tag / und Nacht / und gienge he-rum gleich als der Schatten an derWand / endlich käme er zum Dienerder ewigen Weißheit / klagt ihme seingrosse Noth/ und begehrte von ihm ei-nen Rath / und Gebett zu GOTT /daß ihme gehölffen wurde. Es fasseder Vatter Sufo auf ein Zeit zu mor-gens in seiner Capell / und hatte für sei-nen betrübten Bruder. Es sahe aber
der Vatter den bösen Feind in einesMohren gestalt nebest ihm stehest mit ei-nem Bogen in der Hand / der S. Vat-ter sagt F ihm : Ich beschwere dichdurch den lebendigen GOtt / daß du»mir anzeigest/ wer du seyest/ und wasdu begehrest / 2r antwortet ihm : Ichbin der Leüffel deß Fluchs; der S. Vat-ter aber kehrte sich um zur Chorthür /Und sahe seinen betrübten Bruder zu der-selben Thür ist die Meß eingehen / dazückte der Trüffel seinen Bogen Herfür/und schösse einest fenrigest Pfeil in dasHertz deß betrübtest Bruders/ daß er na-hem hindersich gefallen wäre / und köMNicht in den Chor komen; darüber straff-te der S. Vatter best Trüffel / der Trüf-fel aber wurde erzürnt / Und wolle aucheisten Pfeil.ist den Vatter Susonemschießest; Such aber befähle sich derMütter GOttes sprechend : Kog curst^»rvle piä bLneäicar VirAv ö/lsrig; daverschwände der Trüffel. Als es nunMorgen war / enehlete der S. VatterSuso den gaNtzenVerlauffseinen betrüb-ten Bruder / und gäbe ihm den Rath/daß er solle sein Predig lesen / der An-fang War t-LÄulus Nüster storichis ;dardurch er von seiner Trübsaat entledi-get worden. Under andern betrübtestMenschen käme auch ein verzweiffleterMensch zu dem S. Vatter Susone /der war also von Creutz / Und Leydestgeängstigek / daß er sich wolle in eistWasser stürtzen/da er nun wolle in dasWasser springen/ hörte er ein frembdsStimm zu ihm sprechen: hall auf/ haltauf / uud thu dir selbst nit einen sol-chen schändlichen Todt an/ gehe hin /Und suche den Vatter Henrich SaUs-sen in dem Prediger-Kloster / der wirddich von aller T rubsaal erledigen köffemAls er nun zu dem Diener der ewigestWeißheit kommen war/ tröstete er ihnalso freundlich / daß er mit GOttesHilff hernach in solche böse Anfechtungnickt mehr fallen möchte. , ES fragteauch auf ein Zeit sein geistliche Tochterden S- Vatter / welche Creutz deistDqz Men-